Spielt er nie mehr für Borussia? Das bedeutet Zakarias Berater-Wechsel

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Mittelfeld-Akteur Denis Zakaria wird nach seiner Knieoperation in dieser Saison kein Spiel mehr für Borussia Mönchengladbach bestreiten.

Mönchengladbach – Ist dieses Fohlen überhaupt noch im Borussia-Park zu halten? Eine Frage, die mittlerweile durchaus guten Gewissens in den Raum gestellt werden darf. Denn Gladbachs Mittelfeld-Juwel Denis Zakaria hat mit seinem jüngsten Berater-Wechsel zur international agierenden Agentur „Lian Sports“ (Malta) ein Zeichen gesendet.

Zakarias Zukunft bleibt Thema

Nämlich: Der 23-Jährige ist offen für Angebote und Offerten aus den Top-Ligen Europas. Sein Verbleib am Niederrhein über den Sommer hinaus ist offenkundig nicht in Stein gemeißelt. Selbst, wenn der VfL bis zum Saisonende noch das Ticket zur Champions League klarmachen sollte. 

Die Entscheider im Borussia-Park haben sich vor einigen Wochen angeschickt, ein anderes Signal zu senden. Wir wollen Zakaria halten, so der Tenor, durch die Vertragssituation stelle sich das Thema eines Abgangs erst gar nicht, hieß es. Das erscheint nun durch Zakarias Berater-Wechsel in einem neuen Licht.

Borussia hat die Zügel in der Hand

Der Schweizer Nationalspieler hat bis 2022 einen Arbeitskontrakt im Borussia-Park – ohne Ausstiegsklausel. Das Heft des Handelns liegt ohne Wenn und Aber zunächst also beim VfL. Zurzeit ist Zakaria wegen der Folgen einer Operation am linken Knie bis zum Saisonende auf Eis gelegt. Das hat Gladbach-Trainer Marco Rose (43) vor dem Bundesliga-Klassiker am Samstag (18.30 Uhr) bei Bayern München bestätigt. „Denis wird diese Saison nicht mehr zum Einsatz kommen. Wir gehen kein unnötiges Risiko ein.“

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Ist es damit sogar möglich, dass „Krake“ Zakaria gar kein Spiel mehr für Borussia macht? Was dann passieren könnte, sollte der Spieler alsbald unbedingt die Vereinsfarben wechseln wollen. EXPRESS hakte bei Fohlen-Manager Max Eberl nach. Welche Auswirkungen hat Zakarias Beraterwechsel für Borussia?

Was bedeutet der Berater-Wechsel?

Der 46-Jährige sagt: „Das hat gar keine Auswirkungen. Das ist eine Entscheidung, die der Spieler trifft, von wem er sich beraten lässt. Das ist ja nicht Entscheidung des Vereins.“

Eberl schiebt hinterher: „Denis hat eine Entscheidung für sich gefällt, die haben wir akzeptiert, die haben wir zur Kenntnis genommen, darüber hat er uns informiert. Ich habe auch mit seiner neuen Agentur bereits das erste Gespräch gehabt. An der Stoßrichtung, an das, was wir uns wünschen, hat sich aber definitiv nichts geändert.“

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Fakt ist: Zakaria ist nach unseren Informationen momentan einer der begehrtesten Profis auf dem internationalen Transfermarkt. Seine Vertragssituation in Gladbach schreckt die Big Player aus Europa nicht wirklich ab.

Gladbach würde den Preis bestimmen

Die mögliche Ablösesumme für den Eidgenossen mit kongolesischen Wurzeln lässt sich wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das internationale Business Profi-Fußball derzeit nur schätzen. Ab 45 Millionen Euro aufwärts, heißt es aus Insider-Kreisen, seien trotz der Viruskrise durchaus realistisch.

Zakarias Marktwert beträgt rund 40 Millionen Euro. Bayern, Dortmund, Manchester United, Tottenham, Liverpool, Barcelona, Real Madrid und Atletico Madrid sollen Interesse haben. Zakaria soll nicht abgeneigt sein, einen Klub-Wechsel in Betracht zu ziehen.

Vertrags-Verlängerung möglich?

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Borussia will ihn aber noch halten, soll sogar insgeheim eine Vertragsverlängerung anpeilen. Dieses Szenario soll Zakaria mit einer ordentlichen Gehaltserhöhung schmackhaft gemacht werden. Die Spielerseite dürfte in diesem Fall auf jährlich gestaffelte Ausstiegsklauseln bestehen. Das Thema Zakaria könnte Eberl und Co. also noch eine ganze Weile im kommenden Sommer-Transferfenster beschäftigen.

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