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Spektakuläres Topspiel in München Müller mit zwei Tor-Grüßen an Jogi Löw

Müller-Ausgleich-RB

Per Kopf erzielte Thomas Müller das 3:3 gegen RB Leipzig.

München – Was für ein Fußball-Feuerwerk in München! Bei eisigen Temperaturen lieferten der FC Bayern und RB Leipzig ein echt heißes Topspiel. In der wohl besten Bundesliga-Partie der bisherigen Saison gab es am Ende beim 3:3 (2:2) keinen Sieger. Und das war vollkommen gerecht.

Die befürchtete Vorentscheidung an der Liga-Spitze ist ausgeblieben. Die Sachsen bleiben nur zwei Punkte hinter dem Titelverteidiger. Thomas Müller (31) rettete seinen Bayern mit einem Doppelpack den Punkt und sendete mitten in der heftigen Debatte um den Bundestrainer zwei passende Tor-Grüße an Joachim Löw (60).

Thomas Müller: Brauchen bei Nationalmannschaft wieder Schwung in der Bude

Eine Rückkehr in die Nationalmannschaft ist für Müller momentan aber kein Thema. Das sei „in der Phase, in der wir uns befinden, ganz weit weg. Alles andere könnt ihr rauf und runter diskutieren, wie ihr wollt“, sagte der Stürmer. „Ich bleibe dran und dann schauen wir mal.“ Die DFB-Entscheidung, dass Löw Bundestrainer bleibt, bewertete Müller nur indirekt. „Das ist eine Nachricht, die der DFB so entschieden hat, deswegen müssen alle Deutschen hinter dieser Entscheidung stehen und alles dafür tun, dass wir da wieder Schwung reinbringen in die Bude und mit Joachim Löw bringen wir auch wieder Schwung in die Bude.“

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Coman-Müller

Kingsley Coman legte alle drei Bayern-Tore auf, zwei davon für Thomas Müller.

Christopher Nkunku (19.) brachte RB mit dem ersten Leipziger Tor in München überhaupt in Führung. Doch das für den verletzten Javi Martinez (Verdacht auf Muskelfaserriss) eingewechselte Ausnahmetalent Jamal Musiala (30.) und eben Müller (35.) wendeten zunächst das Blatt.

Justin Kluivert (36.) glich mit seinem ersten Pflichtspieltreffer im Bullen-Dress aus, ehe der starke Emil Forsberg (48.) Leipzig von der ersten Erstürmung der Allianz Arena träumen ließ. Doch Müller traf nach dem dritten Assist von Kingsley Coman erneut (75.). Der von Löw hingehaltene Müller hat nun in neun Liga-Spielen sechs Tore geschossen und sechs weitere vorbereitet.

RB Leipzig lieferte ein aggressives Spiel

Die extrem gierigen Gäste waren wild entschlossen, die Münchner Mängel zu nutzen. „Ich habe gerade noch ein Club-Sandwich gegessen, aber Hunger habe ich trotzdem noch“, sagte RB-Coach Julian Nagelsmann vor dem Spiel - und auch seine Mannschaft strahlte diesen Willen aus. Die in die Startelf rotierten Nkunku und Kluivert brachten sehr viel Geschwindigkeit mit und überrannten die Abwehr des Rekordmeisters nach Ballverlust ein ums andere Mal.

Manuel Neuer stürzte vor dem 0:1 am Ball vorbei

Vor dem 0:1 machte Forsberg das Spiel mit einem Pass in die Tiefe schnell, die Bayern hatten dabei keine gute Staffelung und waren im Mittelfeld viel zu offen. Kapitän Manuel Neuer stürzte aus seinem Tor, kam gegen Nkunku aber zu spät.

Neuer-Patzer

Manuel Neuer grätscht ins Leere, Christopher Nkunku zieht davon und trifft zum 0:1.

Nach der Führung beging Leipzig den Fehler, den Favoriten kommen zu lassen. Der erst 17-jährige Musiala erzielte auf Zuspiel von Coman seinen dritten Bundesliga-Treffer (im achten Spiel, das schafften zuvor nur Christian Pulisic, Timo Werner und Kai Havertz) und leitete das 2:1 ein.

Doch die Bayern brachten keine Ruhe in ihr Spiel - und Leipzig verlor auch durch den Rückstand nicht den Mut. Kluivert nutzte eine weitere Schlafmützigkeit der Abwehr nach schlauem Pass von Amadou Haidara zum Ausgleich. Bei der erneuten RB-Führung nach der Pause konnte Forsberg nach Angelino-Flanke völlig unbedrängt einköpfen. „Das war heute ein echtes Top-Spiel mit zwei Mannschaften, die beide gewinnen wollten. Es war geil heute auf dem Platz stehen zu dürfen. Für solche Spiele lebt man als Fußball-Profi“, freute sich Forsberg.

Forsberg-Jubel

Leipzigs Emil Forsberg dreht nach seinem Treffer zum 3:2 für RB jubelnd ab.

Doch Müller schlug ein zweites Mal zu. Trotzdem war er nicht restlos zufrieden. „Für mich waren bei mir auch ein paar zu viele Ballverluste dabei“, sagte er selbstkritisch bei Sky. „Es war nicht alles perfekt. Natürlich schießt man nicht in jedem Spiel zwei Tore, über die Aktion bin ich froh. Aber auch bei mir persönlich wäre heute mehr drin gewesen.“

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