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Strafe für Haaland-Autogramm Linienrichter wollte Gutes tun – nun ist er suspendiert

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Erling Haaland gibt Linienrichter Octavian Sovre ein Autogramm.

Manchester – Weiter Wirbel um ein ganz spezielles Autogramm: Am Donnerstag (8. April) hatte der rumänische Linienrichter Octavian Sovre (47) erklärt, warum er sich nach der 1:2-Niederlage des BVB in der Champions League gegen Manchester City die Rote und Gelbe Karte von Stürmer Erling Haaland (20) signieren ließ. Es ging um den guten Zweck. Doch nun gab es unangenehme Konsequenzen für den Referee.

  • Borussia Dortmund unterliegt Manchester City 1:2
  • Erling Haaland gibt einem Linienrichter nach Abpfiff ein Autogramm
  • Referee Octavian Sovre wird für Aktion bestraft

Der Last-Minute-Treffer von Phil Foden (20) zur 1:2-Niederlage von Borussia Dortmund war ein später Rückschlag für die Elf von Trainer Edin Terzic (38). Doch schon wenige Augenblicke später hatten die britischen Kameras ein neues Thema gefunden. Wieder einmal ging es um Erling Haaland, der sich um einen Fan kümmerte – Linienrichter Octavian Sovre.

Octavian Sovre will Autismus-Einrichtung unterstützen – und wird suspendiert

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Der Assistent erklärte anschließend, wofür er sich die Unterschriften von Haaland sicherte. Sovre wird die Karten laut der rumänischen Zeitung „Gazeta Sporturilor“ versteigern. Der Linienrichter unterstütze in der Region Bihor schon einige Jahre eine Einrichtung für Menschen mit Autismus. Durch die Auktion soll nun Geld für die Unterstützung gesammelt werden.

Dennoch gab es für Sovre unangenehme Konsequenzen. Wie „Gazeta Sporturilor“ am Freitag berichtete, wurde der Unparteiische von der rumänischen Schiedsrichter-Kommission vorübergehend suspendiert! Demnach wird er am Sonntag beim Erstligaspiel zwischen Universitatea Craiova und CFR Cluj nicht wie geplant Teil des Schiedsrichtergespanns sein. Wie lange er zuschauen muss, ist unklar.

Unterschriften-Jagd wurde zunächst heftig kritisiert

Seine Erklärung hatte die Szene zuvor in einem anderen Licht erscheinen lassen. Dem Bericht zufolge sei die Versteigerung eine der wenigen Einnahmequellen der Einrichtung und die Haaland-Autogramme auch nicht die ersten Karten, die der Schiedsrichter-Assistent versteigert.

Zunächst erntete Sovre aber heftige Kritik für seine Autogrammjagd. Der englische TV-Anbieter BT Sport zeigte die Szene, die unmittelbar für Diskussionen sorgte. Sovre, der Haaland im Spielertunnel abgefangen hatte und sich ein Autogramm auf einer Gelben Karte sicherte, wurde unter anderem von TV-Experte und Ex-Bayern-Star Owen Hargreaves (40) stark kritisiert. „Er hatte eine schwierige erste Halbzeit, hat viele Dinge falsch gemacht. Jeder kann Fan sein, aber das sollte man vor den anderen Spielern nicht tun. Das ist nicht richtig.“

In den Kommentaren auf Twitter erhielt Hargreaves für seine Aussagen Gegenwind. „Ich sehe das Problem nicht. Er hat seinen Job gemacht und es war ja nach dem Spiel“, schrieb beispielsweise ein Twitter-User.

BVB-Trainer Edin Terzic kritisiert Schiedsrichter

Das Schiri-Gespann stand schon während der 90 Minuten im Fokus, weil es einen Treffer von Jude Bellingham in der 37. Minute zu Unrecht aberkannte.

Bellingham-Tor

Die Fehlentscheidung: Jude Bellingham spitzelte den Ball an Ederson vorbei, Schiedsrichter Hategan sah da ein Foulspiel.

„Ich hätte mir gewünscht, dass der Schiedsrichter die Szene zum aberkannten Tor laufen gelassen hätte und sich die Szene angeschaut hätte, denn dann hätte er es immer noch zurücknehmen können. Es ist brutal ärgerlich, das ist aber auch der Fußball. Nicht nur wir machen Fehler, sondern auch Andere und darauf ist man auch angewiesen“, sagte BVB-Trainer Edin Terzic (38).

Für Borussia Dortmund geht es am kommenden Mittwoch (14. April, 21 Uhr) erneut gegen Manchester City. Wenn die BVB-Elf den Einzug ins Halbfinale der Champions League schaffen möchte, dürfte erneut Haaland gefragt sein. (eha/jpg)

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