FC-Vorstand „irritiert“ über Äußerungen Legt Wolf Müller-Römer den Rücktritt nahe?

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Viel Arbeit am Geißbockheim: Präsident Werner Wolf (1. FC Köln).

Köln – Die Debatte um die Äußerungen von Mitgliederrats-Chef Stefan Müller-Römer und die Debatte, ob er noch weiter das wichtige Gremium anführen kann, ebbt nicht ab. Vor dem ersten Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen die TSG Hoffenheim (hier im Live-Ticker), das der 1. FC Köln leider ohne Zuschauer austragen muss, meldet sich nun Präsident Werner Wolf zu Wort.

1. FC Köln-Vorstand übt Schulterschluss mit Geschäftsführung

In einem gemeinsamen Interview des Kölner Stadt-Anzeigers mit Geschäftsführer Alexander Wehrle (45) macht er demonstrativ den Schulterschluss mit dem von Müller-Römer kritisierten Finanzchef öffentlich. Der Anwalt hatte Wehrle und dem alten Geschäftsführer Armin Veh sowie dem alten Vorstand in vertraulichen Mails an ein Mitglied vorgeworfen, für die „katastrophale Finanzlage“ des Vereins verantwortlich zu sein.

1. FC Köln: Werner Wolf äußert seine Irritation über Stefan Müller-Römer

In dem Mail-Verkehr hatte er zudem Teile der Fans kritisiert, die sich in den sozialen Medien mit „AfD-artigen Methoden“ artikulieren würden. „Bevor ich mich dazu äußere, möchte ich zuerst seine Sichtweise und Darstellung des Vorgangs kennen. Soviel Zeit müssen wir uns nehmen“, sagte Wolf, wurde aber dann doch präziser: „In aller Deutlichkeit: Auch Vorstand und Geschäftsführung sind sehr irritiert über das, was wir gelesen haben. Das muss dringend aufgeklärt werden. Aber immer der Reihe nach. Bevor der Vorstand sich dazu äußert, muss er mit Herrn Müller-Römer persönlich darüber geredet haben. Und da er im Moment im Urlaub im Ausland ist, geht das erst nächste Woche. Danach werden wir uns äußern. Wer glaubt, Fakten schaffen zu können, indem er Gerüchte verbreitet, schadet dem FC massiv.“

Wolf fordert energisch: „Es ist an der Zeit, die Reihen zu schließen, wir kämpfen alle für die selbe Sache, für den FC. Wir müssen diskutieren, aber vertraulich. Wir beschäftigen uns viel zu viel mit uns selbst, das kostet eine immense Kraft und auch Zeit, die wir nicht haben, weil es genügen andere Probleme gibt.“

Südkurve e.V. stellt sich hinter Stefan Müller-Römer

Klingt ganz so, als wolle der Vorstand, der Müller-Römer nicht absetzen kann, dem langjährigen Mitglied des Gemeinsamen Ausschusses einen Rücktritt nahelegen. Das Gremium selbst tritt in der kommenden Woche zu einer virtuellen Sitzung zusammen. Auch da gibt es inzwischen Stimmen, die den Vorsitzenden für nicht mehr tragbar halten. Es gibt aber auch noch eine ganze Reihe Unterstützer.

Was folgt, ist noch nicht abzusehen. In einer Erklärung des Südkurve e.V. hat sich der Zusammenschluss der aktiven Fans ausdrücklich hinter den Mitgliederratschef gestellt. Pikant ist das unter anderem deshalb, weil sie zu den aktivsten Unterstützern des neuen Vorstands im Vorfeld der Wahlen vor einem Jahr gehören.

Präsident Werner Wolf mit einem Appell an die Fans des 1. FC Köln

Als ob die Lage des Vereins gerade finanziell nicht schon schwierig genug wäre, droht also nun eine neue Spaltung. Wolf, angetreten mit dem Slogan „Gemeinsam gewinnen alle.“, forderte in einem Video auf der Homepage die Fans zum Zusammenhalt auf. „Wir wissen welche Macht die Fans sein können. Wir brauchen Eure Unterstützung, damit wir uns am Ende der Saison gemeinsam über den Klassenerhalt freuen können.“

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