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FC-Neuzugang Duda Wegen Poldi trägt er die 18 – verrückte Rolex-Wette mit Kalou

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Ondrej Duda beim EXPRESS-Termin im Geißbockheim

Köln – Er ist das Herzstück der neuen Kölner Offensive: Ondrej Duda (25) wechselte von Hertha BSC ans Geißbockheim und soll als Zehner die Strippen im FC-Spiel ziehen.

Sieben Millionen Euro zahlte Sportboss Horst Heldt (50) für den Slowaken, der den zu Schalke zurückgekehrten Mark Uth (29) ersetzt.

Ondrej Duda „sehr froh“, beim 1. FC Köln zu sein

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Sein erstes FC-Interview gab Duda dem EXPRESS – über seinen Neustart in Köln, Kumpel Salomon Kalou (35) und Lukas Podolskis (35) Nummer 10.

Ondrej, wie haben Sie sich in Köln eingelebt?

Für mich ging das am Anfang alles ein bisschen zu schnell. Nach meinem Wechsel habe ich zwei Trainingseinheiten absolviert und dann kam schon das Spiel. Da blieb wenig Zeit zum Durchatmen. Inzwischen bin ich angekommen. Ich bin sehr froh, dass ich jetzt in Köln bin. Ich komme immer besser zurecht und gewöhne mich an alles. Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung und sprühe vor Tatendrang.

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Ondrej Duda (l.) bei seiner FC-Premiere gegen die TSG Hoffenheim am ersten Spieltag

Haben Sie schon eine eigene Wohnung gefunden?

Nein, momentan lebe ich noch im Hotel. Natürlich möchte ich so schnell wie möglich eine Wohnung finden, aber es soll etwas Vernünftiges sein, weil das für die nächsten vier Jahre mein Zuhause werden soll. Ich hoffe, dass ich in den nächsten Wochen einen Mietvertrag unterschreiben kann.

Kommen Sie alleine oder bringen Sie Ihre Freundin mit?

Das weiß ich noch nicht, das überlegen wir gerade gemeinsam. Amanda wohnt schon viele Jahre in Berlin und es ist sicher nicht einfach für sie, dort ihre Zelte abzubrechen. Andererseits wollen wir beide zusammen sein und Zeit miteinander verbringen. Das werden wir in der nächsten Zeit entscheiden.

Stimmt es, dass Sie Ihr ehemaliger Hertha-Kumpel Salomon Kalou verkuppelt hat?

Ja, das ist richtig. Ich habe Amanda vor über zwei Jahren auf einer Party kennengelernt. Ich glaube, es war Salomons Geburtstag. Dort hat er uns vorgestellt. Dafür bin ich ihm sehr dankbar.

Apropos Kalou. Es gab zu Hertha-Zeiten eine legendäre Wette zwischen Ihnen beiden. Wollen Sie uns noch mal davon erzählen?

Es hat eigentlich als Spaß zwischen uns beiden begonnen. Salomon hat vor der Saison 18/19 zu mir gesagt: Wenn du acht Tore schießt, schenke ich dir eine Rolex. Ich habe in dieser Saison elf Tore gemacht und damit die Wette gewonnen. Ich habe ihm aber gesagt, dass ich keine Rolex brauche, sondern das Geld lieber für einen guten Zweck einsetzen möchte. Für die Summe der Uhr habe ich einen Defibrillator für das Krankenhaus in meiner slowakischen Heimatstadt Snina gekauft.

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Ondrej Duda (r.) und Salomon Kalou haben sich bei Hertha BSC angefreundet. Mittlerweile haben beide den Klub verlassen.

Sie haben Ihre starke Saison 18/19 angesprochen. Wieso lief es im Jahr darauf plötzlich gar nicht mehr bei Ihnen?

Es war eine schwierige Zeit – nicht nur für mich, auch für Hertha. Es war eine turbulente Saison mit insgesamt vier Trainern. Am Anfang unter Ante Covic habe ich noch gespielt. Nachdem wir dann aber drei der ersten fünf Spiele verloren hatten, saß ich nur noch auf der Bank. Dann kam Jürgen Klinsmann und ich war völlig außen vor, stand nicht mal mehr im Kader. Das ist nicht mein Anspruch und deshalb war ich frustriert.

Sie wurden dann nach Norwich ausgeliehen. Wie haben Sie die Zeit in der Premier League erlebt?

Ich hatte eine gute Zeit. Es war natürlich kein allzu günstiger Zeitpunkt, weil ich mitten in der Saison zum Team gestoßen bin und keine Vorbereitung hatte. Trotzdem hat mir Trainer Daniel Farke sofort das Vertrauen geschenkt und mir Spielzeit gegeben. Ich habe mich gut gefühlt und wir konnten zwei Spiele gewinnen. Zu dem Zeitpunkt hatten wir sogar noch die Chance, die Klasse zu halten – doch dann kam Corona. Es war sehr schwer, ich war alleine in England, meine Freundin durfte nicht kommen und auf dem Platz lief es auch nicht mehr. Nach der Zwangspause haben wir sieben Spiele am Stück verloren und sind abgestiegen. Das war sehr hart für mich, trotzdem habe ich sehr gute Erinnerungen an Norwich. Der Schritt war richtig, weil ich dort Spielpraxis sammeln konnte.

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Ondrej Duda (l., hier im Duell mit Leicesters Ricardo Pereira) war in der Rückrunde der vergangenen Saison an Norwich City ausgeliehen.

Was haben Sie in England fußballerisch gelernt?

Die Premier League ist eine komplett andere Liga. Ich hatte zunächst auch Bedenken, dass ich dort nicht hinpasse. Doch ich habe schnell gemerkt, dass ich im Zentrum mehr Zeit und mehr Platz auf dem Feld hatte. Ich hatte sehr oft den Ball, weil es nicht so taktisch geprägt ist, es geht viel mehr hin und her. Mit der Härte hatte ich keine Probleme. Und die Fans sind mir besonders in Erinnerung. Norwich ist eine fußballverrückte Stadt, gefühlt jeder Einwohner ist Fan des Klubs. Das war ich von Hertha und Berlin nicht gewöhnt, da ist Fußball nicht so populär.

Sie sind danach wieder nach Berlin zurückgekehrt und Manager Michael Preetz sagte vor nicht allzu langer Zeit: „Wir planen 100 Prozent mit Ondrej“. Was ist dann passiert?

Es war eine komplizierte Situation. Ich wusste bei meiner Rückkehr nicht, ob man mit mir plant oder nicht. Bruno Labbadia sagte mir bei unserem ersten Gespräch, dass ich eine Chance bekomme und er mich in der Mannschaft sehen würde. Doch im Laufe der Vorbereitung habe ich gemerkt, dass es keinen Plan für mich gibt. Das war nicht zufriedenstellend und daher war ich sehr froh, als das Angebot vom FC kam.

So landete Ondrej Duda beim 1. FC Köln

Was wussten Sie vorher vom 1. FC Köln?

Ich kenne den Klub aus der Bundesliga. Ich wusste vorher, dass der FC überragende Fans und eine lange Tradition hat. Köln ist eine fußballverrückte Stadt, das gefällt mir. Das Wichtigste ist aber, dass ich gespürt habe, dass die Verantwortlichen mich unbedingt wollten und sich sehr um mich bemüht haben. Die Perspektive hier und die Aussicht, ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft zu sein, haben mich von Beginn an überzeugt.

Wie wichtig ist Ihnen das Vertrauen des Trainers?

Es ist mir sehr wichtig. Ich bin ein Typ, der Rückendeckung braucht. Es ist ein gutes Gefühl, wenn ich weiß, dass ich gebraucht werde und man auf mich setzt.

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Markus Gisdol freut sich über Neuzugang Ondrej Duda.

Ist der FC für Sie eine Art Neustart?

Ja, das kann man so sagen. Es gab auch die Option, in England zu bleiben, aber ich habe mich bewusst dazu entschieden, wieder in Deutschland zu spielen. Ich bin noch nicht fertig hier.

Der FC hat saisonübergreifend die letzten zwölf Spiele nicht gewonnen. Welche Rolle spielt das für Sie?

Es ist nicht von Vorteil, wenn man so eine Serie im Hinterkopf hat. Aber ich glaube, wir können das ausblenden. Wir schauen nach vorne. Wir wollen positiv bleiben und weiter hart an unserem Ziel Klassenerhalt arbeiten.

Samstag wartet auf den 1. FC Köln das Derby gegen Borussia Mönchengladbach. Was wissen Sie über Derbys?

In Berlin hatten wir letzte Saison das Derby gegen Union, da herrscht auch eine große Rivalität. Damals saß ich auf der Bank und wir haben 0:1 verloren gegen Sebastian. Ich mag Derbys. Und ich weiß auch, wie wichtig dieses Spiel gegen Gladbach für Köln ist. Für die Fans ist es wahrscheinlich noch emotionaler als für uns. Wir geben 150 Prozent für sie und geben alles, um am Samstag zu gewinnen. Das ist die perfekte Gelegenheit, um unseren Start in die richtige Richtung zu drehen.

Was muss sich im Vergleich zu den beiden Auftakt-Niederlagen am Samstag verändern?

Wir müssen uns insgesamt steigern. Vor allem das Spiel gegen Bielefeld war einfach nicht gut. Defensiv haben wir nicht viel zugelassen, aber offensiv war das viel zu wenig. Wir haben kaum Torchancen herausgespielt und waren nicht gefährlich genug. Für die Zuschauer war das sicher nicht schön anzusehen. Wir müssen nun zusehen, dass wir zwingender werden und öfter den Abschluss suchen.

Welche Rolle spielt dabei die fehlende Abstimmung?

Das macht definitiv etwas aus. Wir haben offensiv einige Neuzugänge, da ist sicher noch nicht alles eingespielt. Man hat gemerkt, dass die Automatismen noch fehlen. Wir werden noch ein bisschen Zeit brauchen. Ich mache mir aber keine Sorgen, denn sowohl Sebastian als auch ich haben schon gezeigt, dass wir in der Bundesliga erfolgreich ein können.

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Wo liegen Ihre Stärken?

Meine beste Position ist die Zehn, ich kann aber auch auf der Acht spielen. Ich sehe mich als Ballverteiler, spiele gerne den letzten Pass, gehe aber auch ins Dribbling, wenn die Situation es erfordert. Ich übernehme gerne Verantwortung und versuche, an möglichst vielen Toren beteiligt zu sein. Eine Tor-Marke habe ich mir aber nicht gesetzt, ich will der Mannschaft einfach so gut es geht helfen. Und ich hoffe, dass ich Sebastian das ein oder andere Tor auflegen kann.

Sie haben die Rückennummer 18 bekommen, dabei wollten Sie eigentlich die 10 haben. Warum haben Sie die nicht bekommen?

Bisher habe ich immer mit der Zehn gespielt und hätte sie auch gerne beim FC getragen. Der Klub hat mir gesagt, dass die Zehn wegen Lukas Podolski nicht vergeben wird. Das akzeptiere ich natürlich, im Endeffekt ist es nur eine Rückennummer. Jetzt habe ich die 18 – eine Kombination aus meiner Zehn und der Acht, die ich in der slowakischen Nationalmannschaft trage.

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