3:2-Sieg beim VfB Youngster Knauff rettet BVB nach Stotter-Start

Ansgar_Knauff

Machte mit seinem Knaller den Sieg klar: Ansgar Knauff (19) schlenzte den Ball aus gut 18 Metern zum 3:2 für den BVB ins lange Eck.

Stuttgart – Beim BVB hatten sie sich schon längst an den Champions-League-Alltag gewöhnt. Kein Wunder: In den vergangenen fünf Jahren waren die Schwarz-Gelben Dauergast in der Königsklasse. Die Teilnahme am wichtigsten Klub-Wettbewerb hatte die Borussia zum bis dato letzten Mal in der Saison 2014/15 mit Bundesliga-Rang sieben verpasst. Und dieses Szenario rückt auch in der laufenden Spielzeit immer näher: Obwohl der BVB am Samstag (10. April) nach neuerlichem Stotter-Start noch mit 3:2 (0:1) beim Aufsteiger VfB Stuttgart gewann, bleibt Rang vier sieben Zähler entfernt.

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Sechs Spieltage bleiben dem BVB und Coach Edin Terzic (38) noch, um das Unmögliche irgendwie noch möglich zu machen.

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Vier Monate nach der 1:5-Demontage im Hinspiel nahm der BVB durch eine Energieleistung Revanche am VfB Stuttgart und setzte sich beim starken Aufsteiger durch. Der eingewechselte Knauff sorgte in der 80. Minute für den hart erkämpften Sieg der Dortmunder.

Zuvor hatte Marco Reus (52.) nach 1130 Spielminuten ohne Tor in der Fußball-Bundesliga wieder für den BVB getroffen, den weiteren Treffer erzielte Jude Bellingham (47.). Den Stuttgartern reichten die beiden Tore von Sasa Kalajdzic (17.) und Daniel Didavi (78.) nicht für eine erneute Überraschung gegen die Westfalen.

Mats Hummels mit Magenkrämpfen ausgewechselt

Vier Tage vor dem Rückspiel im Königsklassen-Viertelfinale gegen Manchester City am Mittwoch (14. April, 21.00 Uhr) mühte der BVB sich, hatte mehr Ballbesitz, rannte immer wieder an - belohnte sich dank mehr Zielstrebigkeit und Durchschlagskraft aber erst in einer turbulenten zweiten Halbzeit. Dabei mussten die Westfalen nach der Pause auf Mats Hummels verzichten, der wegen Magenkrämpfen ausgewechselt wurde.

Hummels

Mats Hummels musste beim VfB Stuttgart mit Magenkrämpfen ausgewechselt werden.

Am 32-Jährigen lag es aber nicht, dass der BVB nach einer guten Viertelstunde in Rückstand geriet. Die Dortmunder dominierten zwar weite Teile des Spiels, machten aber gerade im ersten Durchgang zu viele Fehler. Eigentlich hatten die Gäste in der Anfangsphase alles im Griff, doch dann patzten sie im Spielaufbau, was der VfB zu einem schnellen Gegenangriff nutzte.

Borna Sosa flankte den Ball hoch in den Strafraum, wo der lauernde Kalajdzic Marwin Hitz per Kopfball überlupfte. Für Sosa war es bereits die neunte Torvorlage in dieser Saison, fünf der vergangenen sechs gab er Kalajdzic - und alle davon verwandelte der Zwei-Meter-Mann per Kopf. Auch anschließend wurden die aggressiven Gastgeber meist dann gefährlich, wenn dem BVB Fehler unterliefen.

BVB rannte früh einem Rückstand hinterher

Die Borussia rannte somit schon wieder früh einem Rückstand hinterher, ließ sich davon aber nicht beirren. Wenn sich die Mannschaft von Trainer Edin Terzic in Stuttgart eines nicht vorwerfen lassen konnte, war es mangelndes Engagement. Doch es fehlte an Zielstrebigkeit und Durchschlagskraft, die wenigen Schusschancen nutzte der BVB nicht. Auch Erling Haaland fiel zunächst kaum auf.

Die Tore mussten also diesmal andere machen. Unmittelbar nach der Pause startete der BVB seinen bislang besten Angriff, den Bellingham mit einem wuchtigen Flachschuss aus 15 Metern zum Ausgleich abschloss.

Fünf Minuten später drehte Reus das Spiel. Wieder agierten die Gäste im Vergleich zum ersten Durchgang überraschend zielstrebig, einen Pass von Reyna ließ Haaland im Strafraum clever durch die Beine, wo Reus lauerte und den Ball zum 2:1 ins Eck schlenzte.

Die Partie nahm jetzt Fahrt auf. Erst vergab Tanguy Coulibaly (66.) die Riesenchance zum Ausgleich, gut zehn Minuten später schloss Didavi einen starken Konter zum Ausgleich ab. Doch dann schlug Knauff zurück. Auf Vorlage von Haaland sorgte der 19-Jährige für den Endstand. (dpa)

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