„Das will ich nicht wieder sehen“ Gisdol-Klartext vor FC-Derby in Leverkusen

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Horst Heldt und Markus Gisdol (r.) waren bedient nach Kölns Heimpleite gegen Union Berlin.

Köln – Die Rettung ist weiterhin zum Greifen nah – doch die Geister-Krise mit mittlerweile sieben sieglosen Spielen vor leeren Rängen trübt die Stimmung beim FC gewaltig!

Vieles erinnert an die schlimme Hinrunde, in der Köln bis auf Platz 18 abgestürzt war. Die Wende schafften Trainer Markus Gisdol (50) und seine Mannschaft gegen den nächsten Gegner: Bayer Leverkusen.

Nach der enttäuschenden Pleite gegen Mitaufsteiger Union Berlin (1:2) ist der FC am Mittwochabend (20.30 Uhr, Sky) beim favorisierten Rhein-Rivalen zu Gast, will an die 2:0-Hinrunden-Überraschung anknüpfen.

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Markus Gisdol und Horst Heldt wollen Steigerung sehen

Montagmittag sprachen Sportchef Horst Heldt (50) und Chefcoach Gisdol auf der FC-Pressekonferenz über die Ausgangslage und die Folgen der Union-Pleite. Lesen Sie hier die wichtigsten Aussagen nach.

Horst Heldt über Florian Wirtz: „Wir leisten im NLZ unter schwierigen Bedingungen exzellente Arbeit. Nicht alle haben den Weg weiterverfolgt und hier ihr Debüt gefeiert. Einerseits ist es trotzdem eine Anerkennung der Arbeit, andererseits ist man betrübt, wenn Talente woanders debütieren. Wichtig ist aber, dass wir weiter so arbeiten. Ich freue mich auch für Florian und gehe davon aus, dass er spielen wird. Er wird sich sicherlich viel vornehmen. Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute. Wenn er meint, er müsse gegen uns gut performen, kriegt er aber einen Tritt in den Hintern. Wir fokussieren uns auf unsere Talente, die unsere Zukunft sind.“

Markus Gisdol über Florian Wirtz: „Ich hatte ihn nicht mehr im Training. Da war ich leider ein bisschen zu spät dran.“

Markus Gisdol über das Duell mit Leverkusen: „Dass Bayer ein Klub ist, der auf die Champions League schielt, wissen wir. Für mich ist wichtig, dass wir die Gier, Bereitschaft und Mentalität, die wir für unser Spiel brauchen, sehen. Das Ergebnis ist da gar nicht so entscheidend. Wir wollen eine Mannschaft sehen, die wir über einen ganz langen Zeitraum der Saison hatten.“

Horst Heldt über seine Planungen und mögliche Änderungen im Kader: „Wir werden in den verbleibenden Spielen noch wichtige Erkenntnisse gewinnen, um zu wissen, wer bereit ist, den Weg mitzugehen. Unsere Mannschaft ist grundsätzlich ehrgeizig und gewillt, schönen Fußball zu spielen. Wir müssen immer wieder alles realistisch bewerten und lassen uns nicht von unserem Weg abbringen. Für die kommende Saison brauchen wir erst mal ein paar Rahmenbedingungen. Wir wissen, wie die Verträge aussehen, aber viele andere Dinge wissen wir noch nicht. Natürlich waren wir in den letzten Wochen schon aktiv, um handeln zu können.“

Markus Gisdol: „Wir haben gute Jungs“

Markus Gisdol über den Charakter seiner Spieler: „Die Mannschaft ist in Ordnung. Wir haben gute Jungs, ich mag sie, das ist ein Top-Team. Sie ärgern sich selbst, wenn sie nicht gewinnen. Die Mannschaft braucht Hilfe, und die wollen wir ihr geben. Wir sind nun mal Köln und nicht Bayern München, die jeden Gegner an die Wand spielen. Mit Union hatten wir nun ein Spiel, in dem die Performance nicht gestimmt hat. Das ist nicht schlimm, aber ich will es nicht wieder sehen. Da werde ich deutlich. Aber wir dürfen die Mannschaft jetzt nicht in irgendeine Ecke stellen.“

Markus Gisdol über seine Erwartungen: „Wir brauchen ein gewisses Grundniveau, das wir immer haben. Man darf die wichtigen Eigenschaften nicht nur zeigen, wenn einem das Wasser bis an den Hals steht.“

Markus Gisdol über seine Youngsters: „Eine gewisse Unbekümmertheit tut immer gut. Aber man sollte jungen Spielern nicht zu viel aufhalsen. Man darf nicht vergessen, dass Noah Katterbach und Jan Thielmann noch in der U19 spielen könnten.“

Markus Gisdol hofft auf Rückkehr von Noah Katterbach und Jan Thielmann

Markus Gisdol über die Folgen der Union-Pleite: „Wir sind alle nicht zufrieden mit der Performance, die wir abgeliefert haben. Die Mannschaft war selbst nicht zufrieden. Ich habe die Dinge deutlich angesprochen. Eines wollen wir auf keinen Fall machen: Die Saison austrudeln lassen. Wir haben eine Verantwortung als Profi-Sportler. Das muss ein Ausrutscher gewesen sein, das können wir besser. Die Performance war bis zum Union-Spiel in Ordnung, auch wenn die Punkte gefehlt haben. Man nimmt in solchen Phasen wie jetzt viele Erkenntnisse für die neue Saison mit. In den nächsten Spielen sehen wir, wer da ist und abliefert. Das ist wichtig für die Zukunftsplanung.“

Markus Gisdol zur personellen Situation: „Ich hoffe, dass wir positive Meldungen hinbekommen. Jan Thielmann und Noah Katterbach möchte ich heute zurück auf dem Trainingsplatz sehen. Ich bin gespannt, wie sie die Belastung wegstecken. Mit Ismail Jakobs planen wir noch nicht, die Zeit ist zu kurz. Mit den anderen beiden hätten wir schon wieder mehr Möglichkeiten.“

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