Abstand diesmal eingehalten? Hertha schießt Union aus dem leeren Olympiastadion

Ibisevic_Lukebakio

Vedad Ibisevic (r.) bejubelt mit Dodi Lukebakio das 1:0 gegen Union Berlin – mit dem nötigen Abstand.

Berlin – Eigentlich wäre die Stimmung am Freitagabend fast nicht zu toppen gewesen. Hertha BSC empfing Union Berlin zum Stadtderby. Für die Elf von Bruno Labbadia (54) setzte es im Hinspiel eine schmerzhafte 0:1-Niederlage (damals noch unter Ante Covic). Doch aufgrund der Corona-Pandemie blieb es ruhig im Olympiastadion.

Hertha BSC schockt Union Berlin mit Doppelschlag

Und das merkte man in Halbzeit eins deutlich. Union stand hinten gut, nach vorne ging aber nichts. Die Hertha versuchte es, doch so wirklich viel gelingen sollte in der Offensive nicht. Folgerichtig ging es ohne Tore in die Pause.

Und die nutzte die Hertha offensichtlich. Denn kurz nach der Pause stand es schon 2:0 für die Hausherren. Innerhalb von rund 70 Sekunden erzielten Vedad Ibisevic (51.) das 1:0 und Dodi Lukebakio (52.) das 2:0.

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Und beim Jubeln hielten sich die Herha-Profis diesmal an den Abstand. Korrekt wurde mit den Unterarmen abgeschlagen. Auch nach dem 3:0 durch Matheus Cunha (61.) und dem 4:0 von Dedryck Boyata (77.) blieben sich die Spieler weitestgehend fern.

Labbadia feierte nach dem 3:0-Sieg in Hoffenheim letzte Woche, seinen zweiten klaren Sieg mit seinem neuen Klub. Dementsprechend erleichtert war er auch nach dem Spiel: „Das waren drei wichtige Punkte gegen den Abstieg. Wir sind momentan nur froh. Die Mannschaft hat es klasse umgesetzt. Ich will dieses Gefühl nach dem Spiel haben. Das kriege ich nur, wenn ich gewinne. Dafür muss ich etwas tun, dafür muss die Mannschaft etwas tun. Das ist ein geiles Gefühl. Ein Derby hat einen wahnsinnigen Reiz. Schade, dass unsere Fans nicht dabei waren. Es wäre gigantisch gewesen, wenn wir so ein Spiel vor 75.000 Zuschauern abgeliefert hätten.“ (tsc)

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