FC-Planung schiefgegangen Keine Stürmer-Tore: „Das ist unser Los, müssen damit leben“

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Emmanuel Dennis bei der 0:1-Pleite des 1. FC Köln gegen den VfB Stuttgart am 20. Februar 2021

Köln – Der 1. FC Köln und seine Stürmer – das ist und bleibt ein leidiges Thema! Was die Besetzung des Angriffs angeht, ist die Kaderplanung gründlich danebengegangen. Da hilft auch Winter-Neuzugang Emmanuel Dennis (23) bislang nicht. Trainer Markus Gisdol (51) hat sich mit den Sturm-Sorgen abgefunden.

  • 1. FC Köln hat weiterhin Sturm-Sorgen
  • Markus Gisdol sagt: „Das wird sich bis zum Ende dieser Saison nicht ändern“
  • Sportchef Horst Heldt: Emmanuel Dennis braucht noch Zeit

Horst Heldt erklärt destruktiven Ansatz des 1. FC Köln

Der Plan war deutlich erkennbar: Der FC wollte am Samstag (20. Februar) gegen den VfB Stuttgart tunlichst ein Gegentor vermeiden – weil die Hoffnung auf ein erfolgreiches Offensivspiel im Grunde nicht vorhanden ist?

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Horst Heldt (51) gibt sich Mühe, die Harmlos-Taktik zu verteidigen. „Im Hinspiel hätten wir schnell 0:3 hinten liegen können, das wollten wir diesmal vermeiden und den Stuttgartern keine Räume lassen“, erklärt der Sportboss den destruktiven Ansatz im Kölner Spiel.

Vorne regiert beim FC weiter das Prinzip Hoffnung, dass irgendein Schuss oder Standard im Tor landet. Drei Gelegenheiten durch Ondrej Duda (26), Salih Özcan (23) und eben Dennis – mehr hatte der FC, der viel zu spät aufwachte, nicht zu bieten. Abwehrmann Rafael Czichos (30): „Das reicht nicht.“

Coach Gisdol hatte zwiespältige Gefühle: „Zum einen muss ich sagen, dass die Mannschaft gut verteidigt hat. Aber das Spiel nach vorne haben wir ein Stück weit vermissen lassen.“

1. FC Köln: Stürmer-Tore bleiben Mangelware

Erst rund 20 Minuten nach dem Rückstand fasste sich sein Team ein Herz und kämpfte um den Ausgleich. „Natürlich tun wir uns nach vorne noch immer schwer, da brauche ich nur auf die Torjägerliste zu schauen. Stuttgart hat da einen Angreifer mit elf Toren, ein anderer hat zehn Tore“, so Gisdol neidisch.

Denn beim FC sind Stürmer-Tore absolute Mangelware, das bisher letzte in der Liga gelang Sebastian Andersson (29) im Hinspiel in Stuttgart.

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Konnten gegen den VfB Stuttgart nicht zufrieden sein: Sportchef Horst Heldt (l.) und Trainer Markus Gisdol

Gisdols alarmierendes Eingeständnis: „Wir haben im Sturmzentrum in dieser Saison nicht die Spieler, die ein Tor nach dem anderen schießen, die uns aber gut tun würden. Wir müssen uns jedes einzelne Spiel, in dem wir punkten können, hart erarbeiten. Unsere Mittelfeldspieler sind da diejenigen, die die Tore machen. Oder auch mal über Standardsituationen. Das ist unser Los in dieser Saison und das wird sich bis zum Ende dieser Saison nicht ändern, damit müssen wir leben. Mit dem, was uns zur Verfügung steht, versuchen wir immer, das Beste daraus zu machen.“

Und das ist nicht viel. 20 Treffer in 22 Partien unterbieten nur Bielefeld und Schalke.

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Stürmer Sebastian Andersson fehlt dem 1. FC Köln weiterhin.

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Dauerpatient Andersson, der Torjäger Jhon Cordoba (27) ersetzen sollte, fällt auch in den nächsten Wochen verletzt aus. Heldt: „Das war so nicht geplant, er sollte viele Spiele machen. Es ist kein Geheimnis, dass er uns fehlt. Deshalb müssen wir kreativ bleiben.“

Horst Heldt: „Dennis muss sich an die Liga gewöhnen“

Bei Neuzugang Dennis will bis auf das Pokal-Tor beim Aus in Regensburg der Knoten nicht platzen. Auch da hat Heldt Verständnis: „Auf diesem Niveau merkt man es, wenn noch ein paar Prozent fehlen. Er muss sich an die Bundesliga gewöhnen. Das ist etwas anderes, als in Belgien immer als Favorit zu spielen.“

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Andere Stürmer stehen nach den teuren Abgängen von Simon Terodde (32) und Anthony Modeste (32) nicht zur Verfügung. Zudem stellt sich die Leihe von Tolu Arokodare (19, gegen Stuttgart nicht mal im Kader) als komplette Fehlinvestition heraus.

Nicht nur das Verletzungspech, auch die fragwürdige Kaderplanung trägt ihren Teil zu den FC-Problemen bei. Auf Stürmer-Tore wird Gisdol wohl noch eine Weile warten müssen...

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