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„Im Nachhinein bedaure ich das“Bayer-Boss Carro über Verhältnis zu Derby-Gegner Köln

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Bayer Leverkusens Geschäftsführer Fernando Carro, hier beim Kongress SpoBis in Düsseldorf im Januar 2020, wünscht sich für das DFB-Pokal-Finale Fans im Stadion.

Leverkusen – Wenn es nach Leverkusen-Boss Fernando Carro (55) geht, gibt es keinen Zweifel: Bayer 04 Leverkusen ist einer der ganz großen Klubs im deutschen Fußball und sollte „jedes Jahr in die Champions League“ kommen.

Während die Werkself dieses Ziel noch nicht erreicht hat und im Liga-Wettbewerb mit Borussia Mönchengladbach um Platz vier ringt, ist ein anderes ganz nah. Bayer steht gegen den FC Bayern im Finale des Pokalfinals. Für das Endspiel in Berlin hat sich Carro etwas Fragwürdiges ausgedacht: Er will vor Zuschauern spielen lassen – trotz Corona-Regeln.

Bayer Leverkusen will DFB-Pokalfinale mit Zuschauern

Dazu erwartet der Vorsitzende der Leverkusener Geschäftsführung ein Konzept des DFB, wie er im Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ erklärte. Das Finalspiel sei, nicht zuletzt wegen der Austragung „in einem so riesigen Stadion“ wie dem Berliner Olympiastadion, „ein guter Test für nächste Saison. Ich würde mir wünschen, dass 5000 Zuschauer pro Klub erlaubt würden.“

Alles zum Thema Kai Havertz

Carro bot bei der Ausarbeitung eines Konzepts auch die Hilfe des rheinischen Pokalfinalisten an, schob aber auch ein, dass man sich jeglichen Entscheidungen der Politik letztendlich „selbstredend  beugen“ müsse. Dennoch erhofft sich Bayer Leverkusen aktuell noch, dass „am Ende wenigstens ein Teil unserer Fans dabei sein kann“.

Fernando Carro: „Dafür müssen wir öfter um Titel mitspielen“

Geht der Plan auf, könnten die 5000 Werkself-Fans nicht nur eventuell den zweiten Pokalsieg der Vereinsgeschichte mitfeiern, auch würden die Mitgereisten womöglich Zeuge des letzten Pflichtspiels von Nationalspieler Kai Havertz (21) im Bayer-Trikot.

Dass ein Abgang heißumworbener Spieler mittelfristig nicht zu verhindern ist, weiß auch Fernando Carro: „Generell würde ich Spieler wie Kai Havertz oder zuletzt Julian Brandt (24) gerne länger bei Bayer 04 behalten, aber man muss natürlich die Gedanken der Spieler akzeptieren.“

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Kai Havertz, hier beim Champions-League-Gruppenspiel zwischen Bayer Leverkusen und Juventus Turin im Dezember 2019, könnte Leverkusen im Sommer nach zehn Jahren den Rücken kehren. 

Havertz‘ Wunsch, den nächsten Karriereschritt zu gehen, müsse man respektieren. Trotzdem wolle Bayer „versuchen, eine Lösung zu finden, bei der das Ziel des Spielers mit unserem in Einklang gebracht werden kann“, argumentierte der spanische Bayer-Boss.

Die Zukunft von Bayer Leverkusen soll dennoch anders aussehen, hofft Carro. Der will „daran arbeiten, dass wir eine noch bessere Adresse werden und Top-Spieler noch länger hier bleiben möchten. Aber dafür müssen wir öfter um Titel mitspielen – und zwischendurch einen gewinnen.“ Die nächste Chance dazu bekommt Bayer 04 schon am 4. Juli (20 Uhr, ARD) im Olympiastadion, sofern nicht eine Schlagernacht dazwischen kommt (hier lesen Sie mehr).

Fernando Carro über 1. FC Köln: „Wir haben sie wiederbelebt“

Vorher jedoch müssen Kai Havertz und Co. unter anderem gegen den Lokalrivalen aus Köln ran. Eigentlich ein Pflichtsieg im Rennen um die Champions-League-Plätze. Doch schon das Hinspiel lief für die ambitionierten Leverkusener längst nicht so wie geplant.

Die 0:2-Niederlage in der Domstadt bedeutete am 15. Spieltag den Beginn der sportlichen Wiederauferstehung des strauchelnden Kölner Bundesligisten. „Wir haben sie wiederbelebt“, resümierte Carro. Auch vor dem Rückrunden-Derby steckt der 1. FC Köln wieder in einem Formtief. Eine erneute Auferstehung will die Werkself aber verhindern.

Dazu könnte auch ein ehemaliges FC-Juwel beitragen. Der 17-jährige Florian Wirtz wechselte erst im Winter aus der Kölner Jugend zu Bayer, wo er in den vergangenen Wochen zum jüngsten Bundesliga-Torschützen avancierte. Gegen seinen Ex-Klub darf er sich berechtigte Hoffnungen auf einen Einsatz machen (hier lesen Sie mehr).

Fernando Carro: „Im Nachhinein bedaure ich das“

Der Wechsel des Top-Talents hatte seinerzeit die Stimmung zwischen den Rheinland-Klubs schwer belastet. Auch ein Kommentar Carros war seinerzeit nicht wirklich zuträglich gewesen. Der Leverkusen-Chef hatte beim Düsseldorfer Branchen-Kongress SpoBis gesagt, es kämen Klubs wie Atlético Madrid in der Champions League nach Leverkusen, die wüssten nicht einmal, „dass in Köln Bundesliga-Fußball gespielt wird“.

Ein Spruch, den der Spanier heute bereut: „Ich habe das ohne böswilligen Hintergedanken gesagt und war mir nicht bewusst, was daraus gemacht wird. Im Nachhinein bedaure ich das. Ich wollte niemandem zu nahe treten.“

Eigentlich sei die Beziehung zu den Kölner Kollegen nämlich eine „kollegiale und meist entspannte“. Am Mittwoch (20.30 Uhr, Sky) wird sie aber nun erneut auf die Probe gestellt.