Endlich Frieden beim FC? Kölns Bosse laden zu zwei Versöhnungstreffen ein

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Der Vorstand um Eckhard Sauren (l.), Präsident Werner Wolf (2.v.r.) und Carsten Wettich, sowie Beiratschef Lionel Souque (2.v.l.) am 22. Juli 2020 auf dem Weg zum Geißbockheim.

Köln – Es bleibt ein schwerer Kampf: Der 1. FC Köln muss die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise meistern.

Viel Arbeit für Vorstand und Geschäftsführung, die für eine Rückkehr der Zuschauer ins Stadion kämpfen, die Profis zu einem neuerlichen Gehaltsverzicht bewegen und neue Einnahme-Quellen erschließen müssen.

FC-Vorstand lädt zum Friedensgipfel mit Kölner Alt-Internationalen

Da wäre es gut, wenn intern und extern möglichst alle an einem Strang ziehen. Und genau an diesem Ziel arbeitet der Vorstand. Die angekündigten Friedensgipfel mit Belegschaft und den Alt-Internationalen (EXPRESS berichtete) sind nun terminiert.

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Am 7. September lädt der Vorstand die Abteilungsleiter am Geißbockheim zum Gespräch. Die hatten auf die Entlassung von Medienchef Tobias Kaufmann mit einem Brandbrief reagiert. „Der Brief ist sicherlich auch Ausdruck einer Sorge, vor dem Ungewissen und vor Veränderungen. Es ist eine schwierige Lage, gerade mit den Auswirkungen von Corona für den Club. Da müssen wir gewaltige Anstrengungen unternehmen und das führt zu Verunsicherung. Wir wollen und werden die Leute mitnehmen auf dem Weg“, hatte Vize Carsten Wettich kürzlich im EXPRESS-Interview gesagt.

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Intern hatte Präsident Werner Wolf erklärt, dass man die Arbeitsweisen überprüfen wolle. „Wenn man nur einmal Neunter und einmal Fünfter in 25 Jahren geworden ist, dann kann man nicht alles richtig gemacht haben“, hatte Wolf intern angemerkt. Weitere personelle Veränderungen stünden aber nicht bevor.

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Treffen mit Stephan Engels und Co. hat Brisanz

Ebenfalls viel Brisanz hat das zweite Treffen, das inzwischen für den 16. September angesetzt ist: Dann trifft der Vorstand auf die Alt-Internationalen, die in einem Brief ebenfalls ihre Sorge über die Entwicklung beim FC ausgedrückt haben.

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Ex-FC-Spieler und -Trainer Stephan Engels

Der Anlass: Die Kandidatur des ehemaligen Mitgliederrats und Interims-Vorstand Wettich für die dauerhafte Nachfolge des zurückgetretenen Jürgen Sieger. Immer wieder entzündet sich bei ihnen auch Kritik am Mitgliederratsvorsitzenden Stefan Müller-Römer. Der liegt zumindest mit Wolfgang Overath und Toni Schumacher dauerhaft über Kreuz.

Stephan Engels, der am Sonntag seinen 60. Geburtstag feierte, warf ihm vor, ihn mit Blick auf eine mögliche Vorstandskandidatur hingehalten und belogen zu haben. Das wollen die Alt-Internationalen ansprechen. „Der Klub hat sich eine Charta gegeben. Wir wollen wissen, ob die noch gelebt wird“, sagte Engels. Müller-Römer ist zu dem Treffen allerdings nicht eingeladen, auch sonst kein Vertreter des Mitgliederrats.

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