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„Bodenlos!“ Nach Kruse-Show und Heimpleite: TSG-Profi lässt heftige Schiri-Kritik ab

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Florian Grillitsch (r.), hier im Duell mit Union Berlins Robin Knoche, platzte nach der 1:3-Heimpleite seiner TSG Hoffenheim am Montagabend der Kragen.

Sinsheim – Da war einer aber mal so richtig sauer! Nachdem Hoffenheim das Montagabendspiel zum Abschluss des sechsten Bundesliga-Spieltags zu Hause mit 1:3 gegen Union Berlin vergeigt hatte, platzte TSG-Profi Florian Grillitsch (25) anschließend am DAZN-Mikrofon der Kragen.

Hintergrund war die Knackpunkt-Szene des Spiels: In der 58. Minute hatte Hoffenheims Robert Skov (24) den enteilten Unioner Sebastian Griesbeck (30) im eigenen Sechzehner mit dem linken Arm von hinten leicht geschubst. Der Berliner ging zu Boden, Referee Robert Hartmann (41) zeigte auf den Punkt – und gab obendrein noch Rot für den dänischen Übeltäter.

Zu diesem Zeitpunkt hatte es 0:0 gestanden. Union-Star Max Kruse (32) verwandelte den Strafstoß zum 1:0 für die „Eisernen“. Und Grillitsch? Der war nach dem Schlusspfiff immer noch stocksauer über die Entscheidung.

Florian Grillitsch schießt heftig gegen Schiedsrichter Robert Hartmann

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„Ich denke, es war ein gute Montagabendspiel“, sagte Grillitsch zunächst. „Mit Chancen auf beiden Seiten.“ Und dann konnte der Ösi-Kicker nicht mehr an sich halten. „Der Einzige, der heute kein Bundesliga-Niveau hatte, war der Schiedsrichter. Ganz klar. Bodenlos für mich!“

Allerdings: Auch wenn der Schubser ein leichter und der Platzverweis eine eher harte Entscheidung war: Hartmann lag richtig. Denn die Attacke galt nicht dem Ball, Skov hatte Griesbeck auf Höhe der Schulter gestoßen und eine klare Torchance regelwidrig verhindert. Damit war die Doppelbestrafung Elfmeter und Rot gerechtfertigt.

Grillitsch allerdings war dennoch auf 180. Der Österreicher motzte weiter: „Der Griesbeck, der ist 1,90 und wiegt sicherlich 85 Kilo. Dann gibt’s eine Berührung an der Schulter. Und dann fliegt der hin. Also wenn das eine Rote Karte ist, dann gibt’s ja bald nur noch Rote Karten!“

Für Skov und Hoffenheim um Coach Sebastian Hoeneß (38) war die Situation doppelt bitter: Denn der Däne war erst nach 34 Minuten für den verletzten Stefan Posch in die Partie gekommen, der TSG-Profi war bei einem Zweikampf böse mit dem linken Knöchel umgeknickt. Nun werden die Kraichgauer in den kommenden Wochen voraussichtlich zwei Spieler ersetzen müssen – den einen gesperrt, den anderen verletzt.

Max Kruse schießt Union Berlin zum Sieg bei der TSG Hoffenheim

Max Kruse war es freilich egal, er verwandelte den Elfer souverän zu 1:0-Führung für die Eisernen (60.). Der Neuzugang legte ohnehin einen echten Gala-Auftritt hin, die weiteren beiden Berliner Treffer durch Joel Pohjanpalo (85.) und Cedric Teuchert (90.+4) bereitete der Offensiv-Spieler jeweils mustergültig vor. Munas Dabbur hatte für die TSG zwischenzeitlich ausgeglichen (80.).

Kruse hat damit alle seine 15 Bundesliga-Elfmeter verwandelt. Damit jagt der exzentrische Profi weiter den Rekord: Hans-Joachim Abel (68), in den 70er- und 80er-Jahren für den VfL Bochum und den FC Schalke 04 aktiv, hatte seinerzeit 16-mal bei 16 Versuchen eingenetzt. (kos)

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