Top-Stürmer fehlt im Top-Spiel Gladbach-Trainer Rose verteidigt seinen Karten-Sünder

Neuer Inhalt (3)

In dieser Szene trifft Borussen-Stürmer Alassane Plea, hier im Duell mit Bayern-Verteidiger Niklas Süle, im Oktober 2018 zum 1:0 in der Allianz-Arena. Am Ende bejubelt Gladbach ein 3:0. Plea ist nun in München gesperrt.

Mönchengladbach – Er ist mit zehn Toren und zehn Vorlagen Borussias gefährlichster Angreifer in der Bundesliga: Alassane Plea. Ausgerechnet am Samstag (18.30 Uhr), im Top-Spiel beim FC Bayern, ist Gladbachs Top-Stürmer gesperrt.

Der 27-Jährige hatte sich zuvor bei der Pleite (0:1) in Freiburg eine Gelb-Rote Karte abgeholt.

Alassane Plea leitete 2018 Sieg in München ein

Plea fehlt also in München. In jenem Stadion, wo er beim letzten Gladbacher Auftritt, im Oktober 2018, mit einer ganz starken Leistung samt einem herrlichen Treffer zur 1:0-Führung einen kollektiven Fohlen-Jubelrausch (3:0) möglich gemacht hatte.

Gladbach könnte nun erneut einen starken Plea in München gut gebrauchen, schließlich hat der Endspurt um die Champions-League-Plätze für den VfL begonnen. Plea muss auch wegen unglücklicher Aktionen zuschauen. Die Sperre wäre womöglich vermeidbar gewesen, wenn der Franzose sich abgezockter und cooler verhalten hätte. Unabhängig davon, ob der Unparteiische in Freiburg nun allzu kleinlich oder auch nicht entschieden hatte.

Karten-„Pech“ des Stürmers nicht neu

Plea war Anfang Februar, beim 2:2 in Leipzig, auch wegen vermeintlicher Kleinigkeiten und penibler Regelauslegung per Gelb-Rot vom Platz geflogen. Fehlte im Anschluss beim Derby in Düsseldorf (4:1).
Sein Trainer Marco Rose stellt sich demonstrativ vor seinen besten Angreifer. Kritik an Pleas Karten-Nummern – für Rose unangebracht.

Hier lesen Sie mehr: Max Eberl entschuldigt sich für Fäkal-Sprache

Der 43-Jährige sagt: „Ich finde es nicht richtig und nicht gut, dass Alassane Plea jetzt schon wieder in ein Licht gerückt wird, das ihm nicht gerecht wird. Das sage ich in aller Offenheit. Die Gelbe Karte und die Gelb-Rote Karte in Leipzig – in der Summe und mit der Folgegeschichte, wie mittlerweile wieder Linie gefahren wird, was solche Situationen betrifft – ist im Höchstmaß ungerecht.“

Marco Rose bemängelt eine klare Linie

Rose führt weiter aus: „In Leipzig hatte Lasso die Arme nach oben gestreckt und hat dann einmal abgewinkt. Das sehe ich in jedem Bundesligaspiel mittlerweile wieder 20- bis 25-mal. Das habe ich im selben Spiel dreimal gesehen. Das Thema, was wir einfach wieder haben, ist die Linie.“

Rose richtet auch einen „Gruß“ an die Unparteiischen: „Ich habe kein Problem mit Schiedsrichtern. Da werden wir übrigens oft in ein falsches Licht gerückt. Wir haben oft genug dieses Jahr gesagt, dass ich die Gelbe Karte verdient habe. Auch die Rote Karte gegen mich war verdient. Wir sind emotional, aber wenn wir jetzt über die Mentalität und das Verhalten von Plea diskutieren, stehe ich hinter meinem Spieler. Ich sage noch mal, dass die Gelb-Rote Karte in Freiburg übertrieben war.“

Hier lesen Sie mehr: Marco Roses Rezept für den Bayern-Coup

Unter dem Strich bleibt allerdings: In einem möglicherweise vorentscheidenden Spiel für Borussia im Rennen um die Königsklasse, in München, ist Gladbachs bester Stürmer gesperrt. Und das letztendlich nicht nur wegen einer Anhäufung unglücklicher und strittiger Schiedsrichter-Entscheidungen.

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.