Klare Ansage vom BVB-Boss Watzke vergleicht den Fall Haaland mit Lewandowski

Haaland-Pokal

Erling Haaland saß wegen Muskelproblemen im Pokal-Halbfinale gegen Kiel nur auf der Tribüne.

Dortmund – Rettet Borussia Dortmund im Schlussspurt doch noch seine Saison? Der Champions-League-Platz ist wieder in Reichweite, zudem kann der BVB im Pokalfinale gegen RB Leipzig noch einen Titel gewinnen. Angesichts dieser Aussichten ist Boss Hans-Joachim Watzke (61) ziemlich zuversichtlich, was die Zukunft von Top-Stürmer Erling Haaland (20) angeht.

  • Hans-Joachim Watzke spricht über Erling Haaland
  • Der Dortmunder Boss sieht den Torjäger noch lange bei der Borussia
  • BVB-Chef äußert sich auch zum Wechsel von Julian Nagelsmann zum FC Bayern

Die jüngsten Störfeuer von Haalands Berater Mino Raiola (53), der gesagt hatte, dass der norwegische Torjäger trotz seines Vertrages bis 2024 nur schwer zu halten sei, wenn Vereine aus Barcelona oder Madrid kämen, kommentierte Watzke gelassen. „Ich lese mir das alles gar nicht mehr durch“, sagte er am Sonntag (2. Mai) bei Sport1.

„Ich kenne Mino schon lange und komme gut mit ihm aus. Man muss seine Eigenheiten annehmen. Er kennt aber auch die Eigenheiten von Borussia Dortmund. Von mir aus kann er gern jeden Tag ein neues Interview geben. Für uns ist das kein Problem“.

Hans-Joachim Watzke: Äußerungen von Mino Raiola lassen ihn kalt

Daran, dass Haaland auch beim Verpassen der Königsklasse weiter für den BVB stürmen würde, hat der Vorstandsvorsitzende keine Zweifel. „Erling Haaland wird auch im nächsten Jahr Spieler des BVB sein. Er lässt sich nichts zu Schulden kommen und gibt Vollgas. Wie er auf der Tribüne mitgefiebert hat, zeigt, wie sehr er sich mit seinem Team identifiziert“, sagt Watzke und erinnert an einen anderen früheren Dortmunder Knipser. „Mit Robert Lewandowski gab es damals ja auch einen Interessenskonflikt. Wir sind hart geblieben und Robert hat das akzeptiert. In der Saison drauf ist er Torschützenkönig geworden. Das traue ich Erling auch zu.“

imago1000538873h

Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sitzt Ende Januar beim Spiel gegen Augsburg auf der Tribüne.

In der Bundesliga liegt die Borussia drei Spieltage vor Schluss einen Zähler hinter Eintracht Frankfurt auf Rang fünf. Laut Watzke liegt der Fokus deshalb zunächst auf der Liga-Begegnung am Samstag: „Wir müssen zunächst alles in die Waagschale werfen, um das Spiel am Samstag zu gewinnen und den fünften Platz in der Bundesliga zu verlassen. Das Spiel gegen Leipzig am Samstag ist unser erstes Endspiel“, so der Dortmund-Chef. Sollte der BVB Leipzig schlagen, „werden wir auch im nächsten Jahr in der Champions League spielen“, ist Watzke überzeugt.

Hans-Joachim Watzke lobt Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann

Fünf Tage später geht es wieder gegen Leipzig, dann in Berlin im Pokal-Finale. „Natürlich haben diese Begegnungen eine gewisse Brisanz. In diesen beiden Spielen wird sich entscheiden, ob es doch noch eine gute Saison für uns wird. Ich erwarte ein hochspannendes Pokalfinale. Wir wollen nach 2017 endlich wieder einen Titel holen. Das haben unsere Fans verdient“, kündigt Watzke an.

Dass RB-Coach Julian Nagelsmann (33) nach der Saison zum großen Dortmunder Rivalen nach  München wechselt, habe Watzke „nicht überrascht“, sagte er. „Julian Nagelsmann ist ein Top-Trainer. Dass Bayern eine gute Lösung finden würde, davon war auszugehen.“ (msw)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.