„Einfach nur traurig“ Lothar Matthäus fällt vernichtendes Urteil über den 1. FC Köln

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Rekordnationalspieler Lothar Matthäus, hier beim Bundesliga-Spiel zwischen Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund am 8. Februar, hat in seiner Sky-Kolumne ein vernichtendes Urteil über den 1. FC Köln gefällt.

Köln – Klartext vom deutschen Rekordnationalspieler! Lothar Matthäus (59) ist in seiner neuen Sky-Kolumne hart mit den in der Bundesliga abgestürzten Traditionsklubs 1. FC Köln und FC Schalke 04 ins Gericht gegangen. Die Ursachen für die sportliche Talfahrt sieht Matthäus dabei allerdings nicht auf der Trainer-Bank – sondern in erster Linie bei der Arbeitseinstellung der Profi-Kicker.

Zur aktuellen Krise beim FC und auf Schalke meint Matthäus: „Was dort gerade passiert, ist einfach nur traurig. Da hilft auch langsam kein Reden mehr, und die Trainer können offensichtlich auch nichts mehr groß ausrichten.“ Der 150-fache Nationalspieler ist sich sicher: „Wenn diese Teams einen besseren Charakter hätten, würden sie das von sich aus schaffen, sich zusammenreißen und endlich mal ein Spiel gewinnen.“

Lothar Matthäus fällt vernichtendes Urteil über 1. FC Köln

Matthäus erklärt weiter: „Es ist noch nicht der Punkt gekommen, an dem man sagen kann, dass einer der beiden großen Klubs absteigen wird. Das wäre unseriös. Aber klar ist, dass im Abstiegskampf nicht nur die Qualität, sondern oftmals die Einstellung und Mentalität ausschlaggebend sind. Und das ist aktuell das größte Manko, sowohl in Köln auch bei S04. Da ist bei beiden wenig bis nichts zu spüren in Sachen Zusammenhalt, Einheit, Teamgedanke. Anders lassen sich so unendlich lange Negativserien kaum erklären.“

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Hintergrund: Der FC wartet in der Liga saisonübergreifend bereits seit 18 Spielen auf einen Dreier. Die Schalker wiederum sind sogar seit mittlerweile 24 Partien ohne Sieg, jagen damit den legendären Negativ-Rekord von Tasmania Berlin aus der Saison 1965/66.

Beide Klubs können laut Matthäus „froh sein, dass die Fans nicht den Einfluss im Stadion haben, den sie ohne Corona hätten. Es wäre seit Monaten ziemlich ungemütlich für die Profis geworden, wenn sie solche Nicht-Leistungen vor ihren großartigen Anhängern abgeliefert hätten.“ Der Rekordnationalspieler und Sky-Experte schränkt allerdings ein: „Gut möglich natürlich, dass die Stimmung von den Rängen die Mannschaft aber eventuell wenigstens zu einem Sieg getragen hätte.“

Lothar Matthäus rät 1. FC Köln von Trainerwechsel ab

Sollten die Klubs auf die sportliche Krise mit einem Trainerwechsel reagieren? Auch dazu hat Matthäus eine klare Meinung. Er sagt: „Eine Trainer-Entlassung ist nicht immer das Allheilmittel, und ich denke, sowohl Manuel Baum als auch Markus Gisdol können nicht viel mehr machen, als sie aktuell tun. Es ist zu einem Großteil jetzt die Mannschaft und ihre Einstellung zum Beruf gefragt.“

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Sportchef Horst Heldt (r.) vertraut weiter auf Coach Markus Gisdol – trotz der Pleite des 1. FC Köln gegen Union Berlin.

Auch FC-Sportboss Horst Heldt (50) hatte nach der jüngsten 1:2-Niederlage gegen Union Berlin bereits an die Moral der Profis appelliert, sagte unter anderem: „Wir müssen uns die Leute suchen, die bereit sind, konsequenter zu handeln. Das wird die Aufgabe für diese Woche sein.“

Und diese gilt es schnell zu lösen. Denn auf die Kölner warten in den kommenden Wochen richtig heftige Brocken: Am Samstag (15.30 Uhr, Sky) gastieren Gisdol und seine Schützlinge bei Borussia Dortmund um Super-Stürmer Erling Haaland (20), eine Woche später (5. Dezember, 15.30 Uhr, Sky) kommt dann der aktuelle Tabellensechste VfL Wolfsburg nach Köln. Erst in drei Wochen (12. Dezember, 15.30 Uhr, Sky) geht es im Auswärtsspiel beim 1. FSV Mainz 05 gegen einen auf den Papier vermeintlich schlagbaren Gegner. (kos)

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