„Haben nicht genug getan“ US-Fußballverband kippt umstrittene Rassismus-Regel

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Megan Rapinoe, hier im September 2016, setzt regelmäßig mit einem Kniefall ein Zeichen während der US-Hymne. 

Los Angeles – Es ist das bestimmende Thema derzeit: Die Black-Lives-Matter-Bewegung in den USA. Wirkung hat die Botschaft nun auch im Sport. Der amerikanische Fußball reagiert.

Angesichts der andauernden Rassismus-Debatte hat der US-amerikanische Fußballverband USSF die umstrittene Kniefall-Regel gekippt. 

USSF: Kniefall-Regelung war falsch

„Es ist klar geworden, dass diese Regel falsch war und von der wichtigen Botschaft der Black-Lives-Matter-Bewegung abgelenkt hat“, teilte der Verband mit.

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2017 hatte USSF verboten, dass Spielerinnen und Spieler bei der Nationalhymne auf ein Knie gehen dürfen. Stars wie Megan Rapinoe hatten damit in Anlehnung an Quarterback Colin Kaepernick ihren Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt zum Ausdruck gebracht. „Wir haben nicht genug getan um zuzuhören und die sehr reale und bedeutungsvolle Erfahrung unserer schwarzen und der anderen Minderheiten in unserem Land anzuerkennen. Wir entschuldigen uns bei unseren Spielerinnen und Spielern, speziell unseren schwarzen Spielerinnen und Spielern, Angestellten, Fans und allen anderen, die daran arbeiten, den Rassismus zu beseitigen“, so der Verband.

Kniefall-Paragraph wird gestrichen

Regel Nummer 604-1 verlangte von den Spielerinnen und Spielern, beim Abspielen der Nationalhymne „respektvoll“ zu stehen.

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Der Verband hatte in den vergangenen Tagen viel öffentlichen Druck bekommen, den entsprechenden Paragraphen zu streichen. „Wir können die Vergangenheit nicht ändern, aber wir können in Zukunft einen Unterschied machen“, so USSF. (sid/krä)

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