„F*** dich“ PSG-Stars werfen Schiedsrichter Kuipers nach Ausscheiden Beleidigung vor

Neuer Inhalt

PSG-Profi Marco Verratti diskutiert im Rückspiel gegen Manchester City mit Schiedsrichter Björn Kuipers.

Manchester – Er hat es nach langer Wartezeit wieder gepackt! Pep Guardiola (50) steht nach acht vergeblichen Anläufen genau zehn Jahre nach seinem letzten Champions-League-Triumph erneut im Finale der Königsklasse. Nach dem 2:0-Sieg im Halbfinal-Rückspiel über Paris Saint-Germain greift Manchester City am 29. Mai in Istanbul nach dem Henkelpott. Der Frust der Verlierer richtete sich derweil gegen den Schiedsrichter.

  • Rückspiel im Halbfinale der Champions League
  • Heftiger Hagelschauer sorgte für rutschigen Platz
  • Manchester City verdienter Sieger gegen Paris Saint-Germain

Der Sieg der Gastgeber ging nach dem 2:1-Hinspiel-Erfolg vor einer Woche auch am Dienstag (4. Mai) vollauf in Ordnung. Vor allem Riyad Mahrez (30) unterstrich seine derzeitige Gala-Form. Dem 1:0 in der 11. Minute ließ der Algerier in der 63. Minute den zweiten Streich folgen. Im Finale geht es entweder gegen Real oder Chelsea (Mittwoch, 21 Uhr).

Paris Saint-Germain als schlechte Verlierer: Di Maria sieht Rot

Die Stars aus Paris präsentierten sich derweil als ganz schlechte Verlierer. Die Franzosen zeterten, leisteten sich unsaubere Aktionen und Tätlichkeiten. Angel Di Maria sah für eine dieser Aussetzer die Rote Karte (69.), nachdem er an der Außenlinie Fernandinho absichtlich auf den Knöchel getreten hatte. Presnel Kimpembe hätte nach einem harten Foul auch noch vom Platz fliegen müssen (87.).

PSG-Profis Herrera und Veratti werfen Björn Kuipers Beleidigungen vor

Am Tag nach dem Ausscheiden richten zwei Paris-Stars heftige Vorwürfe in Richtung Schiedsrichter Björn Kuipers (48). Der Niederländer soll den Aussagen von Marco Verratti und Ander Herrera zufolge „Fuck you“ („Fick dich“) und „Fuck off“ („Verpiss dich“) während der Fußball-Partie am Dienstagabend gesagt haben.

Von Kuipers gab es zunächst auf die Vorwürfe keine Reaktion. Die Europäische Fußball-Union UEFA wollte sie auf Anfrage nicht kommentieren.

kuipers-schnee

Schiedsrichter Björn Kuipers zeigte Angel Di Maria die Rote Karte, nachdem dieser Fernandinho absichtlich auf den Knöchel getreten hatte.

„Der Schiedsrichter hat zu (Leandro) Paredes gesagt: 'Fuck off'“, schilderte PSG-Profi Ander Herrera beim französischen Sender RMC Sport. „Wir sprechen von Respekt, aber wenn man so etwas sagt, wird man drei oder vier Spiele gesperrt.“ Mitspieler Marco Verratti berichtete, dass Kuipers zweimal „Fuck you“ zu ihm gesagt habe. „Wenn ich das sage, bekomme ich zehn Spiele Sperre.“ Es sei richtig, dass er oft mit den Schiedsrichtern spreche, aber so etwas sage er niemals.

City-Schnee

Die frühe Führung für Manchester City durch Riyad Mahrez (l.) gegen Paris. Der Strafraum wurde rechtzeitig vom Schnee befreit.

Für Paris kam in Manchester erschwerend hinzu, dass Weltmeister Kylian Mbappé wegen seiner Wadenprobleme nicht mitwirken konnte. Er wurde durch Mauro Icardi ersetzt. Auch die beiden Deutschen Julian Draxler und Thilo Kehrer gehörten nicht der PSG-Startformation an. Von Neymar war kaum was zu sehen.

Guardiola Schnee

Manchesters Trainer Pep Guardiola brauchte eine Mütze im plötzlichen Hagelsturm.

Kurios war das Wetter in Manchester. Die Spieler mussten die Mützen und die Handschuhe auspacken. Kurz vor dem Duell war ein heftiger Hagelsturm über dem Etihad Stadion niedergegangen. Als die Spieler schon zur Königsklassen-Hymne in die Arena einliefen, waren Helfer immer noch damit beschäftigt, die Linien des Spielfeldes vom Schnee zu befreien. Richtig vorbereitet war auf dieses Wetter-Chaos offenbar kein Verantwortlicher. Die Teams spielten mit dem herkömmlichen weißen Ball auf dem schneebedeckten Rasen.

imago1002492041h

Helfer räumten den Schnee vom Spielfeld in Manchester.

Schiedsrichter Björn Kuipers (48) prüfte sogar noch einmal, ob der Ball richtig rollen kann. Pep Guardiola (50) nahm die Situation mit Humor: „Keine Sorge, die Sonne kommt noch raus in dieser Stadt“, sagte er lächelnd.

Nach Abpfiff war seine Laune noch besser. Nachdem er fünfmal im Halbfinale gescheitert war, greift er nun nach dem dritten Champions-League-Triumph. Die Premier-League-Meisterschaft ist auch so gut wie sicher, den Liga-Pokal hat City bereits. „Wir haben nicht viel zugelassen und deshalb sind wir im Finale. Am Samstag haben wir noch ein Spiel, das wir gewinnen müssen, um Meister zu werden. Dann konzentrieren wir uns auf das Champions-League-Finale“, sagte Mahrez. (msw)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.