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Knappe Kassen wegen Corona Die Transfer-Baustellen der Bundesligisten

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Werder Bremens Milot Rashica steht bei RB Leizpig auf dem Einkaufszettel.

Köln – Das wird ein langer und vor allem zäher Transfersommer! Bis zum 5. Oktober haben die Bundesliga-Manager Zeit, ihre Deals einzutüten – so lange wie noch nie zuvor. Corona hat vielen Klubs einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht.

Während Bayern 50 Millionen für Leroy Sané (24)  ausgeben kann und sich die Investor-Klubs ins Fäustchen lachen, herrscht beim Großteil der Klubs akuter Sparzwang.

EXPRESS zeigt die Transferpläne der 18 Bundesligisten. 

Bayern München

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Der Königstransfer ist mit Leroy Sané schon getätigt. Viel hängt jetzt davon ab, wer den Verein noch verlässt. Neben Javier Martinez könnte auch noch Thiago (nach Liverpool) gehen.

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Leroy Sané trainiert bereits an der Säbener Straße.

Ein Fragezeichen steht ebenso hinter David Alaba. Die Bayern würden ihr Eigengewächs gerne halten, beim Österreicher wächst aber der Wunsch nach einer Veränderung. Sollte er wechseln, müssten sich die Verantwortlichen um einen gleichwertigen Ersatz kümmern.

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RB Leipzig

Das Transferziel Nummer eins heißt Milot Rashica. Die Leipziger Verantwortlichen hoffen, den Kosovaren von Werder  deutlich unter Marktwert zu bekommen. Das eingesparte Geld würde man gerne in Patrik Schick investieren, der bisher nur vom AS Rom ausgeliehen ist. Der Tscheche soll nach dem Abgang von Timo Werner (Chelsea) die neue Nummer eins im Sturm werden. Linksverteidiger Angelino, der noch Manchester City gehört, soll ebenfalls gehalten werden. Wenn dann noch Geld da ist, wünscht sich Trainer Julian Nagelsmann noch einen Defensivallrounder.

Borussia Dortmund

Mit Jude Bellingham (kommt für 25 Millionen aus Birmingham) haben die BVB-Verantwortlichen ihren Wunsch-Transfer des Sommers bereits getätigt.

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Jude Bellingham präsentiert an der Seite von Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc sein neues Trikot mit der Nummer 22. 

Ein Fragezeichen steht noch hinter der Zukunft von Jadon Sancho. Wenn es den Shootingstar zurück in seine englische Heimat zieht, bräuchte Dortmund einen neuen Hochkaräter für die Außenbahn. Der schmerzhafte Abgang von Achraf Hakimi zu Inter Mailand wurde bereits mit Thomas Meunier von PSG kompensiert.

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Werder Bremen

Nachdem bei Leo Bittencourt (7 Millionen) und Ömer Toprak (3,5 Millionen) die Kaufpflichten griffen, ist die Werder-Kasse leer. Weitere Einkäufe sind nur möglich, wenn Spieler zu Geld gemacht werden können. Die benötigten Millionen könnte ein Transfer von Milot Rashica einbringen. Dabei suchen die Bremer einen kreativen Mittelfeldspieler, einen schnellen Außen und zwei Leute für das defensive Mittelfeld. Ganz oben auf der Liste steht Nürnbergs Abräumer Patrick Erras.

FC Schalke 04

Eine neue Nummer eins ist mit Alexander Schwolow aus Freiburg schon im Anflug. Ganz oben auf der Agenda steht jetzt ein Neuner, der endlich Stürmer-Tore garantiert. Dazu besteht Bedarf auf beiden Außenverteidiger-Positionen.

Ein drohender Abgang von Topmann Weston McKennie (hat Angebote vom FC Liverpool und Hertha BSC) würde zudem ein enormes Loch in der Zentrale reißen. Immerhin würde der Transfer – Schalke hofft auf bis zu 25 Millionen Euro – dringend benötigtes Geld in die leere Kasse spülen.

Eintracht Frankfurt

Sechs Leihspieler kehren zur Eintracht zurück. Vor allem vom brasilianischen Abwehr-Juwel Tuta versprechen sich die Verantwortlichen viel. Die Hessen sehen akuten Handlungsbedarf auf Rechtsaußen, da wird ein Pendant zu Filip Kostic gesucht. Der Serbe weckt europaweit Begehrlichkeiten. Ein Abgang wäre schmerzhaft, würde aber bis zu 30 Millionen Euro einbringen. Geld, das die Eintracht in einen neuen Linksaußen, einen Kreativspieler und einen Linksverteidiger stecken könnte.

1. FC Köln

Horst Heldt will beim FC „neue Reize setzen“. Der Sportboss wird alles versuchen, um Mark Uth zu halten. Sollte sich Schalke quer stellen, muss der Sportchef einen anderen Zehner aus dem Hut zaubern. Dazu wird eine neue Nummer zwei und ein Backup für Kingsley Ehizibue für rechts hinten gesucht. Sollten am Ende eines langen Transferfensters noch Ressourcen übrig sein, könnte noch ein neuer Rechtsaußen kommen. Doch zunächst muss der FC seinen XXL-Kader drastisch reduzieren, bevor an Neuzugänge zu denken ist.

1. FC Union Berlin

Union bereitet sich  auf das schwere zweite Jahr in der Bundesliga vor. Dabei haben die Eisernen mit Max Kruse offenbar einen dicken Fisch an der Angel. Der Ex-Nationalspieler würde sofort zum unumstrittenen Leader der Berliner werden. Neben Sebastian Griesbeck (kommt aus Heidenheim) soll noch ein zweiter Sechser und ein Innenverteidiger kommen. Ein Kandidat ist Robin Knoche aus Wolfsburg. Die wichtigste Baustelle ist aber zwischen den Pfosten. Dort wird nach dem Abgang von Rafal Gikiewicz eine neue Nummer eins gesucht.

Bor. Mönchengladbach

„Wir wollen uns punktuell mit zwei Spielern verstärken“, kündigte Fohlen-Manager Max Eberl an. Nach den Abgängen der Allrounder Fabian Johnson, Tobias Strobl und Offensivkünstler Raffael sind die Borussen unter anderem auf der Suche nach einem Zehner. Ein Kandidat ist Hannes Wolf (Leipzig), bei dem ein Leihgeschäft im Gespräch ist. Er könnte Kapitän Lars Stindl entlasten und auch auf die Außenbahnen ausweichen. Gent-Rakete Jonathan David wird wohl nicht kommen, der schnelle Außen hat sich offenbar für Lille entschieden.

Hertha BSC

Dank der Millionen von Investor Lars Windhorst ist der Hauptstadt-Klub zum „Big Player“ aufgestiegen. Während andere zum Sparen gezwungen sind, kann Bruno Labbadia munter auf Shoppingtour gehen. Selbst große Namen wie Luka Jovic (Real Madrid) sind in der Verlosung.

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Hertha BSC zeigt Interesse an Real Madrids Luka Jovic.

Auf der langen Wunschliste stehen zwei neue Außenverteidiger, eine neue Nummer eins (Frankfurts Kevin Trapp ist ein Thema), ein Partner für Neuzugang Lucas Tousart (kommt für 24 Millionen Euro aus Lyon) in der Zentrale und ein hochkarätiger Stürmer.

VfB Stuttgart

Der Aufsteiger hat mit Innenverteidiger Konstantinos Mavropanos (FC Arsenal) bereits die erste Lücke geschlossen. Ihm zur Seite soll künftig Waldemar Anton stehen, der aus Hannover losgeeist werden soll. Ansonsten versuchen die Schwaben noch Torwart Gregor Kobel (war bisher aus Hoffenheim ausgeliehen) fest zu verpflichten.

FC Augsburg

Die Fuggerstädter haben einen Blähkader mit knapp 40 Spielern. Dieser muss zunächst mal ausgedünnt werden, bevor an weitere Neuzugänge zu denken ist. Mit Daniel Caliguri (aus Schalke) und Tobias Strobl (aus Mönchengladbach) wurden schon zwei Spieler mit Qualität und Erfahrung geholt. Rafael Gikiewicz (kommt von Union) soll endlich die Baustelle zwischen den Pfosten schließen.

FSV Mainz 05

Der Klub von Ex-FC-Trainer Achim Beierlorzer plant keinen größeren Umbruch in der neuen Saison. Sollten begehrte Spieler wie Pierre Kunde und Jean-Philippe Mateta gehalten werden können, sehen die Verantwortlichen keinen Bedarf in Sachen Neuzugängen. Als externer Neuzugang steht aktuell nur ein Konkurrent für Aaron Martin auf der Linksverteidigerposition auf dem Wunschzettel. Ansonsten gilt wie bei vielen anderen Bundesliga-Klubs auch: Der Kader ist zu groß und muss verkleinert werden.

SC Freiburg

Benjamin Uphoff (Karlsruhe) soll den drohenden Abgang von Stammkeeper Schwolow kompensieren. Er soll sich mit Mark Flekken ein Duell um die Nummer eins liefern. Akuter Handlungsbedarf besteht darüber hinaus nur, wenn Leistungsträger den Verein verlassen sollten. Dabei droht den Breisgauern vor allem der Verlust von Robin Koch und Luca Waldschmidt. Das Duo wird bei zahlreichen – auch internationalen – Vereinen gehandelt.

VfL Wolfsburg

Das Geld sitzt nicht so locker wie bei der Hertha, doch dank der VW-Millionen kann Wolfsburg auch in diesem schwierigen Transfersommer zuschlagen. Ex-FC-Manager Jörg Schmadtke buhlt um Hannovers Toptalent Linton Maina. Neben dem schnellen Außen sollen noch ein neuer Innenverteidiger und ein Stürmer kommen. Dabei hegt der VfL Interesse an Kölns Stürmer Jhon Cordoba, der den Verantwortlichen aber noch zu teuer ist. Akuter könnte die Personalie werden, sollte Star-Stürmer Wout Weghorst nach einer neuen Herausforderung in England suchen.

TSG Hoffenheim

Bevor Hoffenheim neue Spieler holen kann, muss erst mal die Trainerfrage geklärt werden. Ein Kandidat ist Ex-Mainz-Trainer Sandro Schwarz. Auf dem Rasen bastelt die TSG an einer Bundesliga-Rückkehr von Ricardo Rodriguez. Der Schweizer, der einst beim VfL Wolfsburg überzeugte, steht beim AC Mailand auf der Abschussliste und wäre für drei Millionen Euro ein echter Schnapper. Dazu soll ein Mann für die linke Bahn kommen.

Bayer Leverkusen

Die Bayer-Verantwortlichen haben ein Auge auf Leipzigs  Schick geworfen. Der Tscheche könnte Lucas Alario ersetzen, der wechseln will.

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Bei RB Leipzig soll Patrik Schick Timo Werner ersetzen. Aber auch Bayer Leverkusen hat Interesse.

Das Hauptaugenmerk liegt aber auf der Rechtsverteidigerposition. Mitchell Weiser konnte dort auch im zweiten Jahr die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Ansonsten soll der Kader eher verkleinert werden, in der Innenverteidigung herrscht mit sechs Spielern ein Überangebot.

Arminia Bielefeld

Der Aufsteiger kämpft nach eigenen Angaben als „Schlauchboot gegen 17 Motorboote“. Weil die Arminia finanziell nicht im Konzert der Großen mitspielen kann, sucht Sportchef Samir Arabi nach Alternativen zum Nulltarif.  Dabei hat er mit Nathan de Medina (Mouscron), Jacob Laursen (Odense), Christian Gebauer (Altach) und Noel Niemann (1860 München) bereits viermal zugeschlagen. Es fehlt nur noch ein Mann für die Zentrale.

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