„Interessant für die Top-Vereine“ Muss Gladbach-Manager schon um Rose zittern?

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Marco Rose hat gleich in seinem ersten Jahr als Gladbach-Trainer den VfL Borussia 1900 bis in die Champions League gecoacht.

Mönchengladbach – Hinter Borussia Mönchengladbach liegt die beste Bundesliga-Saison seit 36 Jahren. 20 Siege wurden eingefahren, 1983/1984 waren es sogar 21. Mit 65 Punkten stellte der Klub eine neueste Bestmarke für einen Viertplatzierten auf.

Lohn: Nach vier Jahren Wartezeit hat sich der VfL zum dritten Mal den Traum von der Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League erfüllt. Plus einer erhofften Einnahme von rund 25 Millionen Euro.

Erfolg in aller Ruhe einmal genießen

Die Freude über das jüngst Erreichte – sie ist Fohlen-Manager Max Eberl bis dato noch nicht abhandengekommen. Der 46-Jährige sagt in einem Interview mit dem „Kicker“: „Eine Schwäche von mir war in der Vergangenheit, dass ich Erfolge und außergewöhnliche Momente zu wenig genießen konnte. Dieses Mal versuche ich, mir dieses Gefühl länger zu bewahren.“

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Eberl betont zudem, wie bemerkenswert es sei, dass der neue Ansatz des neuen Trainers Marco Rose (43) auf Anhieb so gut funktioniert habe. „Wir haben keine Revolution in unserem Spiel, sondern eine Evolution. Das Außergewöhnliche ist, wie schnell und wie stabil dieser Evolutionsprozess unter Marco Rose vonstattenging, wie markant der neue Ansatz auch auf dem Platz zu sehen war.“

Borussia Mönchengladbach: Max Eberl lobt Marco Rose

Einmal in Fahrt gekommen, adelt Eberl seinen wichtigsten sportlichen Angestellten in vollen Zügen: „Marco Rose ist die Schlüsselfigur, ein Glücksfall für die Borussia. Wir sind sehr froh, dass wir ihn vor einem Jahr von unserem Klub überzeugen konnten.“

Zur Erinnerung: Eberls Konkurrenten im Transfer-Poker um den ehemaligen Coach von RB Salzburg (Österreich) sollen unter anderem der VfL Wolfsburg und Schalke 04 gewesen sein. Für eine Ablöse von rund drei Millionen Euro plus entsprechendem Gehalt soll Borussia den Zuschlag am Ende bekommen haben.

Eberl sagt weiter: „Er passt zu hundert Prozent zu uns. Als Trainer und als Mensch.“ Mit seiner Arbeit, die auf Anhieb mit dem Königsklassen-Ticket fruchtete, dürfte Rose sich bereits auf die „Könnte mal einer für eins sein“-Liste der Klubs gecoacht haben, die aktuell noch eine Nummer größer sind als der VfL Borussia.

Max Eberl bleibt gelassen

Das Gerücht, dass die Entscheider in Dortmund sich im stillen Kämmerlein schon mal über den Namen Marco Rose unterhalten haben sollen, geht zumindest bereits in manchen Insider-Kreisen um. Eberl sagt zum Thema Begehrlichkeiten anderer Klubs: „Wir kennen solche Situationen aus den vergangenen zehn Jahren. Da mache ich mir jetzt keine Gedanken und freue mich auf die neue Saison.“

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Er ergänzt: „Marco Rose ist ein Top-Trainer. Das macht ihn natürlich auch für andere Vereine interessant – und ich meine damit die Top-Vereine. Leider, wenn man es aus unserer Sicht betrachtet, aber ich muss auch kein Versteckspiel betreiben. Ich kann mit solchen Begehrlichkeiten sehr gut umgehen, wünsche mir aber, dass Marco lange bei uns in Gladbach ist.“

Marco Roses Kontrakt läuft noch zwei Jahre

Roses Vertrag bei den Fohlen ist auf jeden Fall noch bis 2022 datiert. Dass Eberl den gebürtigen Leipziger und Ex-Bundesliga-Profi in 2019 aus Salzburg loseisen konnte, soll durch eine Ausstiegsklausel in Roses Arbeitspapier bei RB begünstigt worden sein. Mit Rose wechselten seinerzeit auch die Co-Trainer Rene Maric (27), Alexander Zickler (46) und Patrick Eibenberger (33) aus Salzburg zur Borussia.

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