Vor zwei Monaten klang es noch anders Ex-FC-Boss Veh will Matthäus als Löw-Nachfolger

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Die beiden Freunde Lothar Matthäus und Armin Veh im November 2019 auf der Tribüne in Düsseldorf beim Spiel gegen Köln.

Köln – Es ist mal wieder still geworden um Joachim Löw (60). Seit dem 0:6-Fiasko Mitte November 2020 in Spanien und der anschließenden Debatte, ob er als Bundestrainer noch tragbar sei, herrscht wieder Funkstille. Löw taucht in keinem Stadion auf, Löw äußert sich nirgends.

  • Armin Veh plädiert für Lothar Matthäus als Bundestrainer
  • Joachim Löw ist nach dem 0:6 in Spanien mal wieder abgetaucht
  • Vor zwei Monaten hatte Matthäus noch einen anderen Favoriten

Erst am 22. März trifft sich die Nationalmannschaft in Düsseldorf erstmals seit dem Untergang von Sevilla wieder, um sich auf die ersten WM-Qualifikationsspiele vorzubereiten. Und dann wird auch Löw besonders im Fokus stehen. Kriegt er die Kurve, setzt er die richtigen Impulse?

Kölns früherer Geschäftsführer Armin Veh (59) hat schon einen fähigen Nachfolger für den Weltmeister-Trainer im Auge. „Ich glaube, dass Lothar Matthäus – das meine ich ernst, das ist kein Spaß – der geeignete Mann wäre, weil er die Autorität besitzt“, sagte Veh am Donnerstag (21. Januar) in der „NDR 2 Bundesligashow“.

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Armin Veh: „Es gibt kaum Alternativen zu Lothar Matthäus“

Der Rekord-Nationalspieler war seit dem Ende seines Engagements bei der bulgarischen Nationalmannschaft 2011 nicht mehr als Trainer tätig. Für Veh kein Problem. Fußball-Ahnung habe Matthäus sowieso. „Für mich wäre er der richtige Bundestrainer.“ Viele Alternativen gebe es nicht. Jürgen Klopp würde es nicht machen, glaubt Veh. „Er bleibt beim FC Liverpool.“

Wollen sich da etwa zwei dicke Freunde gegenseitig einen Job zuschustern? Denn in der Diskussion um eine Nachfolge von Löw bei einem eventuellen Rücktritt nach der EM in diesem Sommer oder der WM im kommenden Jahr hatte Matthäus (59) im vergangenen November Veh vorgeschlagen. Dessen größter Trainererfolg war der Gewinn der deutschen Meisterschaft 2007 mit dem VfB Stuttgart.

Im November 2020 schlug Lothar Matthäus noch Armin Veh als Bundestrainer vor

„Weil Armin jemand ist, der sich in der Bundesliga auskennt, da sehr erfolgreich trainiert hat“, erklärte Matthäus seiner Zeit. „Ich würde sagen, er hat sich auch den Respekt bei den Spielern erarbeitet. Armin Veh verkauft sich gut, kommt an die Mannschaft gut ran, kann mit den Spielern gut. Er hat außerdem eine gewisse Gelassenheit. Und deswegen sollte man auch über ihn als Kandidat nachdenken. Auch, wenn er mein Freund ist. Ich sehe es einfach so als Experte: Armin Veh – warum nicht deutscher Nationaltrainer?“

Doch der gebürtige Augsburger will sich nicht mehr in einen Job stürzen, genießt lieber das Leben ohne Verpflichtungen. „Ich habe 30 Jahre lang ganz vorne gestanden. Das möchte ich nicht mehr“, sagte er unlängst. Daher gibt es nun den entgegengesetzten Freundschaftsdienst.

Zumindest hat der 90er-Weltmeister zuletzt mit klaren Statements zur DFB-Elf überzeugt. „Viele Dinge sind für den Anhänger unserer Nationalmannschaft schlichtweg nicht mehr nachvollziehbar“, merkte Matthäus an. „Ich finde, wir haben in den letzten Jahren überhaupt kein Ziel erreicht. Es zur Euro zu schaffen, wenn in der Gruppe Nordirland, Weißrussland und Estland sind, wäre früher nicht einmal als Ziel definiert worden. Das ist eine Selbstverständlichkeit.“

Klar ist aber auch, dass Matthäus beim DFB keine Lobby besitzt und dass die handelnden Personen – erst recht im derzeitigen Führungschaos – eine andere Wahl treffen würden. (msw)

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