Schock-Diagnose für Witsel Star schwer verletzt: BVB muss Sieg bei RB teuer bezahlen

C8267C4A-C7A1-4044-8B5F-8E0FF497ADE6

Axel Witsel vom BVB musste gegen RB Leipzig verletzt ausgewechselt werden. Er zog sich einen Achillessehnenriss zu.

Leipzig/Dortmund – Den 3:1-Sieg bei RB Leipzig hat Borussia Dortmund teuer erkauft. Denn der BVB muss nun mehrere Monate auf Axel Witsel (31) verzichten. Der Belgier zog sich im Verfolgerduell einen Achillessehnenriss zu und wird somit wohl auch die Europameisterschaft im Sommer verpassen.

Die Diagnose ergab die Untersuchung im Dortmunder Klinikum Westfalen. Der BVB teilte sie anschließend am Sonntag auf Twitter mit. „Die gesamte BVB-Familie drückt Axel die Daumen für eine möglichst rasche Genesung“, schrieben die Schwarz-Gelben.

Witsel hatte sich nach einer halben Stunde ohne gegnerische Einwirkung im Rasen vertreten – und sofort ans linke Sprunggelenk gefasst. Die auf den Platz geeilten Betreuer tasteten die linke Achillessehne ab und gaben dann das Zeichen zur Auswechslung.

Alles zum Thema Erling Haaland

BVB-Schock: Axel Witsel musste von Betreuern gestützt werden

Der belgische Nationalspieler humpelte daraufhin mit schmerzverzerrtem Gesicht und gestützt von den Betreuern vom Platz. „Es schaut nicht gut aus“, hatte Teamkollege Marco Reus (31) nach dem Schlusspfiff bereits das Schlimmste befürchtet.

So wird Trainer Edin Terzic (38) die Mannschaft in den kommenden Wochen im zentralen Mittelfeld umbauen müssen. Für Witsel wird wohl Emre Can (26) nun die Fäden im defensiven Mittelfeld ziehen.

Das klappte in Leipzig gut. Die Bullen verpassten durch das 1:3 den Sprung an die Tabellenspitz der Bundesliga.

Nachdem die Bayern in Mönchengladbach gestolpert waren, konnte der „Brause-Klub“ den Münchner Aussetzer nicht ausnutzen.

Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann ging im Topspiel gegen Borussia Dortmund verdient mit 1:3 unter und bleibt mit 31 Zählern zwei Punkte hinter dem Rekordmeister.

Erling Haaland hat die Antwort auf Nagelsmanns Arroganz-Anfall

Es war vor allem Erling Haaland, der die passende Antwort auf Nagelsmanns Arroganz-Anfall fand. Der RB-Trainer hatte vor dem Duell mit den Schwarz-Gelben noch großkotzig getönt. „Den Sieg plane ich ein“, und führte aus: „Weil wir mutig genug sind, weil wir gut drauf sind und eine tolle Statistik haben in der Liga, was die Defensive aber auch die Heimstärke angeht.“

Doch dabei hatte er die Rechnung ohne den BVB-Superstar gemacht, der nach vier Wochen Verletzungspause (Muskelfaserriss) und seinem Comeback gegen Wolfsburg am vergangenen Samstag endgültig wieder da ist. Der Norweger zerlegte die RB-Abwehr in der zweiten Halbzeit in alle Einzelteile.

„Wir wissen um Erlings Stärken in der Tiefe. Er kann die Bälle wunderbar annehmen und klatschen lassen. Er gibt uns viele Varianten, die für unser Spiel einfach wichtig sind“, schwärmte Teamkollege Marco Reus hinterher.

Julian Nagelsmann hatte RB Leipzig vor Erling Haaland gewarnt

Ausgerechnet Haaland, vor dem Nagelsmann vor der Partie noch ausdrücklich gewarnt hatte. „Haaland kann uns mit seinem Speed und guten Laufwegen hinter die Kette wehtun. Wir müssen bereits die Zuspiele auf Haaland stoppen, dürfen den Spielern, die ihn bedienen, nicht allzu viel Raum geben.”

AAA10AC6-548E-421D-836D-F7A2976609C8

Erling Haaland war der Matchwinner für den BVB beim Sieg gegen RB Leipzig.

Klappte so gar nicht! Haaland hatte bei allen drei BVB-Toren seine Füße im Spiel. Sanchos Führungstreffer leitete er mit einem Querpass auf Reus in die Mitte ein. Die Treffer zwei und drei besorgte er dann höchst selbst und zerstörte damit alle Leipziger Träume von der Tabellenführung.

Der erste Bundesliga-Treffer von RB-Neuzugang Alexander Sörloth zum 1:3-Anschluss war am Ende nicht mehr als eine kleine Randnotiz.

„Wir hatten neun Spiele wettbewerbsübergreifend nicht verloren. Natürlich ist es ärgerlich, im Heimspiel gegen einen direkten Konkurrenten mit drei Toren zu verlieren. Wir hätten gerne gewonnen und neun Punkte Abstand gehabt, jetzt sind es drei Punkte. Es ist eng und interessant. Wir haben nicht allzu viel verloren“, sagte Nagelsmann nach Schlusspfiff diplomatisch.

Frust bei RB, Freude beim BVB! „Die erste Halbzeit war nicht so schön von uns. Wir haben in der zweiten Halbzeit aber eine gute Reaktion gezeigt und verdient gewonnen. Der Sieg hat uns extrem gut getan, nachdem die letzten Wochen nicht einfach für uns waren“, sagte der eingewechselte Emre Can. (fne, jke)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.