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Ausrede macht stutzig Fußball-Profi muss nach Corona-Party ins Gefängnis

Tuur_Dierckx_Krankenhaus

Der belgische Fußball-Profi Tuur Dierckx arbeitete als freiwillige Konsequenz nach einer Corona-Party bereits am 5. Januar einen Tag lang auf der Corona-Station eines Krankenhauses.

Antwerpen – Diese Corona-Party hat ein bitteres Nachspiel. Der Ruf des Fußballs hat in inzwischen 13 Monaten der Pandemie sichtlich gelitten. Verfehlungen und Sonderrechte sorgten immer wieder für Aufsehen. Dass dieser Eindruck nicht nur für Deutschland gilt, zeigt ein besonders drastisches Beispiel aus Belgien.

  • Fußball-Profi nach Corona-Party ins Gefängnis
  • Polizei deckt Party mit 15 Teilnehmern auf
  • Anwälte überraschen mit kurioser Erklärung

Dort veranstaltete Zweitliga-Profi Tuur Dierckx (25) von KVC Westerlo am 13. Dezember 2020 eine Party mit 14 Gästen bei sich zu Hause, die schließlich von der Polizei aufgelöst wurde. Gegen den Flügelspieler wurde am Montag (22. März) ein konsequentes Urteil gefällt.

Belgischer Profi Tuur Dierckx bei Corona-Party in eigener Wohnung erwischt

Die Geldstrafe in Höhe von 800 Euro dürfte den früheren belgischen U21-Nationalspieler eher weniger stören. Dass ein Gericht in Antwerpen allerdings auch einen Monat Gefängnis wegen des „Lockdownfeestje“ verhängte, ist ein Urteil mit Signalwirkung.

Als die Polizei in der Dezember-Nacht gegen 4.30 Uhr wegen der Party gerufen wurde, zeigte sich Gastgeber Dierckx noch einsichtig. Er gestand seinen Fehler sofort ein, während einzelne Gäste, darunter auch vier weitere Fußballer, sich teilweise unfreundlich verhielten. Neben einem Teamkollegen aus Westerlo waren auch drei Spieler von Ligakonkurrent KMSK Deinze unter den Teilnehmern.

Der Gipfel: Provokativ verabschiedeten sich die Gäste vor den Augen der Polizei mit Umarmungen, Handschlag und Küsschen voneinander. Von Einsicht keine Spur.

Gericht verurteilt Party-Profi Tuur Dierckx zu einem Monat Gefängnis

Um die Wogen zu glätten, arbeitete Dierckx am 5. Januar einen Tag lang auf der Covid-Station eines Krankenhauses. Vor Gericht bedauerte er die Party noch einmal als großen Fehler. Umso verwunderlicher die Ausflüchte der Verteidiger.

Sie baten das Gericht laut dem belgischen Sport-Portal sporza.be um Nachsicht und verwiesen auf die Corona-Blase rund um den Fußball. Diese sei so groß, dass die Spieler nicht mehr den Ernst der Lage sowie die Notwendigkeit zu persönlichen Einschränkungen erkennen könnten.

Eine Erklärung, die das Gericht nicht gelten ließ. Dierckx wurde zu einem Monat Gefängnis verurteilt und soll laut Anwalt Carl De Munck bereit sein, die Strafe anzutreten. „Ein strenges Urteil, das jedoch in ähnlichen Fällen mit Entscheidungen übereinstimmt“, zitiert „sporza.be“ den Verteidiger, der daher wohl auf Berufung verzichtet. (bc)

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