Restart-Gala in Frankfurt Auftakt-Dreier bringt Blitzstart-Borussia Rang drei

Neuer Inhalt

Marcus Thuram und Borussia Mönchengladbach hatten bei Eintracht Frankfurt alles im Griff.

Frankfurt – Was für eine Restart-Gala der Borussia! Gladbach kann Geisterspiele. Furiose Fohlen rupfen wie berauscht den Eintracht-Adler 3:1 und stürmen so am Samstagabend im Geister-Liga-Topspiel auf Platz drei in der Tabelle.

Die Borussen legten vor leeren Rängen gleich los wie die Feuerwehr, so, als hätte sie die 66 Tage Coronavirus-Zwangspause seit dem Geister-Derby-Dreier gegen Köln (2:1) nicht aus dem Rhythmus gebracht. „Das war schon ganz ordentlich fürs erste Spiel“, meinte Gladbachs Jonas Hofmann beim TV-Sender Sky.

Jonas Hofmann leistet sich denkwürdigen Fehlschuss

Der Offensivspieler hatte für die Szene des Spiels gesorgt, als er kurz vor Schluss Trapp schon umkurvt hatte, aber frei vor dem Tor an Martin Hintereggers Bein scheiterte. „Bei dem Endergebnis kann man drüber lachen. Aber wenn ich es noch mal im TV sehe, ist es schon sehr peinlich. Da habe ich ihn falsch ausgeguckt. Aber mein, Gott es geht weiter. Wir haben gewonnen“, sagte Hofmann schmunzelnd.

Alles zum Thema Marco Rose

Sein Coach Marco Rose (43) kommentierte mit einem Augenzwinkern: „Ich habe ihn gefragt, ob er mir das noch mal zeigen kann. Wenn ich der auf der Linie bin. Das fand er nicht so witzig. Aber dem Trainer gegenüber ist man dann vielleicht selbstkritischer.“

Alassane Plea trifft nach 26 Sekunden zur Gladbach-Führung

Die Partie lief gerade einmal 36 Sekunden, da zappelte die Kugel bereits hinter dem verdutzten Frankfurter Schlussmann Kevin Trapp zur Gästeführung im Netz. Zuvor hatte Breel Embolo gedankenschnell Jonas Hofmann in Szene gesetzt, der spielte einen sauberen Pass auf Alassane Plea – der Franzose konnte ungehindert mit einem trockenen Schuss ins lange Eck vollstrecken.

Hier lesen Sie mehr: Geisterspiel-Phase – Gladbach-Trainer Marco Rose spricht offen über Rettungsmission Fußball.

Das zweitschnellste Gladbach-Tor seit der Daten-Erfassung. Da sah die Eintracht-Defensive ganz schlecht aus. Die Hessen pennten nur wenige Minuten später hinten immer noch. Benseabini setzte sich auf der linken Seite durch, passte scharf in die Mitte vor das Frankfurter Tor, wo Fohlen-Stürmer Marcus Thuram blank stand und problemlos das Spielgerät über die Linie drückte. Borussias Blitzstarter hatten erneut eiskalt zugeschlagen – hielten sich jedoch an die Geisterspiel-Jubel-Etikette. Abgeklatscht wurde nur symbolisch, Plea und Co. kreuzten strahlend die Arme.

Gladbach stellt Weichen früh auf Sieg

Noch nie zuvor in seiner Bundesliga-Historie hatte der VfL auswärts so früh, nach sieben Minuten, 2:0 in Führung gelegen. Von diesen beiden Wirkungstreffern musste sich die Eintracht erst einmal erholen. Borussia drückte: Plea zog auf, satter Abschluss, Trapp verhinderte gerade noch so das 3:0, den Abpraller knallte Florian Neuhaus knapp über die Latte.

Kurz darauf plötzlich Alarm im Borussen-Strafraum. Keeper Yann Sommer parierte stark einen 25-Meter-Freistoß-Kracher von Filip Kostic, den Nachschuss versemmelte dann Stefan Ilsanker. Kurz vor der Pause war noch mal Borussia dran. Scharfer Schuss Plea – Trapp reagierte erneut gut.

Neuer Inhalt

Frankfurts Filip Kostic (r.) im Duell mit Gladbachs Breel Embolo.

Auch nach der Halbzeit spielten die Gäste den flotteren und besseren Fußball. Die Eintracht reagierte genervt, ging deutlich aggressiver zur Sache.

Hier lesen Sie mehr: Bundesliga-Restart im „Endlich-Treff“ – Gladbachs Kult-Wirt Mustafa Cetin im Interview

Aber Gladbach hielt dagegen – und hatte das nächste dicke Ding. Der starke Plea zog am linken Strafraum-Eck auf, Schuss ins lange Eck, patsch, Innenpfosten. Der Einschlag gegen das Aluminium war bis unters Stadiondach zu hören.

Neuer Inhalt

Gladbachs Marcus Thuram (r.) jubelt über seinen Treffer zum 2:0.

Kurz darauf wieder Borussia. Ndicka säbelte Embolo um, Schiri Felix Zwayer pfiff Strafstoß. Bensebaini trat an, peng, drin, 3:0. Die Eintracht kam aber noch mal. Silva verkürzte auf 1:3. Reichte jedoch nicht mehr.

Rose meinte: „Wir sind happy mit den drei Punkten. Und das wird uns natürlich Rückenwind geben. Wir sind oben dabei. Und wir haben immer gesagt, wir wollen oben dranbleiben. Und jetzt geht’s darum, dass wir gegen Leverkusen die Chance haben, uns richtig festzubeißen.“

Borussia feiert den Restart-Dreier. Big Points im Champions-League-Rennen. Leverkusen kann kommen.

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.