Carro fordert „absolute Gier“ Bayer-Boss mit offensiver Titel-Ansage vor Pokalfinale

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Geschäftsführer Fernando Carro (r.) neben Trainer Peter Bosz vor Bayer Leverkusens Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt am 18. Oktober 2019.

Leverkusen – Als Fernando Carro (55) vor zwei Jahren als Geschäftsführer bei Bayer Leverkusen antrat, gehörten Titel gleich zu den ersten seiner Forderungen für die Zukunft.

Allein in der laufenden Saison hat die Werkself mit DFB-Pokal und Europa League noch zwei Eisen im Feuer. Entsprechend bestätigt sieht sich Carro in seiner Haltung – und fordert noch mehr Gier für die Zukunft.

Fernando Carro fordert „absolute Gier“ vor Bayer Leverkusens Finalduell gegen FC Bayern

Wenn am Samstag um 20 Uhr im Berliner Olympiastadion das Finale des DFB-Pokals gegen Bayern München steigt, geht die Elf von Trainer Peter Bosz (56) zwar als Außenseiter in die Partie, Hoffnung machen allerdings zwei Siege aus den letzten drei Duellen mit dem Rekord-Pokalsieger. Carro: „Deshalb müssen wir die absolute Gier entwickeln, diese sich jetzt bietende Chance auf den DFB-Pokal zu nutzen.“

Carro sieht sich mit der erfolgreichen Spielzeit in den Pokal-Wettbewerben bestätigt, dass Bayer mit größeren Ambitionen durchaus zurechtkommt. Auch in Zukunft sollen Titel seiner Meinung nach offensiver angepeilt werden.

„Dazu stehe ich auch. Das ist ein Anspruch, der zu mir gehört, mein Naturell. Ich will regelmäßig um Titel spielen. Und das nicht einmal, sondern möglichst in jedem Jahr“, zeigte sich der Spanier entsprechend forsch.

Fernando Carro sieht Bayer Leverkusen im Poker um Kai Havertz weiter in guter Position

Vor dessen Antritt hieß es immer wieder, Bayer fehle es an Ambitionen, um tatsächlich bis zuletzt vorne mitzuspielen. Ganz widersprechen wollte auch der Bayer-Boss diesem Eindruck nicht: „Vielleicht. Ich habe von Anfang an dafür gekämpft, dass wir noch ehrgeiziger werden. Dass wir daran glauben, dass hier etwas möglich ist. Dass wir ein Verlangen dafür entwickeln.“

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Eine Hoffnung für den kurzfristigen Erfolg: Bei den Titelkämpfen im Pokal und im Finalturnier der Europa League ab Anfang August kann Bayer Leverkusen definitiv auf Nationalspieler Kai Havertz (21) zählen. Ein vorzeitiger Abgang des international umworbenen Mittelfeldspielers stehe für Carro „nicht zur Diskussion“.

Mit dem Gewinn der Europa League und dem damit verbundenen Einzug in die Champions League könnte die Werkself zwar die Chancen auf einen Havertz-Verbleib erhöhen, komplett abhängig sei die Personalie davon aber nicht, betonte der Bayer-Boss. Er verwies auf den Vertrag bis 2022 ohne Ausstiegsklausel, der Leverkusen die Chance gibt, eigenmächtig über einen Wechsel zu entscheiden. (bc)

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