BVB-Boss Watzke über Stürmer-Duo „Wir haben aktuell keinen Alternativplan"

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Hans-Joachim Watzke, hier im BVB-Trainingslager in der Schweiz im August 2020, spricht über die Situation von Borussia Dortmund.

Dortmund – Die 1:2-Heimpleite am Samstag (3. April) gegen Eintracht Frankfurt war für Borussia Dortmund ein heftiger Rückschlag im Kampf um die erneute Champions-League-Qualifikation. Sieben Bundesligaspiele vor dem Ende der Saison hat der BVB schon sieben Zähler Rückstand auf die Hessen, es droht nach sechs Jahren erstmals das Scheitern zur Königsklasse. Und womöglich ein Abgang von Senkrechtstarter Erling Haaland (20), trotz eines Vertrages bis Sommer 2024 in Dortmund.

  • Borussia Dortmund droht die Champions League zu verpassen
  • Dann könnten Erling Haaland und Jadon Sancho den BVB verlassen
  • Hans-Joachim Watzke hat keinen Plan B, wenn das Duo gehen sollte

Der Norweger wird von vielen europäischen Topklubs gejagt, eine Nicht-Teilnahme an der Champions League könnte bei Haaland zu einem Wechsel führen. Ein möglicher Abgang des Stürmers wäre ein Schock im Pott!

„Wir haben keinen Parallelplan“, gibt BVB-Boss Hans-Joachim Watzke (61) im Interview mit „Spox" zu. „Wir werden das mit Erling, seinem Vater und seinem Berater Mino Raiola (53) in Ruhe besprechen. Wir wollen ja auch, dass er gerne bei uns bleibt, dass er mit Überzeugung nächstes Jahr für den BVB Tore schießt. Es gibt da keinen Alternativplan."

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Sollte die Dortmunder Lebensversicherung gehen, droht Schwarz-Gelb der Absturz ins Mittelmaß, anstatt in den kommenden Jahren einen ernsthaften Angriff auf die Bayern zu starten. Zumal der BVB wahrscheinlich auch den Abgang von Jadon Sancho verkraften muss.

Hans-Joachim Watzke: „Ich lasse mich da nicht auf Wahrscheinlichkeiten ein, es hat keinen Zweck. Jadon Sancho ist deutlich länger bei uns. Auch mit Jadon werden wir sprechen müssen. Sollte da ein außergewöhnliches Angebot kommen, dann werden wir das mit dem Spieler und dem Berater diskutieren, wie immer."

Haaland-am-Boden

Dortmunds Stürmer Erling Haaland sitzt im Spiel gegen Eintracht Frankfurt am 3. April enttäuscht auf dem Rasen.

Der Dortmunder Geschäftsführer glaubt: „Nichtsdestotrotz bin ich sehr sicher, dass der Transfermarkt auch in diesem Sommer nur sehr eingeschränkt laufen wird. Gerade bei den ganz großen Klubs sieht man, was Corona für Wunden geschlagen hat – und es sind keine kleinen, die innerhalb von zwei Wochen abheilen."

Borussia Dortmund muss keine Notverkäufe tätigen

Zumindest finanziell müsste die Borussia trotz der Corona-Pandemie laut Watzke keine Leistungsträger verkaufen. „Aufgrund unserer bestehenden Kreditlinien können wir sagen: Egal, was diese und die nächste Spielzeit passiert, wir müssen keinen Kredit beantragen, keine Notverkäufe machen oder Entlassungen vornehmen. Wir haben da keinen Druck, was eine gute Ausgangsposition in der heutigen Zeit ist."

Borussia Dortmund ist mit Erfolgen in der Bundesliga nicht zufrieden

Trotzdem ist die sportliche Situation eine wichtige Komponente. Denn das Horrorszenario heißt Europa League. „Darauf habe ich keinen Bock. Ich will Champions League spielen“, sagte Nationalspieler Emre Can (27) nach der Pleite gegen Frankfurt angefressen.

Emre-Can-am-Ball

Emre Can hat keine Lust, mit Borussia Dortmund in der neuen Saison in der Europa League zu spielen.

Dafür fehlte es aber besonders gegen die kleinen Klubs der Bundesliga die Konstanz. Niederlagen beim FC Augsburg und daheim gegen 1. FC Köln, den VfB Stuttgart oder ein Remis gegen Mainz taten richtig weh.

„Wir sind mit der Bundesliga unzufrieden, keine Frage“, sagt Watzke. „Dagegen bin ich mit dem bisherigen Erreichen im DFB-Pokal bis jetzt sehr zufrieden. Wir sind die letzten drei Jahre immer im Achtelfinale rausgeflogen, jetzt sind wir im Halbfinale. Sollten wir ins Finale kommen und das auch gewinnen, ist der Wettbewerb top gelaufen.“

Borussia Dortmund hat noch kleine Chance auf die Champions League

Eine kleine Chance auf die Qualifikation der Champions League haben die Dortmunder noch. Dafür müsste der BVB den Henkelpott in dieser Saison gewinnen. Ein schwieriges Unterfangen. Am Dienstag (21 Uhr, DAZN) muss das Team von Edin Terzic (38) im Viertelfinal-Hinspiel bei Manchester City ran.

Watzke: „Ich denke, dass die Mannschaft sich darauf sehr freut. Es ist eine ganz interessante Konstellation, denn du kannst eigentlich nur gewinnen. Wenn du ausscheidest, sagt jeder, dass es klar war. Wenn du sie aber rausschmeißt, ist es natürlich eine Weltsensation. Demzufolge hast du als Spieler an sowas Spaß.“

Trotzdem fordert der Boss, dass das Team in den letzten Wochen bis ans Limit geht und den letzten Strohhalm noch ergreift: „Luft nach oben ist bei uns bei der Konstanz, das ist klar. Wir müssen es schaffen, dass sich die Mannschaft kontinuierlich so unter Feuer setzt, dass wir in der Lage sind, innerhalb von vier Wochen drei Englische Wochen erfolgreich zu bestehen. Das ist der Unterschied zu absoluten Top-Klubs in Europa." (fne)

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