Nach fast 700 Spielen Sechs Borussen droht ein Abschied ohne Applaus

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Oscar Wendt, Raffael und Tobias Strobl (v.l.n.r.) könnten nach mehreren Jahren Borussia Mönchengladbach im Sommer verlassen.

Mönchengladbach – Bunte Blumensträuße, große Foto-Collagen, laute Fangesänge, Tränen der Rührung, nette Worte des Präsidiums – unter diesen Umständen haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Verabschiedungen von Spielern im Borussia-Park stattgefunden. Doch in diesem Sommer könnte für fünf VfL-Profis das Prozedere ein ganz anderes sein.

Max Eberl: Keine Verlängerungen aus Dankbarkeit

Statt einer Ehrenrunde vor Zehntausenden Fans könnten Oscar Wendt (34), Raffael (35), Fabian Johnson (32), Tobias Strobl (29), Max Grün (33) und Torben Müsel (20) wohl nie wieder die treuen Fohlen-Anhänger vom Rasen aus erleben – sofern ihre jeweils auslaufenden Verträge nicht verlängert werden. Die Corona-Krise lässt in dieser Bundesliga-Saison, wenn überhaupt, nur noch Geisterspiele zu.

688 Spiele haben die sechs zusammen für die Fohlenelf bislang absolviert. Hinter den Kulissen bastelt Manager Max Eberl (46) schon seit Monaten am Kader für die neue Saison. Er hatte bereits betont: Aus reiner Dankbarkeit werde es keine Verlängerungen geben. Unabhängig davon könnte die aktuelle Situation die ursprünglichen Planungen noch mal verändert haben. Nicht für alle muss das Kapitel Borussia Mönchengladbach in diesem Sommer vorbei sein.

Johnson vor Abschied, Raffael hofft weiter

Alter, Gehalt, Perspektive – all diese Punkte spielen eine Rolle, wenn es um Vertragsverlängerungen geht. Bei Linksverteidiger Wendt ist eine Verlängerung um ein weiteres Jahr realistisch. Schwieriger wird es wohl bei Fan-Liebling Raffael, der unter Chefcoach Marco Rose (43) nicht einmal in der Startelf stand.

Bei Grün können sich nach unseren Informationen beide Seiten vorstellen, den Vertrag wie bei Wendt um ein weiteres Jahr zu verlängern. Johnsons Zeit bei Borussia läuft dagegen ab. Und Defensiv-Allrounder Strobl wurde schon mehrfach mit dem Hamburger SV in Verbindung gebracht.

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Youngster Müsel konnte sich in seinen bisherigen zwei Jahren nicht nachhaltig empfehlen, wartet immer noch auf seinen ersten Einsatz bei den Profis. In dieser Saison fiel er nach einer Knie-OP lange aus, brachte es gerade mal auf 25 Regionalliga-Minuten.

Fakt ist: Wer sich von den sechs Borussen im Sommer verabschiedet, wird das vor einer traurigen Kulisse tun müssen.

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