Kuriose Aktion mit „dicken Hupen“ Landwirte crashen Bayer-Spiel gegen Hoffenheim

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Leon Bailey hatte mit seinem Doppelpack großen Anteil am Heimsieg Bayer Leverkusens gegen die TSG Hoffenheim. Während des Spiels war es zu einem kuriosen Vorfall gekommen.

Leverkusen – Sechs Jahre und 92 Tage lang hatte die Werkself auf diesen Moment warten müssen: Am Sonntagabend um 19.50 Uhr war es dann so weit: Durch den ungefährdeten 4:1-Heimsieg gegen Hoffenheim kürte sich Bayer Leverkusen zum neuen Tabellenführer der Bundesliga!

Während des Spiels war es dabei zu einem ausgesprochen kuriosen Vorfall gekommen: Denn Mitte der zweiten Halbzeit ertönte vor der Leverkusener Arena plötzlich ein lautstarkes Hup-Konzert. Fast eine Viertelstunde lang trötete und dröhnte es vor dem Stadion – deutlich hörbar für alle Beteiligten auf und neben dem Rasen. Die Profis, Betreuer und TV-Zuschauer rätselten: Was ist da los?

Traktor-Korps sorgt für Kuriosum bei Bayer Leverkusens Heimsieg

Sky-Kommentator Marcus Lindemann (54) erklärte kurz darauf: „Da sind Traktoren vor der Arena aufgefahren. Die haben natürlich richtig dicke Hupen.“

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Hintergrund der Aktion: Mehrere Landwirte aus der Region hatten für den Sonntagnachmittag zu einer „Weihnachtsfahrt“ aufgerufen. Gemeinsam tuckerten sie in ihren geschmückten Fahrzeugen eine 30 Kilometer lange Route durch Leverkusen – und machten dabei auch nahe des Stadions halt. Dabei nutzen sie offensichtlich die Gelegenheit, die Bayer-Profis mit ihrem Hup-Konzert lautstark zu unterstützen.

Aufgrund der dramatischen Corona-Zahlen dürfen aktuell ja bekanntlich keine Fans ins Stadion – diese Not macht die Anhänger vielerorts erfinderisch.

Bayer twitterte während des Spiels ein Foto der Traktor-Kolonne:

Mit geschmückten Fahrzeugen waren die Landwirte am Stadion vorgefahren. Mit der Aktion sollte in den schweren Pandemie-Zeiten etwas Weihnachtsstimmung verbreitet werden.

„Das hatten wir lange nicht mehr, dass man seine Gegenspieler auf dem Platz nicht mehr verstanden hat. Das war schon eine coole Aktion. Allerdings wäre mir lieber gewesen, da wären 30.000 im Stadion gewesen und wir hätten eine geile Stimmung gehabt“, kommentierte Hoffenheim-Torschütze Christoph Baumgartner (21).

Leon Bailey glänzt für Bayer Leverkusen als Doppelpacker

Sportlich ließ die Werkself gegen die Gäste unterdessen nichts anbrennen. Vor allem Bayers Offensiv-Star Leon Bailey (23) erwischte einen absoluten Sahnetag: Schon nach vier Minuten traf der Jamaikaner mit einem Traum-Schlenzer ins linke obere Toreck. Dann nutzte er einen Blackout des Hoffenheimers Andrej Kramaric (29): Bailey schnappte sich dessen missglückte Rückgabe, umkurvte TSG-Keeper Oliver Baumann (30) und schob lässig ins verwaiste Tor zum Leverkusener 2:0 ein (27.).

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Youngster Florian Wirtz erzielte gegen die TSG Hoffenheim sein zweites Bundesliga-Tor.

Damit bleibt Bayer mit Coach Peter Bosz (57) in der Bundesliga nicht nur weiter ungeschlagen – zum ersten Mal seit dem 12. September 2014 sicherte sich die Werkself auch wieder die Tabellenführung. Youngster Florian Wirtz (17) mit seinem zweiten Bundesliga-Tor (55.) und Lucas Alario (28) per Foulelfmeter in der Nachspielzeit (90.+1) hatten den 4:1-Endstand herausgeschossen. Baumgartner erzielte für die TSG den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer (50.). Bei Hoffenheim sahen Florian Grillitsch (64.) und Stefan Posch (79.) jeweils Gelb-Rot.

Baumann platzte daraufhin am Sky-Mikrofon der Kragen: „Das geht mir auf den Sack“, motzte der TSG-Torwart. Seiner Ansicht nach hätte Schiedsrichter Martin Petersen (35) bei Grillitschs zweiten Foul keine Verwarnung geben dürfen. „Aber er hatte ja ein rotes Leibchen an, das hat ja dann gepasst“, kommentierte Baumann süffisant.

Glück hatte unterdessen Bayers Nationalspieler Nadiem Amiri (24) nach 74 Minuten: Der Offensivmann zog Hoffenheims Kevin Vogt (29) am Ohr. Eine klare Tätlichkeit. Doch Petersen zückte nur Gelb.

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