FC-WundertüteSo lief das Startelf-Debüt von Neuzugang Arokodare

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FC-Stürmer Tolu Arokodare im Testspiel gegen Hohenlind

von Jürgen Kemper (kem)

Köln – Alle Augen waren auf ihn gerichtet: Tolu Arokodare (19) gab beim 14:0-Testspielsieg gegen den SC Borussia Lindenthal-Hohenlind sein Startelf-Debüt für den 1. FC Köln.

Wie gut ist die neue Wundertüte beim FC? Diese Frage lässt sich nach dem völlig einseitigen Testkick gegen heillos überforderte Gäste zwar nicht abschließend beantworten, doch der Neuzugang vom lettischen Klub Valmieras FC setzte zumindest schon mal eine erste klitzekleine Duftmarke.

Tolu Arokodare erzielt erstes Tor für den 1. FC Köln

Der Stürmer bereitete nicht nur einen Treffer von Anthony Modeste (32) vor, sondern erzielte gegen den Landesligisten auch seinen Premierentreffer im FC-Trikot. Und dieser war gleich sehenswert: Arokodare pflückte einen hohen langen Ball technisch blitzsauber herunter und schloss in der gleichen Bewegung trocken ins lange Eck ab.

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Das war durchaus fein gemacht, wobei sich während der 62 Minuten, die der Stürmer auf dem Platz stand, auch noch viele technische Mängel und Unkonzentriertheiten offenbarten.

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So brachte er das Kunststück fertig, den Ball nach einem Torwart-Abpraller aus einem Meter Torentfernung ans Außennetz zu hämmern.

„Tolu ist ein junger, entwicklungsfähiger Stürmer, der viele gute Eigenschaften mitbringt: Er ist athletisch, kopfballstark und schnell“, hatte Sportchef Horst Heldt (50) bei der Vorstellung des Nigerianers gelobt.

Tolu Arokodare vom 1. FC Köln ist ein Roh-Diamant

Diese Eigenschaften konnte der 1,97-Meter-Hüne am Mittwochabend im Franz-Kremer-Stadion durchaus nachweisen, besonders der Antritt war für so einen Schlaks bemerkenswert.

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Dennoch offenbarte sich in vielen Szenen, dass der FC einen Roh-Diamanten geholt hat, der noch einen ordentlichen Schliff gebrauchen kann.

Arokodare wirkt insgesamt noch etwas hölzern und ungestüm im Zweikampf, taktisch wird er eine Schippe drauflegen müssen, um in der Bundesliga bestehen zu können. Dazu muss er lernen, seinen imposanten Körper besser einzusetzen. Es wirkt so, als wisse Arokodare noch gar nicht so recht, wie schwer er es den Verteidigern machen könnte. „Natürlich wird er sich an das Bundesliga-Niveau gewöhnen müssen“, sagt Heldt, der seinem Talent die nötige Zeit geben will.

Tolu Arokodare ist der Spaßvogel beim 1. FC Köln

Neben dem Platz läuft die Integration dagegen problemlos. Arokodare gilt als Spaßvogel und Gute-Laune-Typ, der Schwung in die Kabine reinbringt. Das dokumentiert der selbstbewusste Stürmer, der mit Ondrej Duda (25) eine Fahrgemeinschaft bildet, auch gerne mal in seinen Instagram-Storys – dort unter anderem mit Scherzen über Rafael Czichos‘ (30) Frisur.