Wird er zum Masken-Mann? Gladbach-Trainer Rose: So coache ich Borussia in Frankfurt

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Marco Rose freut sich, dass die Bundesliga wieder losgeht. Auf dem Foto ist er Ende Februar vor dem Spiel beim FC Augsburg zu sehen.

Mönchengladbach – Ruhig, fokussiert, ambitioniert. So hat sich Marco Rose (43) bei seiner ersten Pressekonferenz nach 64 Tagen Coronavirus-Pause präsentiert. Letztmals hatte Rose am 11. März, nach dem Geister-Derby gegen Köln (2:1), vor einer Journalisten-Runde gesprochen.

Erste Rose-PK seit dem Geister-Derby

Am Donnerstag stellte sich Rose, per Video-Chat, den Fragen der Medienvertreter. Schließlich rollt trotz der Pandemie am Samstag in der Fußball-Bundesliga wieder der Ball. Rose und seine Gladbacher Borussen sind bei Eintracht Frankfurt (18.30 Uhr) zum Geisterspiel zu Gast.

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Rose betonte mit Blick auf den Restart: „Wir freuen uns, dass es endlich losgeht.“ Gladbach geht als Liga-Vierter in das Duell bei den unbequemen Hessen. Vom sportlichen Aspekt her ist für die Fohlen-Elf gleich Dampf im Kessel. Im Kampf um die Champions-League-Plätze sitzt Bayer Leverkusen dem VfL beharrlich im Nacken. Nach dem Frankfurt-Duell kommt der Werksklub in den Borussia-Park.

Ergebnisdruck ist auf Anhieb da

Holt Gladbach also sechs Punkte aus den beiden kommenden Spielen, wäre das womöglich schon ein Meilenstein Richtung Königsklasse. Rose macht keinen Hehl aus der Ausgangslage, benutzt das Wort Ergebnisdruck. Allerdings: Nur ein Mal.

Viel häufiger benutzt er gezielt Sätze, in denen Worte wie „gemeinsam“, „wir“, „Spaß“, „Freude“ oder „erfolgreich“ vorkommen. Die Botschaft soll lauten: Wir tun alles, um mit der Ausnahmesituation so normal wie möglich umzugehen. Rose: „Die Situation ist natürlich, mit Blick auf die ganzen Hygienemaßnahmen, speziell. Wir müssen diese Situation nun annehmen. Ich werde mein Coaching-Verhalten an der Linie allerdings nicht verändern, weil das aus meiner Sicht auch keinen Sinn macht.“

Mundschutz in der Coaching-Zone?

Was ist mit dem Thema Mundschutz – wird Rose für die Fohlen bei der Eintracht zum Masken-Mann? „Mundschutz ist aus meiner Sicht sinnvoll. Im Stadion befinden wir uns im Freien. Ich als Trainer werde die vorgegebenen Abstände einhalten können. Ich denke, dass wir noch eine klare Aussage dazu bekommen, ob ich möglicherweise in meiner Coachingzone, wenn ich drei, vier Meter von allen entfernt stehe, meinen Mundschutz eventuell abnehmen darf. Werden die Abstände enger, werden wir alle wieder Mundschutz tragen.“

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Rose geht mit breiter Brust in den Liga-Restart. Und vermittelt dies offenbar auch seinen Spielern. „Die Jungs ziehen angesichts der Umstände überragend mit. Es sind noch neun Spiele. Wir haben eine sehr gute Ausgangsposition und können auf vielen Dingen aufbauen.“ So spricht ein Trainer, der seine Mannschaft in die Champions League coachen will.

Rose gleich im „Mia san Mia“-Modus

„In Geisterspielen geht es vor allem um die ureigene Motivation. Da werden vor allem die Mannschaften Vorteile haben, die die meisten Spieler im Team haben, die sich grundsätzlich, bei jedem Training, selbst beim Mensch-Ärgere-Dich-Nicht zu Hause, so richtig pushen können. Du brauchst viele Spieler, die einfach immer gewinnen wollen.“ Dieses niederrheinische „Mia san Mia“ lebt Rose gleich zu Restart wieder vor.

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