Nach Kind-Mobbing glücklich in KölnZieler über schwerste Zeit seiner Karriere

Zieler-Training

Ron-Robert Zieler bei seinem ersten Training für den 1. FC Köln am 13. August 2020.

von Jürgen Kemper (kem)

Köln – Es war ein aufregender Tag für Ron-Robert Zieler (31). Nach der Unterschrift unter den einjährigen Leihvertrag am frühen Donnerstagmorgen stand der Weltmeister kurz danach schon das erste Mal mit seinen neuen Mannschaftskollegen auf dem Trainingsplatz.

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„Es ist schön, zum FC zurückzukehren. Als das Angebot kam, musste ich nicht lange überlegen. Ich hatte gute Gespräche mit Horst Heldt und Andreas Menger und ich freue mich riesig über die Chance, jetzt wieder in meiner Geburtsstadt zu spielen“, sagte der Keeper bei seiner Vorstellung. Zieler wird mit der Rückennummer 16 auflaufen.

Im Training hinterließ der Weltmeister gleich einen starken Eindruck, konnte mit einigen sehenswerten Paraden glänzen und unter Beweis stellen, dass er kommende Saison ein ernstzunehmender Herausforderer für Stammtorwart Timo Horn (27) sein kann.

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Ron-Robert Zieler von Hannover-Boss Martin Kind weggemobbt

Auf seinem Instagram-Kanal bedankte er sich nach der Einheit noch bei den Fans von Hannover 96 für die Unterstützung und richtete ein paar Abschiedsworte Richtung Niedersachen. „Die letzten Wochen waren die schwierigsten meiner gesamten Karriere. Trotzdem habe ich mich nie alleine gefühlt.“

Gleichzeitig begründete der Torwart, der von 96-Boss Martin Kind quasi weggemobbt wurde, den Wechsel zum FC. Kind hatte über Zieler gesagt: „Wir hätten ihn gar nicht verpflichten dürfen.“

Zieler will nun in Köln glücklich werden. „Für mich ist das ein emotionaler Schritt. Der FC ist neben 96 meine zweite große Fußball-Liebe. Hier noch mal als Profi spielen zu dürfen, ist für mich ein großartiges Gefühl“, schreibt Zieler.

Nach dem verpassten Aufstieg mit Hannover verlässt der ehemalige Nationalspieler die Niedersachsen mit einem „weinenden Auge“. Gleichzeitig freut sich der Keeper aber auch, zurück in der Heimat zu sein. „Ich bin eine echte kölsche Jung, wie man so schön sagt. Ich bin in Köln geboren und aufgewachsen, meine Familie lebt noch immer in dieser Stadt. Köln ist wie Hannover Heimat für mich. Es hätte nicht viele Optionen gegeben, für die ich den Verein verlassen hätte.“

Horst Heldt freut sich auf Ron-Robert Zieler

Sportdirektor Horst Heldt (50) freut sich indes auf den hochkarätigen Zugang im FC-Tor. „Mit Ron haben wir einen Keeper gefunden, der genau in unser Profil passt. Er bringt die Qualität und die Erfahrung mit, die wir auf dieser Position unbedingt brauchen. Und er ist bereit, die Rolle, die wir gemeinsam definiert haben, zu 100 Prozent  anzunehmen: Als Nummer zwei mit dem Anspruch, spielen zu wollen“, sagte der FC-Geschäftsführer.