„Macht natürlich keinen Spaß“ FC-Profi nervte Union-Star Max Kruse

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Unions Max Kruse liefert sich ein Handgemenge mit Ismail Jakobs vom 1. FC Köln.

Köln – Dieser Bodyguard hat bleibenden Eindruck hinterlassen!

Max Kruse (32) denkt auch Tage nach Union Berlins 2:1-Sieg beim 1. FC Köln noch an seinen Bewacher Ellyes Skhiri (25). „Ich habe in der Halbzeit in der Kabine kurz neben mich geguckt und dachte, der sitzt neben mir. So hat er mich verfolgt. Das zeigt eine gewisse Wertschätzung, macht aber natürlich nicht so viel Spaß“, sagt Kruse auf seinem „Twitch“-Kanal.

Max Kruse war gegen den 1. FC Köln genervt von Ellyes Skhiri

FC-Abräumer Skhiri bekam von Trainer Markus Gisdol (51) den Sonderauftrag, Kruse überall hin zu verfolgen. Der Tunesier wich dem Ex-Nationalspieler keinen Zentimeter von der Seite und nahm Unions Ausnahmeakteur mit dieser Taktik nahezu komplett aus dem Spiel.

Alles zum Thema Ellyes Skhiri

„Der hat seine Position überhaupt nicht gehalten. Ich habe deshalb oft versucht, auf den Außen stehen zu bleiben, damit der Raum in der Mitte frei bleibt“, erzählt Kruse und grinst: „Ich denke, ich habe damit den Lauf-Durchschnitt von Skhiri kaputt gemacht.“

Max Kruse fühlte sich wie Diego Maradona bei der WM 1990

Stimmt nicht ganz: Skhiri lief trotz seiner Sonderrolle immer noch starke 11,9 Kilometer und war damit der fleißigste Spieler auf dem Rasen. Mit seinem nimmermüden Einsatz raubte der zuletzt heftig kritisierte Mittelfeldspieler Kruse den letzten Nerv und nahm ihm den Spaß am Fußball.

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„Das letzte Mal, dass ich jemanden gesehen habe, der Manndeckung so gespielt hat wie Skhiri, war Guido Buchwald (59) bei der WM 1990.“

Der DFB-Verteidiger war im Finale 1990 zwischen Deutschland und Argentinien (1:0) der Schatten von Diego Maradona (60), Buchwald nahm den damaligen Superstar ebenfalls komplett aus dem Spiel.

Gleichzeitig zeigt Kruse auch Verständnis für die spezielle FC-Taktik. „Die Situation, in der sich Köln befindet, ist auch nicht einfach. Sie haben noch kein Spiel gewonnen. Da kommt man mehr über den Kampf.“

Lediglich bei seinem Elfmeter und dem anschließenden Nachschuss-Tor war Skhiri machtlos, und selbst da war der Nationalspieler noch am nächsten dran, Unions Nummer 10 zu stören.

„Max Kruse hat aus dem Spiel heraus keine Rolle gespielt. Einen Elfmeter kann man nicht decken. Wir haben den entscheidenden Spieler aus dem Spiel genommen, deswegen hatte Union nicht viele Chancen“, lobte Markus Gisdol seinen Schützling nach dem Spiel.

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