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„Komm hier rein und sei ein Mann“ FCI-Kapitän droht Nürnberg-Coach mit Prügel

Ingolstadt Randale

Stefan Kutschke (2. v. l.) musste von Betreuern und Mitspielern nach Schlusspfiff zurückgehalten werden.

Ingolstadt – Mehr Drama geht kaum!

Ingolstadt führt bis zur 95. Minute im Rückspiel der Relegation mit 3:0 – damit wäre der 1. FC Nürnberg abgestiegen. Doch dann kam Fabian Schleusener (28) und erzielte sein erstes Saisontor im 22. Spiel.

Der bis dato glücklose Stürmer spitzelte den Ball mit der Fußspitze am Ingolstädter Torhüter Marco Knaller (33) vorbei und erzielte den goldenen Treffer für den „Glubb“. Danach brachen bei den Nürnbergern alle Dämme. Auf der anderen Seite verloren die Ingolstädter die Fassung.

Stefan Kutschke droht mit Schlägen

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Der FCI fühlte sich wegen der fünfminütigen Nachspielzeit um den Aufstieg betrogen. Das Tor fiel sogar nach Ablauf der Nachspielzeit. Jedoch wechselten die Ingolstädter zwei Mal, zudem musste Marcel Gaus (30) länger behandelt werden.

Nach Schlusspfiff entlud sich die Wut der Ingolstädter. Maximilian Beister (29) warf mit üblen Beleidigungen um sich. Vor allem FCI-Kapitän Stefan Kutschke (31) war kaum noch zu halten. Betreuer mussten ihn bremsen, sonst wäre es zu einer Schlägerei mit FCN-Interimscoach Michael Wiesinger (47) gekommen. Auf dem Weg Richtung Kabine drohte Kutschke dem Gäste-Trainer noch offen eine Schlägerei an, schreibt die „Bild“: „Komm hier rein und sei ein Mann.“

Tomas Oral stänkert in der Pressekonferenz

Auch Ingolstadts Trainer Tomas Oral (47) war nach der Partie mächtig bedient. Auf der Pressekonferenz polterte er Richtung FCN. „Ich will dazu eigentlich gar nichts sagen. Das hatten wir heute nicht verdient. So bestraft zu werden ist brutal. Letzte Woche sind wir nicht aufgestiegen, weil Würzburg einen unberechtigten Elfmeter bekommen hat und heute lässt der Schiedsrichter fünf Minuten nachspielen und pfeift dann immer noch nicht ab.“

Danach unterbrach er noch Wiesinger und warf ihm vor, dass sie nicht aufgrund der eigenen Qualität die Klasse gehalten haben, sondern durch die des Schiedsrichters.

Pure Erleichterung beim 1. FC Nürnberg

Auf der anderen Seite war die Erleichterung riesig. Nürnbergs Torhüter, Christian Mathenia (28) weinte minutenlang nach dem Abpfiff. Auch Wiesinger kamen im Interview die Tränen. „Mich freut es einfach für die kleinen Leute. Es hingen viele Jobs von diesem Spiel ab.“

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Nürnbergs Retter Schleusener wusste nach Schlusspfiff ebenfalls nicht, wohin mit seinen Gefühlen: „Mir fehlen wirklich die Worte. Ich habe ein Gefühlschaos in mir. Ich weiß nicht, ob ich jemals so viele Männer in Tränen gesehen habe. Unfassbar.“ (ek)

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