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Müssten uns von Spielern trennen Bayer-Krise: Völler warnt vor „spürbaren Folgen“

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Rudi Völler, hier am 25. Februar in der BayArena, sorgt sich vor Konsequenzen, sollte Bayer Leverkusen die Champions League verpassen.

Leverkusen – Reiner Calmund (72) hat die Hoffnung nicht aufgegeben. „Vielleicht geht ja irgendwann doch einmal mein Traum in Erfüllung: dass Bayer 04 Deutscher Meister wird“, sagte das frühere Bayer-Urgestein am Montag (15. März). In dieser Saison hat die Werkself allerdings ganz andere Probleme.

  • Bayer Leverkusen weiter in der Krise
  • Rudi Völler nimmt Team und Trainer in die Pflicht
  • Völler über Konsequenzen für Bayer ohne Europa

Leverkusen muss nach der 1:2-Heimpleite gegen Arminia Bielefeld am Sonntag (14. März) und nur einem Sieg in den letzten sieben Pflichtspielen sogar um einen Europacupplatz bangen. Für Sport-Geschäftsführer Rudi Völler (60) ist klar: Die Wende muss so schnell wie möglich her.

Bayer Leverkusen: Rudi Völler nimmt Mannschaft und Trainer in die Pflicht

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Denn während Calmund im Interview mit dem „General-Anzeiger“ vom Titel träumen durfte, muss Völler sich mit der bitteren Realität befassen. In der Bundesliga ist die Qualifikation für Europa in Gefahr, in DFB-Pokal und Europa League wurden die Ziele zuletzt schon leichtfertig verspielt.

„An der Qualität liegt es sicherlich nicht. Ich glaube auch, dass alle Spieler alles geben, ich würde ihnen nicht mangelnden Einsatz vorwerfen“, sagte Leverkusens Sport-Geschäftsführer Rudi Völler (60) in Mediengesprächen.

Und in Richtung Coach Bosz: „Aber wenn der Trainer glaubt, dass der eine oder andere Spieler nicht in Form ist, dann muss er andere Spieler bringen. Man hat gegen Bielefeld gesehen, dass es anders wurde, als Florian Wirtz reinkam. Uns fehlen halt generell Frische und vor allem Unbekümmertheit im Spiel.“ Bayer müsse auf jeden Fall „besser verteidigen und vor dem Tor effektiver werden“.

Rudi Völler betont erneut Wertschätzung für Peter Bosz

Klingt simpel, aber die Umsetzung scheint doch nicht so einfach zu sein. Hinzu kommt das außergewöhnliche Verletzungspech, zahlreiche Führungsspieler fallen langfristig aus. Calmund: „Das kannst du nicht kompensieren. Unter den jetzigen Umständen wäre ich zufrieden, wenn Bayer sich für die Europa League qualifizieren könnte.“

Ein internationaler Platz ist auch für Völler Pflicht. Dieser Erwartungshaltung muss sich der niederländische Fußballlehrer Bosz stellen.

„Bei uns genießt Peter Bosz große Wertschätzung, er hat Rückendeckung erhalten“, äußerte Völler, „umso mehr weiß er natürlich, dass wir nächsten Sonntag im Spiel bei Hertha BSC und in den kommenden Wochen ein anderes Gesicht zeigen müssen, dass auch er in der Verantwortung steht.“

Rudi Völler fürchtet „spürbare Folgen“ für Bayer Leverkusen ohne Champions League

Ein Platz in der Champions League wird angesichts der Konkurrenz nur schwer zu erreichen sein. Dies hätte „spürbare Folgen“, so Völler, „auch wir müssen wirtschaftlich vernünftig planen. Dann müssten wir uns von dem einen oder anderen Spieler trennen“.

Klar sei aber auch, dass Bayer mit Bosz noch vor relativ wenigen Wochen an der Tabellenspitze (12. Spieltag) stand. Die unglückliche 1:2-Niederlage gegen Rekordmeister Bayern München am 19. Dezember 2020 leitete dann die negative Trendwende bei Bayer ein.

Damals schwärmte ganz Fußball-Deutschland vom offensiven Spielstil der Rheinländer unter Bosz, inzwischen wissen die Gegner ganz genau, wie sie gegen Bayer spielen müssen, um erfolgreich zu sein. Völler nimmt aber auch die Profis in die Pflicht: „Die Spieler sind jetzt gefordert. Wir dürfen den Kopf nicht hängen lassen.“ (sid)

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