„Keinen Erwachsenen-Fußball gespielt“ Hummels' Knallhart-Analyse der Favre-Ära

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Dem BVB fehlte unter Lucien Favre die nötige Reife, findet Mats Hummels. Das Bild zeigt den Innenverteidiger beim Spiel gegen Union Berlin im Dezember.

Dortmund – Seit knapp einem Monat ist Lucien Favre (63) nun nicht mehr Trainer von Borussia Dortmund. Dennoch teilt er sich mit Thomas Tuchel den besten Punkteschnitt, den je ein Dortmund-Trainer erreichte.

Mats Hummels: BVB unter Favre fehlte die Reife

Aus Sicht von Mats Hummels (32) hat Borussia Dortmund unter Ex-Trainer Favre aber vor allem die Reife gefehlt. „Wir haben zu oft keinen Erwachsenen-Fußball gespielt“, sagte der Weltmeister von 2014 im Gespräch mit der „Sport Bild“. Dies sei der Grund für die schwankenden Leistungen im Jahr 2020 gewesen, Favre wurde schließlich im Dezember durch den bisherigen Assistenz-Trainer Edin Terzic (38) ersetzt.

„Die Art, wie wir Fußball gespielt haben, musste zwangsläufig dazu führen, dass wir immer wieder Punkte liegen lassen“, sagte Hummels: „Wir haben dem Gegner zu leicht die Bälle, die Tore und die Punkte geschenkt. Das müssen wir abstellen. Es muss wieder harte Arbeit sein, den BVB zu schlagen – und kein Vergnügen.“

Mats Hummels: „Gut genug, um eine Meisterschaft zu gewinnen“

Terzic verzeichnet in bislang drei Bundesligaspielen als Chef zwei Siege und eine Niederlage, zudem überstand die Mannschaft die zweite Runde im DFB-Pokal gegen Zweitligist Eintracht Braunschweig glanzlos.

Mittelfristig ist Hummels mit Blick auf die Qualität der Mannschaft optimistisch. „Wir sind gut genug, um eine Meisterschaft in den kommenden Jahren zu gewinnen“, sagte er: „Nur müssen wir selber die Bereitschaft dafür mitbringen. Schenken wird uns die Schale keiner.“

Der Vertrag des Innenverteidigers läuft noch bis Sommer 2023. Hummels beschäftigt sich mit dem Gedanken, seine Karriere dann zu beenden. „Dann muss ich sehen, wie mein Gesundheitszustand im Sommer 2023 ist: Es ist alles vorstellbar, auch, dass ich aufhöre. Beispielsweise wenn der Kopf ‚Nein‘ sagt“, erklärte Hummels. (eha/dpa/sid)

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