Kommentar zum Saisonabschluss Auf diese Borussia muss mancher Klub neidisch sein

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Borussia Mönchengladbach hat sich durch den 2:1-Sieg gegen Hertha BSC Berlin erneut für Europa qualifiziert.

Mönchengladbach – Zum dritten Mal ist Borussia Mönchengladbach in der Champions League dabei, zum sechsten Mal in neun Jahren spielt sie international. Was anderthalb Jahrzehnte lang utopisch erschien, mag noch nicht selbstverständlich sein. Aber die Erfolge am Niederrhein stellen sich seit der Relegation 2011 mit solch einer beeindruckenden Konstanz ein, dass der Verein den Eindruck erweckt: Das absolute Limit ist noch nicht erreicht. Der EXPRESS-Kommentar zum Fohlen-Ritt in die Champions League.

Die Frage, wie sehr Borussia diese Party verdient hatte, lässt sich mit einer Gegenfrage beantworten: Wie wenig hätten Verein und Mannschaft es verdient gehabt, nach dieser Saison (zehn Punkte mehr als im Vorjahr) erneut mit Platz fünf und der Europa League in die Sommerpause zu gehen?

Trotz einiger Rückschläge und Widerstände (frühes Aus in beiden Pokal-Wettbewerben, Schiedsrichter-Pech, Topstar-Verletzungen, Corona-Krise) war es ein beeindruckend konstantes erstes Jahr unter Trainer Marco Rose (43). Und vielleicht muss die Aussage sogar gesteigert werden, vielleicht war es sogar ein sagenhaft konstantes Jahr.

Borussia Mönchengladbach liefert im Endspurt

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Dreimal schaffte Borussia wettbewerbsübergreifend drei Siege in Folge, aber nie vier. Gleichzeitig blieb sie maximal zwei Spiele nacheinander sieglos. Um ein Haar wäre dies im Endspurt jedoch zweimal binnen zu kurzer Zeit passiert, als die Fohlen von fünf Partien mal nur eine gewannen.

„Nun geht es nicht nur um den Geldregen aus den Töpfen der Königsklasse, sondern um das Signal: Borussia kann auch liefern, wenn es drauf ankommt“, schrieb GladbachLIVE nach der bitteren Niederlage beim FC Bayern. Es war ein Punkt, an dem sich die Fohlen vielfach schon abgeschrieben fühlten.

Gladbach schüttelt starkes Leverkusen ab

Und was soll man sagen: Borussia hat geliefert! Obwohl im Endspurt die beiden Topscorer fehlten und in Denis Zakaria (23) schon seit März der Most Valuable Player (MVP), löste Gladbach souverän seine Aufgaben gegen Wolfsburg, Paderborn und Hertha, ging jeweils schon in den ersten zehn Minuten in Führung. Klar ist jetzt: Eine weitere Niederlage hätte sich das Rose-Team nicht erlauben dürfen. Bayer 04 Leverkusen war stark, aber eben nicht so konstant wie Borussia.

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Die beendet die Saison auf der Position, die sie am zweithäufigsten belegt hat: Platz vier. Am häufigsten jedoch war Borussia Erster, stand überhaupt an 25 von 34 Spieltagen auf einem Champions-League-Platz. Auch wenn der Trainer beteuerte, „keine plakativen Ziele“ für nächste Saison herausgeben zu wollen, und Manager Max Eberl (46) die Bedeutung der Champions League mit einem Meistertitel gleichsetzte: Diese Mannschaft hat 2019/20 nicht den Eindruck erweckt, als sei ihr Potenzial völlig ausgereizt.

Borussia Mönchengladbach ist auch finanziell erfolgreich

Die Corona-Krise ist eine Herausforderung, wie sie die Fußballwelt noch nicht gesehen hat. Doch die Finanzzahlen, die die Deutsche Fußball-Liga (DFL) jüngst veröffentlichte, haben gezeigt: Borussia ist nicht nur sportlich erfolgreich, sondern auf einer wirtschaftlich kerngesunden Basis. Das macht sie zu einem, wenn nicht sogar zu dem Vorzeigeverein der Liga neben dem FC Bayern.

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