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Kommentar zum DFB-Aus Drei Gründe kosten Hector den Platz in der Nationalmannschaft

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Jonas Hector (hier mit Leon Goretzka) dürfte beim Spiel gegen Nordirland im November 2019 seinen letzten Auftritt im DFB-Trikot gehabt haben.

Köln – Dreieinhalb Jahre war Jonas Hector im Kreis der Nationalmannschaft eine feste Größe. Der FC-Kapitän galt als unumstrittene Kraft bei Joachim Löw. Doch die Zeiten haben sich gewandelt, wie die jüngste Länderspiel-Nominierung des Bundestrainers unterstreicht. Ein Kommentar.

Die zwei Torvorlagen, die Jonas Hector am 19. November 2019 beim 6:1-Sieg der Nationalmannschaft gegen Nordirland gab, könnten die letzten Aktionen des FC-Kapitäns im DFB-Trikot gewesen sein. Nach 43 Länderspielen deutet vieles darauf hin, dass der 30-Jährige in den Planungen von Joachim Löw keine große Rolle mehr spielt. Das hat mehrere Gründe.

Nach der desolaten WM 2018 krempelte der Bundestrainer seinen Kader radikal um. Hector wurde zunächst nicht auf die Streichliste gesetzt, wurde noch mehrmals eingeladen, durfte aber kaum mehr spielen. Jetzt, nach neun Monaten Länderspielpause, haben Löws Aufräumarbeiten im Team auch Hector erwischt.

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Halstenberg, Schulz und Gosens spielen in der Champions League

Die Konkurrenz hat den Vorteil, auf der großen internationalen Bühne auf sich aufmerksam machen zu können. Marcel Halstenberg, Nico Schulz und Neuling Robin Gosens dürfen sich dem Bundestrainer in der Champions League präsentieren. Hector bleiben nur die nationalen Duelle mit dem 1. FC Köln.

Bei seinem Heimatverein hat der Verteidiger zudem das Problem, dass ihn Trainer Markus Gisdol im Mittelfeld einsetzt und ihm dadurch natürlich jegliche Spielpraxis als Linksverteidiger verloren gegangen ist. In der Spielfeld-Zentrale hat Löw jedoch Alternativen wie Joshua Kimmich, Toni Kroos, Leon Goretzka oder Ilkay Gündogan, die leistungsmäßig natürlich alle vor Hector angesiedelt sind. Zudem muss sich der 30-Jährige auch eingestehen, dass bei seinen 29 Einsätzen in der abgelaufenen Saison die Anzahl der durchschnittlichen bis schwachen Partien überwogen hat. Nicht ohne Grund fand sich der Kapitän in der Rückrunde sogar ein paar Mal auf der Ersatzbank beim FC wieder.

Joachim Löw schätzt Jonas Hectors Zuverlässigkeit

Löw hat stets hervorgehoben, dass er Hectors Zuverlässigkeit schätzt und hat auch deshalb so lange an ihm festgehalten. Auch jetzt schließt der Bundestrainer die Tür noch nicht so radikal, wie er es bei Thomas Müller oder Jerome Boateng getan hat. Aber Kölns Kapitän müsste schon eine überragende und prägende Rolle in der kommenden Saison beim FC spielen, um wieder ein Kandidat für die EM 2021 zu werden. Ansonsten wird es wohl dabei bleiben, dass der verwandelte Elfmeter bei der EM 2016 gegen Italien die letzte prägende Hector-Szene im DFB-Trikot bei einer Europameisterschaft war.

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