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Makridis, Noß und Co.: Borussia-Coach belohnt die Jugend – und erwartet noch mehr

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Charalambos Makridis saß erstmals für Borussia Mönchengladbachs Profis auf der Bank.

Foto:

Dirk Päffgen

Mönchengladbach -

Noch etwas schüchtern nahm er auf der Bank Platz. Für Charalambos Makridis (23) war es eine Premiere: Erstmals stand er in Borussias Bundesliga-Kader. Die Belohnung für elf Tore in elf Regionalligaspielen für Gladbachs U23.

Charalambos Makridis knipst in der vierten Liga

„Er hat auf sich aufmerksam gemacht. In einer Phase, in der wir das eine oder andere Problemchen haben, ist es auch wichtig, das zu belohnen“, sagt Trainer Marco Rose (43) auf GladbachLIVE-Nachfrage. „Wir wollen den jungen Spielern zeigen, dass der Weg vorgezeichnet ist. Sie müssen ihn nur gehen. Wenn einer elf Tore macht und gut performt, bekommt er die Möglichkeit. Er hat in der Vorbereitung schon ein Spiel bei uns gemacht und mir gut gefallen.“

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Makridis ist ein dribbelstarker und schneller Angreifer, kommt gerne über den Flügel. Seit fast drei Jahren spielt er für Borussias Zweitvertretung. Der Vertrag des Deutsch-Griechen (kam vom SC Verl) lief aus, Gladbach verlängerte, obwohl der Knoten bei Makridis noch nicht so richtig geplatzt war. Dieses Vertrauen hat sich nun ausgezahlt.

Conor Noß stand sogar im Europa-League-Kader

„Er ist ein außergewöhnlicher Spieler, der den Unterschied ausmachen kann“, sagte Borussias Nachwuchs-Boss Roland Virkus (52) bereits bei Makridis‘ Verpflichtung. Nun zeigt er es endlich, in allen fünf Regionalligen hat nur ein Spieler häufiger getroffen in dieser Saison. Auch dank der Makridis-Tore ist Borussias U23 in die Spitzengruppe vorgestoßen, am Samstag geht es zu den Sportfreunden Lotte (14 Uhr/sporttotal.tv).

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Conor Noß ist irischer U19-Nationalspieler.

Foto:

Dirk Päffgen

Conor Noß (19), der gegen Augsburg neben Makridis auf der Bank saß, wird dann fehlen: Er ist mit der irischen U19-Nationalmannschaft unterwegs. Egal ob Noß, Makridis, der junge Portugiese Famana Quizera (17), der Australier Jacob Italiano (18) oder Rechtsverteidiger Kaan Kurt (17) – sie alle durften schon reinschnuppern bei Rose.

Marco Rose gewann die UEFA Youth League

Gladbachs Coach kommt aus dem Jugendbereich, führte Red Bull Salzburg gemeinsam mit René Maric vor zwei Jahren sensationell zum Titel in der UEFA Youth League. Über den „Fohlenstall“ sagt Rose: „Es gibt eine tolle Akademie, die Bedingungen sind super. Deshalb erwarten wir auch, dass für uns etwas dabei rauskommt. Wir haben gute Trainer und talentierte Spieler. Trotzdem ist es kein einfacher Weg. Die Jungs bekommen nichts geschenkt.“

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Richtig Fuß gefasst in der Bundesliga hat länger kein Eigengewächs mehr. Jordan Beyer (19) machte vergangene Saison als Bubi auf sich aufmerksam, kämpft nun um weitere Einsatzchancen. „Talent haben die Jungs alle“, sagt Rose. „Jetzt müssen sie hart arbeiten, sich durchsetzen und lernen, mit Widerständen umzugehen.“ 

Große Hoffnungen setzt Borussia in die aktuelle U19. Die Jahrgänge 2001 und 2002 stehen in der Junioren-Bundesliga auf Platz drei, mit Tuchfühlung zur Spitze. Auf einen Erfolg im Jugendbereich, zum Beispiel durch das Erreichen des Halbfinales um die deutsche Meisterschaft, wartet der „Fohlenstall“ schon lange.