Einer liegt erst mal flach Erste Liga-Neulinge da – Kolasinac-Kumpel nicht zu Schalke

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Neuer Hoffnungsträger: Sead Kolasinac ist am Dienstag beim FC Schalke 04 vorgestellt worden.

Köln – Seit dem 2. Januar 2021 ist das Winter-Transferfenster geöffnet. Drei Tage später stellten die ersten Bundesligisten ihre Neulinge vor. Den Anfang machten RB Leipzig mit Dominik Szoboszlai (20) und der FC Schalke 04, der mit Sead Kolašinac (27) einen alten Bekannten zurückholte. Beim 1. FSV Mainz 05 soll Bo Svensson (41) den Klassenerhalt sichern.

Sead Kolašinac kehrt zum FC Schalke 04 zurück

Rückkehrer Sead Kolašinac hat beim FC Schalke 04 am Dienstag sein erstes Training mit der Mannschaft absolviert. Der Linksverteidiger, der in der vergangenen Woche für ein halbes Jahr vom FC Arsenal ausgeliehen wurde, soll im Team des Liga-Schlusslichts für einen Stimmungsumschwung sorgen und schon am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei der Heim-Premiere des neuen Trainers Christian Gross (66) gegen 1899 Hoffenheim sein Debüt feiern.

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„Ich freue mich riesig, wieder auf Schalke zu sein. Ich kann es kaum erwarten, mit den Jungs wieder auf dem Platz zu stehen. Ich möchte der Mannschaft helfen und Verantwortung übernehmen“, sagte Kolašinac am Dienstag. Trotz der prekären sportlichen Lage des Revierklubs mit nur vier Punkten aus 14 Spielen sieht er gute Chancen auf den Klassenverbleib: „Ich glaube daran. Die Mannschaft hat die Qualität von den Spielern her.“

Sein „familiäres“ Verhältnis zu Schalke sei ein Grund für seinen Wechsel gewesen: „Ich wurde hier ausgebildet und habe den Sprung in die Profimannschaft geschafft. Das habe ich alles diesem Verein zu verdanken. So etwas vergesse ich nicht. Dieser Verein ist mir ans Herz gewachsen.“

Sead Kolasinac sprach mit Özil über Schalke

Wie unerschrocken der Verteidiger ist, zeigte ein Vorfall im Sommer 2019. Bei einem Raubüberfall auf ihn, Teamkollege Mesut Özil und dessen Frau schlug Kolasinac die mit einem Messer bewaffneten Täter in die Flucht. Schon vorher hatte Özil in einem Interview auf die Frage, wen er im Falle eines Kampfes auf seiner Seite haben wolle, geantwortet: „Ich würde Boss Seo nehmen.“

Mit Özil hat Kolasinac auch über Schalke gesprochen, aber der bei Arsenal aussortierte Rio-Weltmeister wird seinem Kumpel nicht nach Gelsenkirchen folgen. „Darüber haben wir nicht gequatscht“, verriet Kolasinac.

20 Millionen-Mann Dominik Szolobai fehlt Leipzig in den nächsten Wochen

Neuzugang Szoboszlai muss bis auf Weiteres auf seinen ersten Einsatz für RB Leipzig warten. Der Offensivspieler laboriert an Adduktorenproblemen und kann erst im Februar ins Mannschaftstraining einsteigen. Nicht nur der Einsatz im Top-Spiel der Bundesliga gegen Borussia Dortmund am Samstag (18.30 Uhr/Sky) ist damit ausgeschlossen.

„Ich will so schnell wie möglich gesund werden und dann im Training 110 Prozent geben“, sagte Szoboszlai am Dienstag. Der hoch veranlagte ungarische Nationalspieler ist Leipzigs erster Winter-Neuzugang, RB überwies etwa 20 Millionen Euro Ablöse an den Schwesterklub Red Bull Salzburg.

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Dominik Szoboszlai wurde am Dienstag in Leipzig vorgestellt.

Szoboszlai hatte mit starken Leistungen das Interesse namhafter europäischer Klubs geweckt. Den Wechsel nach Leipzig bezeichnete er dennoch als „beste Entscheidung für meine Zukunft. Salzburg und Leipzig spielen einen vergleichbaren Fußball“, sagte er: „Da brauche ich nicht lange, um in den Leipziger Spielstil reinzukommen.“

Die Vergleiche in seiner Heimat mit Fußball-Ikone Ferenc Puskas stören Szoboszlai nicht: „Ich will kein Ferenc Puskas sein, ich will Dominik Szoboszlai sein. Er war für mich als Kind ein Vorbild, ich will für jetzige Kinder in Ungarn ein Vorbild sein.“

Bo Svensson erhält bei Mainz einen Vertrag bis 2024

Ex-Profi Bo Svensson soll den abstiegsbedrohten FSV Mainz 05 langfristig in eine neue Ära führen. „Wir wollen mit Bo ein neues Projekt bei Mainz 05 starten“, sagte Sportvorstand Christian Heidel bei der Vorstellung des neuen Trainers. Deshalb habe der Verein Svensson auch mit einem Vertrag über dreieinhalb Jahre bis zum Sommer 2024 ausgestattet.

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Bo Svensson wurde heute bei Mainz 05 vorgestellt. Der Däne erhält einen Vertrag bis 2024.

Der Däne bringt vom österreichischen Zweitligisten FC Liefering seinen bisherigen Co-Trainer Babak Keyhanfar mit, der bisherige Assistenzcoach Michael Falkenmayer gehört nicht mehr dem Trainerstab an.

Heidel-Schmidt

Die neuen Chefs bei Mainz 05: Sportdirektor Martin Schmidt, Cheftrainer Bo Svensson und Sportvorstand Christian Heidel.

„Es ist eine besondere Entscheidung für mich, nochmal zurück nach Mainz zu gehen“, sagte Svensson, der von 2007 bis 2014 beim FSV gespielt hatte: „Mainz hat eine besondere Bedeutung für mein Herz. Das hat eine große Rolle gespielt bei meiner Entscheidung, aber nicht nur das.“ Denn er erkenne im Verein großes Potenzial. Kurzfristig gehe es darum „in der Liga zu bleiben“, erklärte der 41-Jährige, „aber es geht auch darum zu planen, wie wir das langfristig besser gestalten können“.

Heidel ist sich sicher, dass Svensson in die neue sportliche Führungsriege mit ihm und Sportdirektor Martin Schmidt bestens hineinpasst. „Es war mir sehr wichtig, dass ich eine Mannschaft zusammenbekomme, wo ich das Gefühl habe, dass passt hier in Mainz“, sagte der 57-Jährige: „Wir müssen Bo Mainz 05 nicht erklären. Er ist ein Stück Mainz 05. Wir haben ihn aber nicht geholt, weil er ein Stück Mainz 05 ist, sondern über allem steht die Qualität. Ich habe in seiner Spielerzeit schon gemerkt, dass er ein guter Trainer wird.“ (eha/sid/dpa)

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