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Ionita, Tiago & Co. Kennen Sie noch diese zehn Transfer-Flops des 1. FC Köln?

Hatten selten was zu lachen: Manasseh Ishiaku (l.) und Alexandru Ionita.

Hatten selten was zu lachen: Manasseh Ishiaku (l.) und Alexandru Ionita.

Köln – Die Transferperiode ist in vollem Gange! Die FC-Fans warten gespannt auf die Neuzugänge für die kommende Saison. Wer trägt ab August den Geißbock auf der Brust? Ist der nächste FC-Kracher dabei?

Aber Vorsicht! Die Transferperiode hat auch ihre Tücken! Nicht jeder vielversprechende Neuzugang entpuppt sich am Ende auch als Transfer-Kracher.

Die FC-Fans können ein Lied davon singen! Auch beim 1. FC Köln landete nicht nur der ein oder andere Hoffnungsträger auf der Bank, Tribüne oder direkt auf dem Abstellgleis.

Wir haben zehn Transferflops gesammelt. Kennen Sie noch alle?

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Auf der nächsten Seite starten wir mit einem nordischen Angreifer mit Ladehemmungen...

Peter Madsen - Ablöse: rund 1,5 Millionen Euro

Der Däne kam 2005 vom VfL Bochum. Dort zeigte sich der Stürmer ziemlich treffsicher - schoss in zwei Jahren im Pott immerhin 18 Tore in der ersten Bundesliga. Nach dem FC-Aufstieg sollte Madsen den FC dann durch seine Treffer in der Liga halten. Doch das ging völlig daneben: Nach nur einem halben Jahr und ohne einziges Tor wurde der 1,5-Millionen-Mann verliehen.

Beim FC Southampton in der zweiten englischen Liga sollte er sich erneut beweisen - dort gelangen ihm in neun Spielen immerhin zwei Trefferchen. Er kehrte zurück zum FC - doch auch dann besserte sich seine Horror-Statistik nicht: Auch in der Zweitligasaison 2006/2007 kein Ligatreffer - immerhin ein mickriges Törchen im Pokal.

Im Sommer 2007 verließ er den FC in die skandinavische Heimat. Auch dort blieb er glücklos: Nur acht Tore in 80 Spielen. 2012 folgte das Karriereende.

Auf der nächsten Seite: Brasi-Kante Tiago

Tiago Cavalcanti - Ablöse: rund 0,9 Millionen Euro

Im Winter 2006 kam Tiago als No-Name aus Brasilien. Keine sechs Monate später war er weg - einen Namen hatte er sich in Deutschland nicht gemacht, zumindest nicht positiv. Die Sturm-Kante war Teil des Brasi-Trios, das FC-Trainer Christoph Daum verpflichtete. Mit Fabio Luciano, André und Tiago sollte der Aufstieg gelingen - Spielerberater Juan Figer schickte sie mit großen Vorschusslorbeeren aus Übersee.

Tiago sollte die nötigen Tore für den Schritt in die erste Liga bringen. Doch die Sturm-Kante entpuppte sich als völliger Flop! Sechs Spiele im FC-Trikot - kein Tor.

Grauenhaft: Tiago war 90 Minuten beim 0:5 FC-Debakel bei Rot-Weiss Essen auf dem Platz. Das Spiel ging als einer der schlechtesten FC-Auftritte in die Klubgeschichte ein. Knapp eine Million hatte Tiago gekostet, bei seinem Abschied ging er ablösefrei - das Geld war völlig fehlinvestiert. Mittlerweile soll der 30-Jährige wieder in Brasilien kicken: Bei America Futebol Club - genaueres ist nicht bekannt.

Auf der nächsten Seite: Das brasilianische Flop-Talent

André Beleza - Ablöse: rund 0,7 Millionen Euro

Auch einer des millionenschweren Brasi-Trios, der 2006 zum FC wechselte. Mehr als eine halbe Million Euro hatte das Talent gekostet. Immerhin: Ihn hielt es bis 2009 in Köln. Zwischenzeitlich wurde der offensive Mittelfeldspieler nach Brasilien verliehen.

Anders als sein Landsmann Tiago schaffte er es auf mehr als sechs Spiele. Insgesamt spielte André 20 Mal im FC-Dress. Dennoch: Torgefahr? Fehlanzeige! Das brasilianische "Talent" erzielte kein Tor, nur zwei Vorlagen gelangen ihm. Ein Grauen! 2009 wechselte er ablösefrei wieder in seine Heimat. Dort spielte er bei mehreren Vereinen, schaffte aber nie den großen Sprung. Mittlerweile ist er mit 30 Jahren vereinslos...

Auf der nächsten Seite: Der "Millionen-Mana"

Manasseh Ishiaku - Ablöse: rund 2,0 Millionen Euro

Ex-Trainer Christoph Daum wollte ihn unbedingt. Schließlich hatte Manasseh Ishiaku beim MSV Duisburg schon bewiesen, dass er ein torgefährlicher Erstligastürmer ist. Zehnmal traf er in der Saison 2007/2008 für den Pott-Klub. Und so musste der FC für den Nigerianer auch tief in die Tasche greifen: Knapp 2,5 Millionen Euro kostete das "Mana-Paket".

Wie sich nach kurzer Zeit herausstellte, war der Millionen-Transfer ein völliger Schuss in den Ofen. Kaum beim FC angekommen verletzte sich der Stürmer. Wenn er trainieren oder spielen konnte, dann nur unter Schmerzen. Nur ein Bundesligator schoss der bullige Angreifer für den FC. Immerhin: Im September 2009 schoss er seine Mannschaft mit einem Doppelpack gegen den VfL Wolfsburg im Pokal eine Runde weiter.

Viele hofften auf den Durchbruch, doch der blieb aus. Ishiaku wechselte im Frühjahr 2011 auf Leihbasis zu VV St. Truiden nach Belgien, auch dort gelang ihm kein Treffer. Das bittere Ende folgte: Ishiakus Vertrag wurde aufgelöst. Sein Körper spielte auch nicht mehr mit, bis heute kam er nicht mehr in den Tritt und ist mit 32 wohl Sportinvalide.

Auf der nächsten Seite: Die Rumänen-Rakete verpuffte

Alexandru Ionita - Ablöse: 2,0 Millionen Euro

Er sollte die Rumänen-Rakete werden. Doch die Zündung blieb jahrelang aus. Alexandru Ionita - der jüngste Millionenflop des FC. Kein Tor in zwei Jahren, stattdessen Millionen-Ausgaben für 114 Minuten im FC-Trikot. Der Mittelstürmer kam als verheißungsvolles Talent aus Bukarest, schoss dort in jungen Jahren immerhin 16 Tore.

Trauriger Höhepunkt: Am letzten Tag der letztjährigen Sommertransferperiode wurde sein Vertrag aufgelöst - er soll eine Abfindung erhalten haben. Dann heuerte er wieder in Rumänien an. Bei Rapid Bukarest lief es aber auch nicht viel besser. Ionita war länger verletzt, versucht nun wieder Anschluss zu finden.

Nach einem Jahr beim türkischen Zweitligisten Orduspor steht Ionita (heute 24) nun auf Zypern bei AEL Limassol unter Vertrag.

Auf der nächsten Seite: Tschechen-Talent ohne Durchbruch

Miroslav Baranek - Ablöse: rund 1,5 Millionen Euro

Große Hoffnungen setzten die FC-Verantwortlichen auf den Mann von Sparta Prag. Schließlich hatte er internationale Erfahrung. Und diese war dem FC auch rund 1,5 Millionen Euro wert. Miroslav Baranek sollte die Schaltzentrale im Mittelfeld sein. Doch den großen Erwartungen wurde er nicht gerecht. In Köln wollte er sich für die europäischen Großklubs empfehlen - ohne Erfolg.

Insgesamt 37 Spiele absolvierte er für Köln, doch Stammspieler war er bei Leibe nicht - auch seine drei Treffer änderten das nicht. Zwar brachte er alle Anlagen und war technisch versiert, doch Baranek und Köln trennten sich nach der zweiten Saison voneinander. Der tschechische Nationalspieler ging zurück zu Sparta Prag und landete später bei unbekannten Vereinen.

Auf der nächsten Seite: Der "Tor-Vampir"

Darko Pivaljevic - Ablöse: rund 1,5 Millionen Euro

In Belgien war Darko Pivaljevic ein gefeierter Mann. Der Mittelstürmer schoss sich in die Herzen der Fans von Royal Antwerpen. Der Jugoslawe trumpfte vor allem durch seine Beidfüßigkeit. Deshalb war der FC auch bereit, circa 1,5 Millionen Euro nach Antwerpen zu schicken. Leider eine Fehlinvestition!

Der "Tor-Vampir" machte nur fünf Spiele. Aber: Sein einziges Tor ist bei vielen unvergessen. Beim 3:2-Erfolg am 10. März 2001 in Bochum lag der FC mit 0:2 hinten. Dann drehte die Mannschaft das Spiel - Pivaljevic schoss in der 80. Minute den Siegtreffer. "Piva" wurde in Bochum mit Sprechchören gefeiert - leider das einzige Mal in seiner Station beim FC.

Nach mehreren Stationen in Belgien und Serbien hat Pivaljevic seine Karriere 2011 beendet.

Auf der nächsten Seite: Vom Torschützenkönig zur "Laslandesliga"

Lilian Laslandes - kam auf Leihbasis

Der einzige Spieler der Liste, der zwar keine Ablöse kostete, aber einfach in die Auflistung muss. Auf Leihbasis kam Lilian Laslandes zum FC. Der FC Sunderland hatte im Jahr zuvor fünf (!) Millionen für den Angreifer gezahlt. Schließlich hatte er sich in Frankreich einen Namen gemacht: Für Girondins Bordeaux schoss er in 119 Partien 47 Tore.

Doch außerhalb Frankreichs schien er das Gehäuse nicht mehr zu finden. Beim FC Sunderland traf er nicht einmal - er kam zum FC. Und auch in Köln blieb das Tor für ihn vernagelt. Nur fünf Spiele und kein Treffer. Lilian Laslandes blieb nur als Lilian „Laslandesliga“ in Erinnerung. Der französische Meister und Pokalsieger flüchtete nach nur einem halben Jahr wieder in seine Heimat. Dort schaffte er es immerhin wieder auf 33 Tore in sechs Jahren.

Dennoch: Der französische Nationalspieler ist den FC-Fans bis heute stark in Erinnerung geblieben. 2008 beendete er seine Karriere beim OGC Nizza. Unglaublich aber wahr: Zwischendurch war er Techniktrainer (!) bei Girondins Bordeaux.

Heute ist er Co-Trainer beim französischen Klub Chamois Niortais.

Auf der nächsten Seite: Einstiger Rekordtransfer wurde zum Total-Flop

Marco Reich - Ablöse: rund 3,0 Millionen Euro

Im Preis-Leistungs-Verhältnis wohl der größte Flop-Transfer der Klubgeschichte. Marco Reich wurde in Kaiserslautern zweifacher deutscher Meister und stemmte einmal den DFB-Pokal in die Höhe. In Deutschland galt er als eines der größten Talente - in der Pfalz fiel sein Name damals sogar vor Michael Ballack. Dem FC gelang der überraschende Coup - Reich kam nach Köln.

Allerdings musste der FC dafür tief in die Tasche greifen: Rund drei Millionen Euro zahlte der Klub 2001 für das Talent und so wurde Reich der teuerste Transfer der Klubgeschichte.

Doch schon nach wenigen Wochen war klar, dass die Zusammenkunft zu einem völligen Missverständnis verkam. In der Saison 2001/2002 stand er zwar 24 Mal für den FC auf dem Platz, doch war meist nur Ersatzspieler. Nur fünf Spiele über die volle Distanz - viel zu wenig. Und so trennte sich der FC nach nur einem Jahr wieder vom Rekordspieler. Reich ging nach Bremen - für einen geringen sechsstelligen Betrag.

Auch in der Folge blieb der Karriereschub aus. Reichs weitere Klubs: Derby County (England), Crystal Palace (England), Kickers Offenbach, FC Walsall (England), Jagiellonia Bialystol (Polen), Wolfsberger AC (Österreich), Austria Klagenfurt (Österreich) und nun der Villacher SV (Österreich). „Ich denke, mein Name ist in Deutschland verbrannt“, erklärte Reich einst in einem Interview - quasi fast so wie damals die FC-Millionen.

Auf der nächsten Seite: "Käse-Zelli" konnte Abstieg nicht verhindern

Marc Zellweger - Ablöse: rund 0,6 Millionen Euro

Er kam vom FC St. Gallen, sollte den FC vor dem Abstieg bewahren und die löchrige FC-Abwehr stabilisieren. Nach seinem ersten Spiel im FC-Trikot hofften alle auf einen Transfercoup.

Bei seiner Premiere traf der halbe-Millionen-Euro-Mann gleich und der FC gewann gegen Borussia Dortmund. Doch dann ging es für den FC und den Schweizer nur noch bergab. Es folgte die 1033-minütige-Rekordzeit ohne Tor! Drei Monate schoss der FC keinen Treffer und fortan holte der FC mit "Käse-Zelli" in zwölf Partien mickrige fünf Punkte.

Der FC stieg ab und Zellweger verschwand nach nur einem halben Jahr wieder in die Schweiz zum FC Wil - er wurde verliehen und nach dem Jahr dann verkauft. Er ging zurück zum FC St. Gallen. Beim schweizerischen SC Brühl beendete er seine Karriere und arbeitet dort nun als Fitnesstrainer.

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