2. Bundesliga Trainer-Rauswurf: Klub-Legende mit scharfer Kritik verabschiedet

Lettland-Insider verrät Atlético Madrid ließ FC-Neuzugang Tolu Arokodare beobachten

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Tolu Arokodare setzt sich im Training gegen KIngsley Ehizibue durch.

Köln – Er ist die große Wundertüte beim 1. FC Köln!

Tolu Arokodare (19) hat den Sprung aus der lettischen Liga in die Bundesliga gewagt und hofft in Deutschland auf den großen Durchbruch. Von FC-Trainer Markus Gisdol (51) gab es bereits ein dickes Lob nach seiner ersten Trainingswoche. Im Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld (Samstag, 15.30 Uhr) könnte der Hüne bereits sein Bundesliga-Debüt feiern.

1. FC Köln darf sich freuen: „Tolu Arokodare ist ein Super-Talent“

Doch wer ist dieser 19-jährige Nigerianer und worauf können sich die FC-Fans bei ihm freuen? Einer, der ihn seit Jahren aus der lettischen Virsliga kennt, ist ein Ex-Kölner.
Alex Usovs lebte ab 2005 mehrere Jahre in Köln, studierte an der Sport-Hochschule (Spoho) und kickte nebenbei bei Borussia Lindenthal-Hohenlind.

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Alex Usovs

Alex Usovs lebte lange in Köln und ist jetzt Sportdirektor beim lettischen Klub FK RFS.

Inzwischen ist er zurück in seiner lettischen Heimat und seit fünf Jahren Sportdirektor beim lettischen Spitzenklub FK RFS aus Riga. „Ich kenne Tolu sehr gut. Wir haben zahlreiche Male gegen ihn gespielt. Man sieht sofort, dass er über enormes Potenzial verfügt. Er ist ein Super-Talent“, sagt Usovs gegenüber EXPRESS.

Tolu Arokodare war der zweikampfstärkste Spieler der Liga

Was zeichnet Arokodare aus? Usovs: „Er ist mit seinen 1.97-Meter eine echte Kante. Er ist physisch sehr stark, weiß seinen Körper einzusetzen. Er war bei uns in Lettland der zweikampfstärkste Spieler der Liga, er gewann als Stürmer im Schnitt die Hälfte seiner Duelle. Dazu hat er diesen Tor-Riecher, den man als Stürmer braucht. Er besitzt ein starkes Kopfballspiel und einen guten Abschluss – besonders mit dem Rücken zum Tor.“

15 Tore in 16 Spielen sind eine beeindruckende Quote, doch laut Usovs ist die lettische Liga höchstens mit der 3. Liga in Deutschland zu vergleichen. Der Qualitätsunterschied ist gewaltig. „Es ist ein verdammt großer Sprung von Lettland nach Deutschland. Ich persönlich hätte ihm geraten, zunächst einen Zwischenschritt nach Österreich oder Belgien zu machen. Es ist mutig, sofort nach Deutschland zu wechseln. Ich denke, man wird ihm Zeit geben müssen, sich an alles zu gewöhnen. Man darf nicht sofort hohe Erwartungen an ihn haben“, sagt Usovs.

Scout von Atlético Madrid beobachtete Tolu Arokodare

Doch dass der Junge Potenzial hat und auf vielen Notizzetteln internationaler Klubs stand, kann auch Usovs bestätigen. „Als wir gegen seinen Klub Valmieras gespielt haben, hat sich bei uns ein Scout von Atlético Madrid angemeldet. Ich bin mir ganz sicher, dass er da war, um Tolu zu beobachten. Wir haben das Spiel zwar gewonnen, aber Tolu hat zwei Tore gemacht“, erinnert sich Usovs.

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Vor dem FC scheiterten bereits ein Schweizer Erstligist und der RSC Anderlecht mit Angeboten für Arokodare. Köln sicherte sich das Toptalent zunächst für ein Jahr auf Leihbasis, die Kaufoption danach liegt bei 2,5 Millionen Euro.

Usovs ist derweil schon gespannt, wie sich der lettische Export-Schlager in seiner Premieren-Saison schlagen wird: „Ich werde seinen Weg genau verfolgen. Vielleicht öffnet er lettischen Spieler die Tür in die Bundesliga. Ich würde mich freuen.“

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