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FC-Legende kennt Horror-Serie Litti über Sieglos-Profis: „Das ist hier nicht 4. Liga!“

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Pierre Littbarski bei einem Besuch im Rhein-Energie-Stadion im Februar 2016

Köln – Nur eine Sensation kann Markus Gisdols (51) FC-Truppe noch vor dem alleinigen Sieglos-Rekord retten!

Am Samstag bei Borussia Dortmund (15.30 Uhr, Sky) könnten die Kölner mit dem 19. Spiel ohne Dreier die Negativserien von 1991 und 2005/06 endgültig aus der Klub-Historie verdrängen. FC-Idol Pierre Littbarski (60), Anfang der 90er Kapitän, drückt dennoch die Daumen. Im EXPRESS spricht „Litti“ über die FC-Krise und Kumpel Horst Heldt (50)!

Pierre Littbarski war Kapitän des 1. FC Köln bei Sieglos-Serie 1991

Weltmeister, Pokalsieger, mehr als 500 Pflichtspiele mit dem Geißbock auf der Brust – er zählt ohne Zweifel zu den größten FC-Legenden. Doch Littbarski war auch dabei, als Köln 1991 erstmals in der Vereinsgeschichte 18-mal in Folge sieglos blieb.

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Der einstige Dribbelkünstler erinnert sich noch gut an die schwarze Serie, die damals den heutigen Vorstandsberater Erich Rutemöller (75) den Trainer-Job kostete: „Man versucht, das zu verdrängen, aber das geht natürlich nicht. Man bettelt in so einer Phase, dass irgendwann mal der Umschwung kommt.“

Pierre Littbarski: Parallelen zwischen 1991 und heute

Der FC war 1991 ebenfalls saisonübergreifend sieglos, holte allerdings wesentlich mehr Remis als heute. „Aber das machte auf die Zeit gesehen auch nicht viel aus, weil es einfach zu wenig Punkte waren, man kommt dort unten nicht weg mit Unentschieden“, sagt Litti.

Er sieht durchaus Parallelen zur aktuellen Krise: „Das waren immer Spiele, in denen man nah dran war, wie der FC zuletzt in Bremen, aber der entscheidende Moment hat gefehlt.“

Pierre Littbarski erlöste den 1. FC Köln

1991 sorgte Littbarski selbst für diesen Moment! Nachdem Jörg Berger (†65) als Coach übernommen hatte, traf er zum 1:0-Sieg beim Karlsruher SC gegen Olli Kahn und beendete die kölsche Durststrecke.

Anschließend bekam der FC die Kurve, stürmte von Platz 16 auf Rang vier. Anders als 2005/06, als Köln zum ersten und bislang einzigen Mal innerhalb einer Saison 18 Partien am Stück sieglos blieb und abstieg.

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Pierre Littbarski war bei der Sieglos-Serie 1991 Kapitän des 1. FC Köln.

Littbarski hofft, dass es dieses Mal nicht so weit kommt, und unterstützt seinen ehemaligen Mitspieler Horst Heldt, der 1991 ebenfalls Stammspieler war. Der heutige Sportboss hat die FC-Profis nach dem 1:2 gegen Union Berlin mit deutlichen Worten angezählt.

Pierre Littbarski: Horst Heldt ist auf dem richtigen Weg

Litti sagt: „Horst ist meiner Meinung nach genau auf dem richtigen Weg. Er muss die Spieler in die Pflicht nehmen, das ist ganz klar. Das ist hier nicht die vierte oder fünfte Liga, sondern Bundesliga. Da darf man nicht so viele Fehler machen, ganz einfach!“

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Pierre Littbarski (l.) und Horst Heldt sind seit ihren gemeinsamen FC-Tagen befreundet. Hier trafen sie sich beim Bundesliga-Spiel Wolfsburg gegen Hannover am 6. April 2019.

Er leidet mit seinem Ex-Klub! „Speziell dem FC fehlt die Zuschauerunterstützung. Und den Fans tut die Situation gerade im Herzen weh, das ist einfach traurig.“

Doch welche Maßnahmen haben 1991 geholfen? Littbarski: „Es gibt kein Allheilmittel, im Endeffekt muss man sich heute genauso wie schon vor 100 Jahren aus so einer Krise kämpfen: Die Erfolgserlebnisse und das Selbstbewusstsein müssen im Training her. Das nimmt man mit ins Spiel, anders geht es nicht.“

Pierre Littbarski drückt 1. FC Köln bei Borussia Dortmund die Daumen

Voller Einsatz ist gefragt! „Man muss die Sachen auspacken, die zum Abstiegskampf gehören – und das ist vor allem Zweikampfverhalten. Wenn man mit fünf Metern Abstand deckt, kann man nichts gewinnen.“

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Wenn Köln am Samstag bei Borussia Dortmund ran muss, drückt Litti „auf jeden Fall die Daumen, dass der FC die Punkte holt“ – auch wenn sein Team von 1991 dann weiterhin den (geteilten) Sieglos-Rekord hält...

Littbarski weiß: „Es gab schon überraschendere Ergebnisse in der Bundesliga und vergangene Saison hat der FC auch gegen ein Top-Team (2:0 gegen Bayer Leverkusen, d. Red.) die Kurve gekriegt.“

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