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Stöger: „Es passt jetzt nicht!“ Heldt präsentiert Kandidaten: Ex-Coach aus dem Rennen

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Keine Rückkehr zum 1. FC Köln: Peter Stöger (hier im Oktober 2017 als FC-Trainer) sucht eine neue Herausforderung.

Köln – Freitag, später Nachmittag. Die Spieler hatten schon längst Feierabend. Die Bosse des 1. FC Köln noch nicht: Präsident Werner Wolf (64) war schon im Geißbockheim, die Geschäftsführer auch, da trudelten nach und nach die anderen Mitglieder des Gemeinsamen Ausschusses ein. Besprechung war vor dem Spiel am Sonntag gegen den SC Freiburg angesagt, es ging (natürlich) um die Trainerfrage und die Planungen Richtung Sommer.

  • Peter Stöger mit Bedenken bei FC-Job
  • Horst Heldt gibt Zwischenstand bei Trainersuche
  • Vorstand vertraut Jörg Jakobs und Erich Rutemöller

Horst Heldt geht in Schloss-Quarantäne

Für Horst Heldt (51) war es die letzte Gelegenheit, vor der Bundesliga-Partie gegen den SC Freiburg dem wichtigsten Klub-Gremium noch einmal persönlich vorzutragen, wie der Stand in Sachen Trainersuche ist.

Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel hatte der Manager betont, dass der „Fokus klar auf dem Spiel am Sonntag liegt. Deshalb gibt es dazu derzeit nichts zu sagen.“

Aber der Sportchef des 1. FC Köln gestand auch: „Natürlich wollen wir möglichst mit dem Trainer die neue Spielzeit planen. Deshalb waren die vergangenen 14 Tage auch noch einmal wichtig, um da weiterzukommen.“

1. FC Köln: Stöger-Entscheidung schon gefallen?

Eine Entscheidung, wer es wird, ist noch nicht gefallen. Aber es ist nach EXPRESS-Informationen sicher, dass es Peter Stöger (56) nicht wird.

Auf beiden Seiten soll es Bedenken gegeben haben, ob eine Rückkehr zum jetzigen Zeitpunkt die richtige Idee ist. Zwar hätte Stöger durchaus Interesse an einer gemeinsamen Arbeit mit Finanzchef Alexander Wehrle (46) und Sportchef Horst Heldt (51) gehabt, doch der Österreicher dürfte sich kaum als Politikum benutzen lassen und spürte auch Widerstände in Klub und Umfeld. „Es war nicht der richtige Zeitpunkt. Die Gespräche mit Alex Wehrle und Horst Heldt waren sehr gut. Der Verein liegt mir am Herzen, aber es passt im Moment einfach nicht“, sagte Stöger dem EXPRESS.

Bedenken bei Peter Stöger und dem 1. FC Köln

Bedenken auf FC-Seite gab es vor allem, weil doch noch einiges aus der Vergangenheit nicht aufgearbeitet ist, allen voran die unsäglichen Fan-Gesänge gegen ihn und Jörg Schmadtke (58). Ein unbelasteter Neuanfang wäre schwierig gewesen.

Dass man sich mit dem sympathischen FC-Rekordtrainer, der Austria Wien zum Saisonschluss verlassen wird, beschäftigte, war richtig und wichtig.

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FC-Vizepräsident Carsten Wettich schließt Kölns Mitgliederräten Ho-Yeon Kim und Christian Hoheisel das Geißbockheim auf.

Wenn beide Seiten aber zum Schluss kommen, dass es zu diesem Zeitpunkt nicht passt, ist das genauso legitim. Dass der Wiener sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzte, spricht für ihn und seine Beziehung zum FC. Stöger soll es an Alternativen nicht mangeln, zwei interessante Projekte sollen ihm und seinem langjährigen Weggefährten Alexander Bade (50) vorliegen.

Heldts Alternativen heißen Fink und Baumgart

Und die Alternativen des 1. FC Köln? Sportchef Heldt betonte, auch FC-Coach Friedhelm Funkels Ratschläge seien willkommen. Zum kürzlich abgelehnten Thorsten Fink (53) soll Heldt weiter Kontakt halten. Steffen Baumgart (49) ist auch weiter in der Verlosung.

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Sportchef Horst Heldt (1. FC Köln) hört in der Trainerfrage auch auf den Rat von FC-Coach Friedhelm Funkel.

Der scheidende Paderborner Trainer kündigte vor dem Wochenende Klarheit an: „Ich werde noch ein, zwei Gespräche führen und mich dann in der nächsten Woche mit hoher Wahrscheinlichkeit auch entscheiden. Die Zeit lasse ich mir aber auch.” Bei ihm scheint der Hamburger SV in der Poleposition.

Ein weiterer Kandidat, das wussten EXPRESS-Leser zuerst, ist der Dortmunder Edin Terzic (38).

Der Sauerländer sollte eigentlich Co-Trainer von Marco Rose (44) beim BVB werden, doch mit jedem Sieg steigen seine Aktien, auch ein Chef-Trainer-Angebot zu bekommen. Die Gefahr ist groß, dass neben dem FC auch andere Kandidaten in den Ring steigen.

Erich Rutemöller und Jörg Jakobs sprechen mit

Viele Gelegenheiten für persönliche Treffen gibt es für Horst Heldt bis zum Saisonschluss nicht mehr, er muss ab Mittwoch ins Schloss Bensberg in Quarantäne. Aber es gibt durchaus andere Akteure – vor allem das Kompetenzteam Sport.

Der Vorstand vertraut hier auf das Fachwissen des jahrzehntelangen Trainer-Ausbilders Erich Rutemöller (76) und den Kontakten von Ex-Sportchef Jörg Jakobs (50), der als Dozent der Sporthochschule auch einen Blick auf die Trainer-Talente der vergangenen Jahre haben dürfte.

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Anmarsch zur GA-Besprechung des 1. FC Köln: Vizepräsident Carsten Wettich.

Nach EXPRESS-Informationen sollen beide mehr als nur eingebunden sein in die Trainersuche, Heldt soll zwar die Gespräche führen, die Entscheidung fällt man aber zumindest gemeinsam. Klub-Präsident Werner Wolf hält sich auf Nachfrage bedeckt: „Kein Kommentar zur Trainerfrage, kein Kommentar zum Prozess.“