„Dann bin ich trotzdem zu Hause“FC glaubt an Vorteil gegen Beierlorzers Mainzer

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Sportchef Horst Heldt (l.) und Trainer Markus Gisdol verlassen das Franz-Kremer-Stadion nach der Freitagseinheit.

Köln – Fünf Siege holte der 1. FC Köln aus seinen letzten sechs Heimspielen vor der Corona-Pause, machte Müngersdorf damit endlich wieder uneinnehmbar. Das soll auch ohne 50.000 Fans im Rücken so bleiben – am Sonntag (15.30 Uhr, Sky) gegen Mainz muss das Rhein-Energie-Stadion zur Geister-Festung werden!

Und ein bisschen dabei sind die Anhänger ja trotz allem: Samstag verteilte der FC die Glücksbringer, die Kölns Dauerkarten-Inhaber in den vergangenen Tagen abgegeben hatten, im Stadion. Rund 1000 Devotionalien, die auf der Osttribüne zu einem F und einem C drapiert wurden.

Erstes FC-Heimspiel seit Ende Februar

Auf dem Platz soll die Mannschaft dann genauso Vollgas geben wie am 29. Februar – beim bislang letzten Heimspiel gegen Schalke (3:0).

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Sportchef Horst Heldt (50) sagt: „Wir haben die Möglichkeit, zu Hause in unserem Stadion die nächsten beiden Spieltage zu absolvieren. Wir waren heimstark und wollen auch heimstark bleiben, um die drei Punkte gegen Mainz hierzubehalten. Wir müssen uns in Erinnerung rufen, was uns vor der Pause ausgezeichnet hat.“

Mark Uth trifft gerne gegen Mainz

Offensivmann Mark Uth (28), bei Hoffenheim mit sechs Treffern ein echter Mainz-Schreck, fordert: „Wir müssen uns selbst pushen – die Fans können es leider nicht machen.“ Mit dem ersten Geister-Heimsieg der Klubgeschichte winkt der Sprung in die obere Tabellenhälfte!

Auch für Trainer Markus Gisdol (50) ist es eine spannende Situation: „Wir wissen, was wir können. Die Challenge für uns ist, das nun auch ohne Zuschauer abzuliefern. Wir wollen die gleiche Performance hinlegen – die gleiche Art und Weise, Fußball zu spielen, auf den Platz bringen wie vor der Pause.“

Markus Gisdol erklärt Heimvorteil

Der FC-Coach ist sicher, dass der Heimvorteil mit den fehlenden Fans nicht verschwindet: „Wenn ich nach Hause komme und meine Familie ist nicht da, bin ich trotzdem zu Hause in meinem gewohnten Umfeld. Das ist besser als in einem fremden Haus zu sein, wo ich mich nicht wohlfühle. Der Heimvorteil ist weiterhin da. Wie stark er ausgeprägt ist, werden wir sehen. Aber ich bin sicher, dass es nach wie vor schöner ist, zu Hause zu spielen.“

Zumal sich die Heimbilanz gegen Mainz sehen lassen kann: Vier Siege und vier Remis. Mit dem Highlight vor fast auf den Tag genau drei Jahren: der Europa-League-Qualifikation am 20. Mai 2017. Und auch in dieser Saison sind die Mainzer anfällig auf des Gegners Platz: 32 Gegentore in Auswärtsspielen – das ist Minusrekord in der Liga.

Hier lesen Sie mehr: Bis auf zwei Spieler alle einsatzbereit – die Personalsituation des 1. FC Köln vor dem Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05

FSV Mainz auswärts anfällig

Die FC-Zeichen stehen also gut vor dem Duell mit Ex-Coach Achim Beierlorzer (52). Gisdol rechnet beim Gegner nicht mit großen Überraschungen: „In dieser kurzen Zeit des Mannschaftstrainings kann man sein Team nicht auf den Kopf stellen. Wobei wir den Fokus noch mehr auf unsere eigenen Stärken und Schwächen legen.“

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Die Stimmung sollte gelöst sein. Denn: Die Spieler dürfen nach der Partie nach Hause. „Mit der Fahrt zum Spiel endet unser Aufenthalt im Quarantäne-Hotel“, sagt Manager Heldt.

Dann beginnt für die Profis ein neues Kapitel, in dem sie wieder selbst verantwortlich sind für ihre Gesundheit. Heldt: „Wir geben ihnen noch mal das Hygienekonzept mit. Ich bin überzeugt, dass wir die Spieler wieder in ihr gewohntes Umfeld bringen können. Ich mache mir da keine Sorgen.“