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Viktoria Köln rutscht in den Abstiegsstrudel„Wir müssen schnell aus dem Quark kommen“

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Kapitän Mike Wunderlich ist bedient. Viktoria Köln zeigte am Samstag (23. Januar) gegen Waldhof Mannheim im Flughafenstadion erneut eine schwache Vorstellung.

von Eric Karteusch (kart)

Köln – Jetzt wird die Luft für Viktoria Köln immer dünner im Abstiegskampf der 3. Liga. Die 1:2 Heimpleite gegen Waldhof Mannheim am Samstag (23. Januar) zeigte deutlich, dass die Mannschaft planlos spielt. Durch die vierte Heimniederlage in Folge ist die Viktoria endgültig im Abstiegskampf angekommen. 

  • Viktoria Köln verliert 1:2 gegen Waldhof Mannheim
  • Die Mannschaft von Pavel Dotchev steckt jetzt im Abstiegskampf der 3. Liga
  • Trotz Führung setzte es die vierte Heimniederlage in Folge für die Höhenberger

Die Mannschaft von Pavel Dotchev (55) hat nur noch zwei Pünktchen Vorsprung auf den 1. FC Magdeburg auf dem ersten Abstiegsplatz.

3. Liga: Drei ehemaliger Kölner nun bei Waldhof Mannheim

Das Spiel gegen Waldhof Mannheim war für viele ehemalige Viktorianer eine Rückkehr in die alte Heimat. Waldhof-Trainer Patrick Glöckner (44) trainierte die Kölner in der Saison 2018/19. Mit Hamza Saghiri und Marcel Gottschling standen zwei weitere Spieler in der Gäste-Elf, die vor kurzem noch für die Viktoria aktiv waren.

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Die Kölner starteten zunächst stark in die Begegnung und ließen den Gästen keinen Raum zur Entfaltung. Durch einen Freistoß von Mike Wunderlich hätte sich die Viktoria in dieser Phase belohnen können, doch der Kölner Kapitän zielte zu hoch (8.).

Simon Handle belohnt Viktoria Köln vor der Pause

Danach flachte die Partie aber zunehmend ab. Die Viktoria spielte nicht mehr zielstrebig genug nach vorne. Auf beiden Seiten wurden Fehlpässe in Massen produziert. Kurz vor der Pause konterten die Kölner dann aber wie aus dem Lehrbuch.

Kai Klefisch klärte zunächst einen Freistoß auf der Linie, und dann ging es ganz schnell. Über Wunderlich und Patrick Koronkiewicz kam der Ball zu Simon Handle, der nur noch einschieben musste (45.+1). Das erste Tor für Viktoria im Jahr 2021.

„Man muss sagen, wir haben da zum ersten Mal richtig gut mit hohem Tempo umgeschaltet. Das 1:0 war sehr schön herausgespielt. Mit Handle und Cueto haben wir auch die Spieler für solche tiefen Läufe“, sagte Viktoria-Sportvorstand Franz Wunderlich (57).

Viktoria Köln nach der Pause im Winterschlaf

Anstatt Mut und Schwung durch die Führung mitzunehmen, kassierte die Viktoria aber direkt zu Beginn der zweiten Halbzeit den Ausgleich.

Die Abwehr der Kölner pennte wieder mal komplett. Marcel Costly durfte frei flanken, und Rafael Garcia erzielte unbedrängt den Ausgleich (48.).

Auch nach dem Ausgleich wachten die Kölner nicht auf. Nach vorne war die Viktoria viel zu ideenlos. Zwischen dem Angriff und der Verteidigung klaffte meist ein riesiges Loch. Mit dem zweiten gefährlichen Angriff der Gäste folgte schließlich die kalte Dusche. Mit einem einfachen Doppelpass wurde die Viererkette der Kölner überspielt. Anton Donkor traf zur Gäste-Führung (70.).

Waldhof Mannheims Sportchef ignoriert Maskenpflicht

Aber auch neben dem Platz sorgten die Gäste für Aufregung. Bereits in der ersten Halbzeit geriet Waldhof Mannheims Sportchef Jochen Kientz (48) mit Zuschauern aneinander. In der zweiten Halbzeit diskutierte er minutenlang mit dem Sicherheitsdienst, da er die Maskenpflicht ignorierte. Auch danach nahm er seine Maske immer wieder ab.

Dotchev sagte: „Wir haben wieder mal nach dem Anpfiff ein Gegentor kassiert. Das ist bei uns häufig der Fall. Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt und sind verdient in Führung gegangen. Nach der Pause fehlte uns zu oft die Konzentration. Das zweite Tor ist viel zu einfach gefallen.“

Am Ende blieb es bei der 1:2-Heimniederlage. Damit kann die Viktoria auch das dritte Spiel im neuen Jahr nicht gewinnen. Aus den vergangenen elf Spielen konnten die Kölner nur einen Sieg holen. Mit 23 Punkten stehen die Kölner nur noch zwei Punkte über dem Strich.

„Wir konnten nicht an die erste Hälfte anknüpfen und bekommen die Tore zu leicht. Wir müssen als Mannschaft einfach mal aus dem Quark kommen. Da kann uns keiner helfen. Das müssen wir selbst hinkriegen“, fordert Handle eine schnelle Leistungssteigerung.