Keine Angst vor Lukaku & Co.Aber Bayer-Coach Bosz muss bitteren Ausfall hinnehmen

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Bayer Leverkusens Trainer Peter Bosz beim Abschlusstraining vor dem Kracher-Duell im Viertelfinale der Europa League mit Inter Mailand.

von Anton Kostudis (kos)

Düsseldorf – Nach dem souveränen Viertelfinal-Einzug gegen überforderte Glasgow Rangers (3:1, 1:0) warten auf Bayer Leverkusen jetzt die richtigen Europa-League-Kracher. Der erste Gegner Inter Mailand (Montag, 21 Uhr, DAZN) besitzt Königsklassen-Format, die Werkself und Coach Peter Bosz (56) brauchen in Düsseldorf daher einen echten Top-Tag.

„Wir fürchten niemanden, aber wir haben immer Respekt vor dem Gegner“, sagte Bosz, der allerdings auch zugeben musste: „Inter ist eine sehr, sehr gute Mannschaft.“

Peter Bosz: „Keine großen Überraschungen“

Taktisch wollte sich der Niederländer wie gewohnt nicht in die Karten schauen lassen, wenngleich er verriet: „Es wird sicher keine große Überraschung geben.“

Alles zum Thema Rudi Völler

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Superstar Kai Havertz (M.) und Bayer Leverkusen müssen am Montagabend im Viertelfinale der Europa League mit Inter Mailand einen schweren Brocken aus dem Weg räumen.

Bedeutet: Bayer wird versuchen, die Mailänder schon früh im Spielaufbau zu stören. Auch Abwehrchef Sven Bender (31) hat keine Angst vor Inters Sturm-Tank Romelu Lukaku (27): „Man nimmt’s, wie’s kommt. Am Ende müssen wir es sowieso als Team regeln“, sagte der Routinier.

Bayer Leverkusen will deutsche Ehre in der Europa League retten

Für Leverkusen geht es nicht zuletzt darum, die deutsche Europa-League-Ehre zu retten: Sowohl Vorjahres-Halbfinalist Eintracht Frankfurt als auch die mit VW-Millionen aufgerüstete Truppe des VfL Wolfsburg flog im Achtelfinale sang- und klanglos aus dem Wettbewerb.

Zé Roberto, Michael Ballack und Co. – Bayer Leverkusens Sportboss Rudi Völler legt sich bei bestem Werkself-Profi aller Zeiten fest.

Vor zehn Jahren feierte Inter mit dem Triumph in der Champions League den bis dato letzten großen internationalen Titel. Bayers jüngster Europapokal-Coup liegt noch deutlich länger zurück: 1988 holte der Werksklub gegen Espanyol Barcelona den Uefa-Pokal. Nun soll die Durststrecke vor der Haustür beim Finalturnier in NRW endlich beendet werden.

Charles Aránguiz fehlt Bayer Leverkusen gegen Inter Mailand

Nicht dabei helfen kann – zumindest gegen Inter – Mittelfeld-Stratege Charles Aránguiz (31). Der Chilene holte sich gegen Glasgow seine dritte Gelbe ab und muss im Viertelfinale zuschauen. „Es ist schade“, kommentierte Bosz diesen Umstand – wohl wissend, wie wichtig der Abräumer für das Bayer-Spiel ist.

Hoffnung macht allerdings der Auftritt von Jungspund Exequiel Palacios (21), der gegen die Rangers im zentralen Mittelfeld überzeugte. Neben ihm könnte Bosz auf Kerem Demirbay (27) setzen, der nach abgebrummter Gelbsperre wieder zur Verfügung steht. Auch Nationalspieler Nadiem Amiri (23) ist nach seiner vorsorglichen Corona-Kurz-Quarantäne wieder zum Team gestoßen. Ein Einsatz des angeschlagenen Karim Bellarabi (30, Oberschenkelverletzung) entscheidet sich kurzfristig.