Nur zwei Wochen vor Eröffnung Copa Amerika steht plötzlich ohne Gastgeber da

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Der ehemalige Fußballprofi Juninho präsentiert den Pokal der Copa America am 3. Dezember 2019. Gut eineinhalb Jahre später steht das Turnier ohne Gastgeber da.

Luque – In zwei Wochen sollten Argentinien und Chile die diesjährige Copa America eröffnen. Doch nun steht die Kontinentalmeisterschaft plötzlich ohne Gastgeber da. Denn am Sonntagabend (30. Mai) entzog der südamerikanische Fußballverband CONMEBOL Argentinien das Turnier um die Meisterschaft, weil im Land die Corona-Lage zu akut ist.

  • Zwei Wochen vor Start steht Copa America ohne Gastgeber da
  • Wegen der akuten Corona-Lage wurde Argentinien das Turnier entzogen
  • Zuvor wurde bereits Kolumbien als Co-Gastgeber der Südamerikameisterschaften entzogen

Das Turnier sollte vom 13. Juni bis 11. Juli in Argentinien stattfinden. Eigentlich hätte es mit Kolumbien noch einen Co-Gastgeber geben sollen, doch bereits am 20. Mai wurde dem Land das Turnier wegen gewalttätiger Bürgerunruhen entzogen. Nun steht die Südamerikameisterschaft also komplett ohne Ausrichter da.

Schlimmste Phase der Corona-Pandemie in Argentinien

Argentinien durchlebt derzeit die schlimmste Phase seit dem Corona-Ausbruch vor mehr als einem Jahr. Deshalb hatte Regierungschef Fernandez am 20. Mai einen bis Sonntag dauernden strikten Lockdown verordnet. Am selben Tag hatte Kolumbien wegen der blutigen Proteste gegen die Regierung im Land um eine Verschiebung der Copa auf Jahresende gebeten, die CONMEBOL hatte dem Land daraufhin die Gastgeberrolle entzogen.

Daher soll möglichst schnell eine neue Lösung gefunden werden. „Die CONMEBOL analysiert Angebote anderer Länder, die Interesse zeigten, das kontinentale Turnier zu beherbergen. In Kürze werden Neuigkeiten in dieser Richtung verkündet“, teilte die in Paraguay beheimatete Dachorganisation der zehn südamerikanischen Fußballnationen in einer ersten Twitter-Stellungnahme mit.

Kurz zuvor hatte Alberto Fernandez (62) in einem Interview mit dem TV-Sender C5N gesagt: „Aus hygienischer Sicht erachten wir es für schwierig, dass in Argentinien gespielt wird.“ Nun rückt Chile als möglicher Ersatz wieder in den Fokus, das bereits nach dem Aus von Kolumbien zur Debatte stand. Dort ist die Corona-Pandemie bisher am besten im Griff. Außerdem wird über Brasilien oder Paraguay diskutiert. Denn in Paraguay ist nicht nur der Verbands-Sitz, dort könnten wohl auch die 50.000 Impf-Ampullen, die vom chinesischen Labor Sinovac gespendet wurden, verimpft werden. (eha mit sid)

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