Achtung, Gesundheitsgefahr Hersteller ruft Kinder-Produkt zurück

Angst um Existenz Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim flehen DFL-Präsidium an

Bayer12.6

Bayer Leverkusen (hier ein Foto vom 15. Mai 2021) drohen heftige Konsequenzen nach den Bedenken des Bundeskartellamtes. Auch Wolfsburg und Hoffenheim bangen um die Existenz.

Leverkusen – Jetzt schlagen die Werksklubs Alarm und flehen die 15 anderen Bundesligisten in der DFL an! Nach einem „Handelsblatt“-Bericht haben die drei Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg und TSG Hoffenheim das Bundeskartellamt wegen der 50+1-Regel Bedenken am 12. Juni kritisiert. Sie bangen um ihre Existenz.

  • Kartellamt hat Bedenken bei Werksklubs
  • Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg und TSG Hoffenheim in der Kritik
  • Klubs fordern nun Solidarität aus der Bundesliga

Das Trio klagt demnach in einem gemeinsamen Schreiben an das Präsidium der Deutschen Fußball-Liga (DFL) über „Konsequenzen, die für uns verständlicherweise inakzeptabel sind“. Im schlimmsten Fall würden die Vereine nämlich aus dem Spielbetrieb verschwinden.

Von der DFL gab es am Samstag auf Anfrage der DPA keine Stellungnahme zu dem Bericht.

Kartellamt hat Bedenken wegen Ausnahmegenehmigungen für Bayer Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim

Das Bundeskartellamt hatte Ende Mai in einer vorläufigen rechtlichen Einschätzung offiziell Bedenken gegen die Ausnahmegenehmigungen für Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim geäußert.

Die drei Bundesligisten sind nicht an die 50+1-Regel gebunden, wonach der Stammverein nach der Ausgliederung seiner Profi-Abteilung in eine Kapitalgesellschaft weiterhin die Mehrheit der Stimmenanteile besitzen muss. Dies soll den Einfluss externer Geldgeber auf einen Klub begrenzen. Hinter Leverkusen steht der Bayer-Konzern, hinter Wolfsburg Volkswagen, hinter Hoffenheim der SAP-Mitgründer Dietmar Hopp.

50+1-Regel: Werksklubs fordern Solidarität der Liga ein

In dem Schreiben, das dem „Handelsblatt“ nach eigenen Angaben vorliegt, fordern die drei Klubs nun Solidarität von der DFL ein, es wird sogar gebeten, intensiv in weitere Beratungen eingebunden zu werden.

Im „Sinne der Integrität der Bundesliga“ müsse es „jetzt unser aller gemeinsames Interesse sein, diese schwierige Situation zielgerichtet und mit diplomatischem Geschick zu bewältigen“.

Die DFL wird bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Juli über den weiteren Umgang mit der 50+1-Regel beraten. Dies hatte die DFL am Donnerstag mitgeteilt. Dort wollen sich auch die drei Klubs äußern.

Die DFL hatte im Jahr 2018 auf Wunsch der Mehrheit der 36 Profivereine eine Einschätzung des Bundeskartellamtes beantragt, um mögliche kartellrechtliche Bedenken bezüglich der grundsätzlichen Anwendung und Auslegung der 50+1-Regel prüfen zu lassen. Die Regel ist seit Jahren eines der großen und vor allem emotional aufgeladenen Streitthemen des Profifußballs. (dpa)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.