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Magath über FlickIch hätte mir von einem Interimstrainer auch nichts sagen lassen

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Felix Magath am Sonntagvormittag, 18. April, zu Gast bei Sky90.

von Frank Neußer (neu)

München – Felix Magath (67) gewann mit dem FC Bayern München in den Spielzeiten 2004/05 und 2005/06 zweimal das Double mit Meisterschaft und DFB-Pokal. Der Europameister von 1980 kennt also die Mechanismen beim Rekordmeister aus eigener Erfahrung.

  • Felix Magath war bei Sky 90 als Experte zu Gast
  • Der Europameister von 1980 sprach über den FC Bayern München
  • Der ehemalige Trainer war von der Entscheidung von Hansi Flick überrascht

Bei Sky 90 redete Magath am Sonntagvormittag (18. April) über die Ankündigung von Hansi Flick (56) die Roten am Ende der Saison trotz eines Vertrages bis 2023 verlassen zu wollen.

„Ich kann den Schritt nachvollziehen. Dass eine Trennung bevorsteht, war mir klar. Mit dem Zeitpunkt hat er alle überrascht, deshalb weiß er, dass er sich intern keine Freunde gemacht hat. Er will weg. Der FC Bayern kann jetzt auch nicht anders, als sich von Flick zu lösen.“

Alles zum Thema Hansi Flick

Der Erfolgstrainer hatte nach dem 3:2-Sieg beim Tabellendritten VfL Wolfsburg offiziell verkündet, was bereits seit Herbst in ihm schlummerte. Er möchte seinen Vertrag bis 2023 nicht erfüllen. Der Konflikte mit Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic (44) über Neuzugänge, Mitspracherecht und die atmosphärischen Störungen waren einfach zu groß, um in Zukunft erfolgreich in München zusammenzuarbeiten.

Bayern München bekannte sich nicht zu Trainer Hansi Flick

Da es auch von Seiten der Bosse um Karl-Heinz Rummenigge und Oliver Kahn kein Bekenntnis zu Hansi Flick gab, sondern eher rumgeeiert wurde, wie FCB-Präsident Herbert Hainer (66) bei Sky 90 in der vergangenen Woche, war der Entschluss des Trainers keine Überraschung.

So zog er kurz vor dem Gewinn des erneuten Titels in der Bundesliga die Konsequenz und machte nun seine Entscheidung publik. Und das trotz wahrscheinlich sieben Titeln seit der Installierung als Coach am 4. November 2019.

Felix Magath kann die Bayern-Bosse verstehen

Jedoch kann Magath auch die Haltung der Bosse nachvollziehen: „Hansi war zunächst als Assistent geholt worden und wurde dann Interimstrainer. Von einem Interimstrainer lasse ich mir auch nicht die Personalplanung vorschreiben. Ich hatte damals auch kaum Einfluss auf die Kadergestaltung. Die Zusammenstellung war beim FC Bayern immer Sache des Vorstandes.“

Die ehemalige HSV-Legende sagt: „Es ist außergewöhnlich, dass ein Trainer über die Medien Transferpolitik betrieben hat."

Auch für Lothar Matthäus (60) war die Entscheidung Flicks ein logischer Schritt. „Es war für Hansi Flick der richtige Zeitpunkt, wahrscheinlich nicht für Bayern. Hansi Flick war in den letzten Tagen und Wochen nicht mehr der Hansi, wie ich ihn kenne. Er ist jemand, der mit Problemen schnellstmöglich aufräumt, denn die will er nicht mit sich herumtragen. Da verliert er den Spaß. Hansi ist ein Familienmensch und hat wieder eine gute Atmosphäre in München geschaffen.“

Lothar Matthäus: Hansi Flick hat Hilferufe abgelassen

Der TV-Experte sagte weiter: „Er hat viele Hilferufe abgelassen, aber keiner hat ihn erhört. Deshalb ist die Entscheidung nun eine Befreiung. So war es für ihn in den letzten paar Wochen eher die Frage nach dem Wann und Wie. Es ist wahrscheinlich eine Erleichterung für ihn.“

Der Weltmeister von 1990 geht davon aus, dass ein neuer Trainer bereits ausgemacht ist und Julian Nagelsmann (33) von RB Leipzig nach München kommen wird. „Ich bin mir jetzt sicher, dass Hansi Flick zum DFB gehen wird und Julian Nagelsmann zum FC Bayern.“

Dafür müssten der Rekordmeister aber sicher einen zweistelligen Millionenbetrag nach Leipzig überweisen.

Magath würde Flick als Nachfolger von Joachim Löw (61) begrüßen : „Ich glaube schon seit Wochen, dass Hansi Bundestrainer werden möchte. Er passt zum DFB und ist somit die ideale Lösung.“