Zettel, Gespräche, Verletzung So lief Funkels erste Einheit als FC-Retter

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Friedhelm Funkel (l.) leitete am Dienstag (13. April 2021) seine erste Einheit in seiner zweiten FC-Amtszeit. Hier ist er im Gespräch mit Timo Horn.

Köln – Es war 11.24 Uhr am Dienstagvormittag (13. April 2021) als Friedhelm Funkel (67) mit FC-Jacke den Trainingsplatz betrat. Es war der Startschuss zur schweren Rettungs-Mission beim 1. FC Köln. Grund für die 24-minütige Verspätung: Funkel hatte seine Mannschaft zuvor auf den Saisonendspurt eingeschworen.

  • Friedhelm Funkel mit erster Trainingseinheit beim 1. FC Köln
  • Trainer vor schwieriger Rettungsmission
  • Schrecksekunde um Ismail Jakobs im Training

„Ich habe 20 Minuten zu den Jungs gesprochen. Ich wollte es eigentlich gar nicht so lang machen, aber mir sind immer mehr Dinge eingefallen“, sagte Funkel zu seiner ersten Kabinenansprache.

„Ich habe ihnen gesagt, dass ich nicht alles auf den Kopf stellen werde. Wichtig ist, dass wir alle respektvoll miteinander umgehen“, sagte der Trainer-Routinier.

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Friedhelm Funkel überließ André Pawlak den Großteil des Trainings

16 Spieler plus drei Torhüter konnte Friedhelm Funkel dann auf den Rasen ins Teamtraining schicken, die Stammspieler von Sonntag (unter anderem Kapitän Jonas Hector) absolvierten lediglich eine individuelle Einheit in der Halle.

Dabei überließ Funkel das erste Training nahezu komplett André Pawlak (50). Während der Co-Trainer lautstark Anweisungen gab und die Spielformen koordinierte, machte sich Funkel auf einem Zettel eifrig Notizen und suchte in den kurzen Pausen immer wieder das Gespräch mit einzelnen Spielern.

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Friedhelm Funkel machte sich bei seiner ersten FC-Einheit am 13. April 2021 Notizen auf einem Zettel.

„Wir haben das Programm vorher zusammen ausgearbeitet. André hat dann die Trainingseinheit gemacht. Ich habe großes Vertrauen in ihn“, sagt Funkel über seinen Co.

Friedhelm Funkel zitiert BVB-Star Mats Hummels

Unter den Augen von Horst Heldt (51), Erich Rutemöller (76) und U19-Trainer Stefan Ruthenbeck (48) wurden diverse Spielformen trainiert. Dabei gab es auch eine Schrecksekunde: Ismail Jakobs blieb nach einem Zweikampf mit Tim Lemperle schreiend liegen. Der Youngster des 1. FC Köln war umgeknickt und konnte nach der Aktion auch nicht weitermachen. „Ich hoffe nicht, dass es etwas Schlimmeres ist. Wir brauchen Iso gegen Leverkusen, allein schon wegen seiner Schnelligkeit“, sagte Funkel.

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Ismail Jakobs (Mitte) verletzte sich bei Friedhelm Funkels (l.) erster Einheit am 13. April 2021.

Um 12.37 hatte der FC-Feuerwehrmann genug gesehen. Zufrieden pfiff er seine erste Einheit ab. „Sehr gute Einheit“, rief er seinen Jungs zu. „Ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich gesehen habe. Der Einsatz hat gestimmt. Es müssen auch im Training Zweikämpfe geführt werden. Mats Hummels hat es mal richtig gesagt: Man spielt so wie man trainiert. Das ist wichtig.“

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Friedhelm Funkel: „Der Charme von damals ist geblieben“

Mit der Leistung seiner Jungs war Funkel zufrieden und wie war sein erstes FC-Training nach knapp 18 Jahren für ihn selbst? „Das war ein merkwürdiges, aber schönes Gefühl, da wieder auf dem Platz zu stehen, wo du vor fast 20 Jahren gearbeitet hast. Rauszukommen, vom Platz auf das Geißbockheim zu gucken. Der Charme von damals ist geblieben. Das ist ein Stück weit Nostalgie.“

Am Mittwoch geht es mit zwei Trainingseinheiten weiter. Zudem kündigt Funkel für die nächsten Tage viele Video-Analysen und Einzelgespräche an, meint: „Wichtig ist, das Vertrauen der Spieler so schnell wie möglich zu gewinnen. Ich werde mich zuerst mit der Mannschaft austauschen, um zu wissen, wo man ansetzen kann.“

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