2:1 gegen Frankfurt Borussia Dortmund ist Pokalsieger – Auba lupft BVB zum Titel

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Marco Reus hält den DFB-Pokal in den Berliner Abendhimmel.

Berlin – Der Final-Fluch ist besiegt! Borussia Dortmund hat nach vier verlorenen Endspielen in den letzten fünf Jahren (2013 in der Champions League gegen Bayern und zuletzt dreimal das DFB-Pokalfinale) endlich einen Titel gewonnen.

Das Team von (Noch-)Trainer Thomas Tuchel setzte sich im 74. DFB-Pokalfinale  vor 74.322 Zuschauern mit 2:1 gegen eine tapfer kämpfende Eintracht aus Frankfurt durch.

Eintracht Frankfurt gewinnt DFB-Pokal-Finale 2018 gegen FC Bayern München (hier mehr lesen).

Im Moment seines größten Glücks war Thomas Tuchel ganz alleine mit Co-Trainer Teddy de Beer. Während seine Spieler nach dem Schlusspfiff wie von Biene Emma gestochen auf den Rasen rannten (sogar der verletzte Julian Weigl versuchte es trotz Krücken), blieb der BVB-Trainer nach seinem ersten Titel überhaupt zunächst alleine.

Auch beim anschließenden Gang in die Kurve, der von einer Hundertschaft der Polizei bewacht wurde, blieb Tuchel ebenso  fern wie bei der Laola vor der Gelben Wand im Olympiastadion. Stattdessen erneut eine kurze Umarmung mit BVB-Klubchef Hans-Joachim Watzke. Aber als Kapitän Marcel Schmelzer um 22.18 Uhr den Pokal in die Höhe reckte, war er mittendrin.

Hradecky foult Pulisic

Dabei tat sich der BVB bei seinem vierten Pokalsieg der Vereinsgeschichte lange Zeit schwer. Bis zur 67. Minute, bis zur spielentscheidenden Szene:  Der eingewechselten Pulisic brach im Strafraum durch und legte den Ball an Torwart Hradecky vorbei. Der Finne ließ das Bein stehen,  obwohl der BVB-Youngster vermutlich nicht mehr an die Kugel gekommen wäre. Foul im Strafraum – Elfmeter! Und zwar ein ganz dummer aus Eintracht-Sicht.

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BVB-Matchwinner Pierre-Emerick Aubameyang

Es folgte die Show des Pierre-Emerick Aubameyang. Der Gabuner lief an und löffelte den Ball lässig in die Mitte. Cool, cooler, Auba!  Auf das gleiche Tor hatte Zidane Zidane beim WM-Finale 2006 gegen Italien einen fast identischen Elfmeter verwandelt. Es war das insgesamt 251. Tor in der Ära Tuchel und womöglich das letzte für beide. Denn sowohl die Zukunft des Raketen-Stürmers als auch die von Tuchel ist nach wie vor ungeklärt.

Dembélé zum „Man of the Match“ gewählt

Der andere Held aus Dortmunder Sicht war Wunderknabe Ousmane Dembélé, der die Weichen schon ganz früh auf Sieg stellte. Erst tanze er Jesus Vallejo wie einen Schuljungen aus, um das Ding dann mit Volldampf in den Winkel zu zimmern. Der verdiente Lohn: Dembélé wurde zum „Man of the Match“ gewählt.  Borussia Sturm-Raketen machten den Unterschied aus.

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DFB-Pokalsieger 2017: Borussia Dortmund

Immerhin das Fan-Duell ging klar an die Eintracht. Trotz optischer Überlegenheit der Dortmund Fans bestimmten die Adler das Geschehen auf den Rängen. Bessere Choreo, lautere Gesänge, mehr Emotionen und nur einmal leuchtete es auch im Eintracht-Block, während aus der  Dortmunder Kurve die Besucher permanent eingeräuchert wurden.

Die Frankfurter präsentierten sich anschließend als traurige Verlierer, aber auch als solche, die erhobenen Hauptes aus Berlin abreisen. „Gratulation an den BVB, ich glaube der Sieg ist auch verdient“, sagte Trainer Niko Kovac. „Ich bin stolz, solche Jungs zu haben. Was sie geleistet haben ist sensationell.“

Ähnlich auch die Worte von Sportvorstand Fredi Bobic: „Die Jungs haben es super gemacht, wir können stolz sein. Leider werden wir in den nächsten Jahren nicht oft in eine solche Situation kommen.“

Ausgelassen dagegen natürlich der Jubel beim BVB, der zuvor vier große Endspiele in Folge verloren und eine Saison mit etlichen Facetten erlebt hatte - auch mit solchen, die man vor einiger Zeit gar nicht für möglich gehalten hätte.

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Schrei vor Freude: BVB-Verteidiger Marc Bartra

Über den BVB-Triumph freuen dürfen sich auch Hertha BSC  und der SC Freiburg. Während die „Alte Dame“ nun sicher in der Europa-League-Gruppenphase ist, dürfen die Breisgauer immerhin in die Qualifikation.

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